(openPR) Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich jüngst über ihren Gesamtverband zur Entwicklung der Lebensversicherer im letzten Jahr geäußert. Demnach ist die Branche von der Finanzmarktkrise im letzten Jahr nicht völlig unbeeindruckt geblieben. Doch trotz eines insgesamt schlechteren Neugeschäfts für 2008 zeigte sich besonders im Bereich der Altersvorsorge ein neues Qualitäts- und Vorsorgebedürfnis der Kunden.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat gerade mit der Veröffentlichung der Broschüre „Die deutsche Lebensversicherung in Zahlen“ die Entwicklung des Geschäfts der Lebensversicherer dokumentiert. Das im Vergleich zum Vorjahr schlechtere Neugeschäft in 2008 erklären sich die Versicherer mit der Vorsicht der Verbraucher, sich in wirtschaftlich unsicheren Zeiten auf lange Sicht zu binden.
Gleichzeitig wird hier jedoch auch angemerkt, dass Neukunden sehr wohl höhere Beiträge für ihre Lebensversicherung zu zahlen bereit waren. In puncto Altersvorsorge lag die Rentenversicherung mit einem Anteil von 56 Prozent bei den Neukunden vorne und ist zu einem der wichtigsten Bereiche geworden.
Dass sich dieser positive Trend auch im neuen Jahr fortzusetzen scheint belegen auch die kürzlich vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vorgelegten Zahlen zur Riester-Rente für das erste Quartal 2009. Darin bezifferte das BMAS die Zahl der Riester-Rente Neuverträge auf ca. 275.000, wodurch sich inzwischen schon fast 12,5 Millionen Bundesbürger als private Rentensparer in guter Gesellschaft befinden.
Denn auch das hat das BMAS als Erfolg verbucht: Die Einsicht der Bürger, das fürs Alter wohl zusätzliches Geld neben der staatlichen Rente notwendig werden wird. Für den Wohn-Riester ging die Bilanz schlechter aus: Der immer noch vergleichsweise unbekannte Wohn-Riester kommt nach der Veröffentlichung des BMAS mit 34.000 Verträgen im ersten Quartal eher schlecht weg. Die vermehrte Werbung der Bausparkassen für den Wohn-Riester konnte hieran scheinbar nichts ändern.




