openPR Recherche & Suche
Presseinformation

„Stromausfall und Schweinegrippe“

10.07.200916:46 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: „Stromausfall und Schweinegrippe“

(openPR) Südhessische Unternehmer diskutieren bei SPD-Sommergespräch über ökonomische Konsequenzen

Gut besucht war das „Dritte Wirtschaftspolitische Sommergespräch“, zu dem die AGS (Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD) des SPD Bezirks Hessen-Süd am 8.Juli in den Frankfurter Presseclub eingeladen hatte. Thema: Mit welchen betriebswirtschaftlichen Folgen müssen Unternehmer eigentlich rechnen, wenn es in Zukunft gehäuft zu Unfällen und Ausfällen wie z.B. dem mehrtägigen Stromausfall im Münsterland kommt? Welche Vorsorgemaßnahmen kann man selbst treffen und wie muss man sie in die eigene Bilanz einrechnen? An welchen Stellen geht es nur mit staatlichen Regelungen und Eingriffen? Und wann kommt im Grunde jede Hilfe zu spät und Verluste sind unausweichlich? Als Hauptreferent konnte die AGS einen ausgewiesenen Experten gewinnen: Gerold Reichenbach, Hauptinitiator des „Grünbuch Öffentliche Sicherheit“ und direkt gewähltes SPD-Bundestagsmitglied im südhessischen Kreis Groß-Gerau. Reichenbach, der außerdem langjähriges Mitglied des Technischen Hilfswerks (THW) ist und dem internationalen Beraterstab der UNDAC angehört, provozierte seine Zuhörer mit Fragen, um mehr Problembewusstsein zu schaffen: „Haben Sie sich eigentlich schon mal überlegt, was es für Sie und Ihr Unternehmen bedeutet, wenn wirklich mehrere Tage der Strom wegbleibt?“



So stellte die Inhaberin eines Goldschmidtbetriebs verblüfft fest, dass sie bei einem längeren Stromausfall ihr Geschäft nicht einmal mehr betreten kann, weil die Schließ- und Alarmanlage nur elektrisch funktioniert. Reichenbach verwies darauf, dass man im Notfall nicht einmal mehr telefonieren könne, weil auch Telefonanlagen und Handy-Sendemasten Strom benötigen.

Andere Anwesende begannen zu rätseln, welche Personalausfälle eine ernsthafte Pandemie wohl nach sich zieht und ob man dann die Produktion noch aufrechterhalten könne. Diese Frage konnte Reichenbach schnell beantworten: Experten gehen von mindestens dreißig Prozent Personalausfall aus – allerdings nicht unbedingt, weil so viele erkranken, sondern ein Teil der Ausfälle sei aus psychologischen Motiven. Die Menschen bekämen schlicht Angst vor Ansteckung und wollten nicht mehr aus dem Haus gehen. Eine Einschätzung, die von einem der Zuhörer, einen selbstständigen Berater aus dem Main-Taunus-Kreis bestätigt wurde. Bei seiner schulpflichtigen Tochter sei vor wenigen Wochen nach einem USA-Besuch die Schweinegrippe festgestellt worden und obwohl sich niemand im Umfeld angesteckt habe, die Krankheit harmlos verlaufen und das Mädchen inzwischen völlig genesen sei, hätte es regelrechte Hassbriefe aus dem näheren Umfeld gegeben. Diese heftigen Reaktionen hätten die Familie sehr erschüttert. Ein ebenfalls anwesender Psychologe äußerte, dass im Ernstfall mit noch schlimmeren Panikreaktionen gerechnet werden müsste, die die Auswirkungen von Katastrophen zusätzlich verschärfen.

Reichenbach erläuterte, dass in der breiten Öffentlichkeit die Gefahren durch Terrorismus eher über- und andere Auslöser eher unterschätzt würden: „Tschernobyl hat gezeigt, dass es keinen terroristischen Anschlag braucht, um eine zivile Katastrophe auszulösen. Auch in Krümel fallen die Transformatoren schon zum zweiten Mal aus, ohne das dafür ein Anschlag nötig gewesen wäre.“

Eine Gesellschaft, die derartig stark vernetzt ist wie unsere, müsse sich generell besser auf zivile Katastrophenszenarien einrichten. So funktioniert heutzutage keine Logistikkette mehr ohne Strom. Reichenbach: „Wenn der Computer ausfällt, kann z.B. ein Lagerverwalter nicht mehr nachvollziehen, welches Medikament in welcher Halle und in welchem Regal gelagert ist.“ Auch der Klimawandel und die dadurch bedingten extremen Wetterereignisse gehört zu den potentiellen Verursachern von Großkatastrophen. Reichenbach, der beide Male der Einsatzleitung angehörte, erinnerte hier beispielsweise an die beiden deutschen Hochwasser an Elbe und Oder. Manfred Schmidt, Inhaber mehrerer mittelständischer Unternehmen und Vorsitzender der AGS Hessen Süd, warf die kritische Frage in den Raum, wie man vorbeugen könne und ob das dann zusätzliche Bürokratie für die Betriebe bedeuten würde? Dem widersprach die selbstständige Marketingfachfrau Anja Baier. Sie war der Auffassung, dass durch offizielle Regeln und Gesetze sogar eine Art Wettbewerbsgleichheit hergestellt werden könne – derzeit müssten seriöse Unternehmen mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen ihre entsprechend höheren Preise mühsam am Markt durchsetzen. Kunden, die immer nur nach dem geringsten Aufwand und dem niedrigsten Angebot schielten, bemerkten oft erst dass sie am falschen Ende gespart hätten, wenn es bereits zu spät sei. Reichenbach verwies in diesem Zusammenhang auf die Einführung der Gurtpflicht, die in der Automobilindustrie langfristig sogar zu einem regelrechten Sicherheits-Boom geführt hat.
Gesamtfazit der Gesprächsrunde: nach knapp dreistündiger Diskussion sind alle Anwesenden nachdenklich geworden und wollen in ihren Unternehmen genauer hinsehen, wo eigeninitiativ „Puffer“ geschaffen werden können. Darüber hinaus wurde die AGS ausdrücklich aufgefordert, diese Art von Veranstaltung bald zu wiederholen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 323819
 1061

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „„Stromausfall und Schweinegrippe““ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von SPD Bezirk Hessen-Süd

Bild: Parteitag der SPD Hessen-Süd zur Parteireform: Mehr innerparteiliche DemokratieBild: Parteitag der SPD Hessen-Süd zur Parteireform: Mehr innerparteiliche Demokratie
Parteitag der SPD Hessen-Süd zur Parteireform: Mehr innerparteiliche Demokratie
Mehr innerparteiliche Demokratie will die SPD Hessen-Süd. Die Delegierten des Bezirksparteitags am 3.9. in Langen beschlossen, die Rechte der Mitglieder zu stärken. „Unsere Mitglieder verkörpern unsere Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“, erklärte Gernot Grumbach, Bezirksvorsitzender, und forderte „mehr Zeit und Raum für Debatten.“ „Ein offener, freier an der Sache orientierter Austausch von Argumenten führt zu besseren Beschlüssen“, so der Antrag mit der Überschrift „Mehr Demokratie wagen.“ Die Urwahlen von Kandidaten für Bü…
Bild: „Wir gewinnen Hessen“ - Auftakt zum Kommunalwahlkampf am 23.1. mit Sigmar Gabriel in HofheimBild: „Wir gewinnen Hessen“ - Auftakt zum Kommunalwahlkampf am 23.1. mit Sigmar Gabriel in Hofheim
„Wir gewinnen Hessen“ - Auftakt zum Kommunalwahlkampf am 23.1. mit Sigmar Gabriel in Hofheim
In die heiße Phase des Wahlkampfes zur Kommunalwahl am 27. März startet die SPD in Südhessen am Sonntag, den 23.1.2011, in der Hofheimer Stadthalle. Erwartet werden der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel und der SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel. Außerdem werden die Hofheimer Bürgermeisterin Gisela Stang sowie Oliver Conz, Landratskandidat für den Main-Taunus-Kreis, reden. „Wir sind die Kommunalpartei in Hessen“, erklärt Gernot Grumbach, SPD-Bezirksvorsitzender, die Ziele der SPD. „Unsere Kommunalpolitiker sind es, die Freiheit,…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Schweinegrippe - Ist die angedachte Impfaktion wirklich so harmlos?Bild: Schweinegrippe - Ist die angedachte Impfaktion wirklich so harmlos?
Schweinegrippe - Ist die angedachte Impfaktion wirklich so harmlos?
Ist die Schweinegrippe wirklich eine reale Bedrohung oder nur Panikmache? Ist eine Impfung gegen die Schweinegrippe wirklich so harmlos, oder mit welchen Gefahren ist dabei zurechnen? Diese und weitere interessante Fragen rund ums Thema "Schweinegrippe und Impfen" wurden in einer sehr aufschlussreichen Talkrunde in der Sendung "Gesundheit - Natur" mit …
Bild: VNR - Studie: Schlechte Noten für Regierung bei Schweinegrippe-ImpfungBild: VNR - Studie: Schlechte Noten für Regierung bei Schweinegrippe-Impfung
VNR - Studie: Schlechte Noten für Regierung bei Schweinegrippe-Impfung
Bonn – Erst gab es Panikmache, dass der Impfstoff gegen die Schweinegrippe nicht für alle reichen würde – jetzt wissen die Bundesländer nicht, wie sie die bestellten Dosen am besten wieder los werden. Doch warum gab es so viele Impfverweigerer in der Bevölkerung? Das Expertenportal VNR.de hat nachgefragt. Die Ergebnisse zeigen, neben einer deutlichen …
Bild: Schweinegrippe – Schluss mit Panikmache - Kostenlose Broschüre zum Thema SchweinegrippeBild: Schweinegrippe – Schluss mit Panikmache - Kostenlose Broschüre zum Thema Schweinegrippe
Schweinegrippe – Schluss mit Panikmache - Kostenlose Broschüre zum Thema Schweinegrippe
Bonn –Die Schweinegrippe breitet sich immer weiter aus und wird uns wohl auch in den kommenden Jahren begleiten. Was kann jeder Einzelne tun, um sich zu schützen? Wie gefährlich ist die Schweinegrippe wirklich? Welche Nebenwirkungen sind bei einer Schweinegrippe-Impfung zu erwarten? Das Expertenportal VNR.de hat die wichtigsten Antworten auf Fragen zur …
Bild: Onlinetest ermittelt Risiko einer SchweinegrippeinfektionBild: Onlinetest ermittelt Risiko einer Schweinegrippeinfektion
Onlinetest ermittelt Risiko einer Schweinegrippeinfektion
Weiterstadt. Die Webseite grippetester.de bietet seit heute eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit das Risiko für eine Infektion mit der „Schweinegrippe“ zu testen. Der Ratsuchende beantwortet sechs kurze Fragen zu seinen Symptomen und Risikofaktoren. Nach der Auswertung, die ohne Wartezeit auskommt, erhält der Ratsuchende eine Einschätzung wie …
Bild: Schweinegrippe fehlen die Bilder für extrem hohe MedienpräsenzBild: Schweinegrippe fehlen die Bilder für extrem hohe Medienpräsenz
Schweinegrippe fehlen die Bilder für extrem hohe Medienpräsenz
Im Vergleich zu Vogelgrippe und BSE ist die Medienberichterstattung zur Schweinegrippe deutlich weniger präsent, so lautet das Kernergebnis einer Medienanalyse von Ausschnitt Medienbeobachtung. Im Auftrag der Redaktion ZDF-Reporter untersucht die Analyse die Medienpräsenz der drei Pandemien in zwölf meinungsführenden deutschen Zeitungen und Zeitschriften. …
Bild: Schweinegrippe erreicht E-Mail-InboxenBild: Schweinegrippe erreicht E-Mail-Inboxen
Schweinegrippe erreicht E-Mail-Inboxen
Spammer nutzen alarmierende Schlagzeilen rund um die potenzielle Schweinegrippe-Pandemie für ihre eigenen Zwecke aus Holzwickede, 29. April 2009 – Der Antivirenspezialist BitDefender warnt vor einer neuen Spam-Welle, die im Zusammenhang mit der weltweiten aktuellen Berichterstattung rund um die Schweinegrippe einhergeht und somit reichlich Nährboden …
Bild: Die große Unsicherheit: Schweinegrippe ImpfungBild: Die große Unsicherheit: Schweinegrippe Impfung
Die große Unsicherheit: Schweinegrippe Impfung
Impfen oder abwarten ist zur Zeit die große Frage, die uns alle beschäftigt. Deutschland ist geteilt und die Unsicherheit bleibt. Mit der zweiten Schweinegrippewelle hat auch die Massenimmunisierung in Deutschland begonnen. Das unabhängige Verbraucherportal www.tipps-vom-experten.de fasst in einem ausführlichen Bericht die Risiken und Vorteile der Impfung …
Bild: Schweinegrippe Impfung und mögliche AlternativenBild: Schweinegrippe Impfung und mögliche Alternativen
Schweinegrippe Impfung und mögliche Alternativen
Am 26. Oktober startet die Schweinegrippe Impfung in Deutschland. Dann steht jeder persönlich vor der Entscheidung, ob er sich und seine Familie impfen lässt. Wollen Sie der offiziellen Empfehlung der STIKO folgen oder eigene Wege gehen? Nachdem die Schweingrippe Impfung inzwischen auch in der Presse heiß diskutiert wird und zahlreiche Ärzte den Sinn …
Schweinegrippe-Impfung soll im Oktober beginnen - Informationen zum Impfplan gegen Schweinegrippe A/H1N1
Schweinegrippe-Impfung soll im Oktober beginnen - Informationen zum Impfplan gegen Schweinegrippe A/H1N1
Mit einem breit angelegten Impfplan rüstet sich Deutschland gegen die Gefahren der Schweinegrippe. Die Bundesregierung will am Mittwoch, 19. August, die Regeln im Detail beschließen. Das Verbraucherportal Krankenkassen.de fasst den aktuellen Stand der Beratungen zusammen. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zur Vorgehensweise bei der …
Bild: Schweinegrippe – Virus mutiert ++ H1N1 zeigt erste MutationenBild: Schweinegrippe – Virus mutiert ++ H1N1 zeigt erste Mutationen
Schweinegrippe – Virus mutiert ++ H1N1 zeigt erste Mutationen
arzneimittel.de – einfach gesund beraten ++ Schweinegrippe-Virus zeigt erste Mutationen. Schweinegrippe-Virus mutiert Die Neue Grippe ist mutiert. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilt, starben in Norwegen bereits zwei Menschen an dem veränderten Schweinegrippe-Virus. Auch in Brasilien, Mexiko, Japan, China, der Ukraine und den USA sind …
Sie lesen gerade: „Stromausfall und Schweinegrippe“