(openPR) 23.06.2009 (Bremen) Die Deutsche Seemannsmission (DSM) startet unter dem Namen "Piraten : Bedrohung auf See" ein Aktions-Programm, um Seeleuten in der Gefahr der modernen Piraterie zur Seite zu stehen und über den Alltag von Seeleuten aufzuklären.
Mit 400 Standorten weltweit verfügen die internationalen Seemannsmissionen über Anlaufstellen in fast allen wichtigen Häfen. Die Seemannsmission ist damit international der Verbund, der die meisten Kontakte mit Seeleuten und damit auch die meisten Erstkontakte mit von Piraterie betroffenen Seeleuten hat.
Das neue Aktions-Programm hilft sowohl Seeleuten, die bereits Angriffen ausgesetzt waren, als auch Seeleuten, die gefährdete Gewässer befahren. Da die Abfahrts- und Ankunftshäfen häufig weit entfernt von den Problemzonen liegen, ist ein weltweites Netzwerk notwendig, um die Seeleute zu erreichen. Dies kann derzeit nur die Seemannsmission bieten. Auch in den Häfen Deutschlands laufen Schiffe mit Betroffenen ein. Die Deutsche Seemannsmission hat Anlaufstellen in 16 deutschen Häfen und darüber hinaus 17 Auslandsstationen in bedeutenden Häfen. Sie ist damit ein wichtiger Impulsgeber im internationalen Dachverband der christlichen Seemannsmissionen (ICMA).
Auf der Internetseite www.bedrohung-auf-see.de sind Berichte von Betroffenen und Mitarbeitern der Deutschen Seemannsmission zu finden. Dort kann auch direkt gespendet werden. Die Deutsche Seemannsmission bittet um Unterstützung, da die weltweite Notfallseelsorge und das Engagement zur Stressbewältigung sich nicht selbst tragen.
"Piraten : Bedrohung auf See" - helfen wir den Seeleuten
Verstärkung der Besuche an Bord
Seeleute trifft man zunehmend häufig nur an Bord, wegen immer kürzerer Liegezeiten der Schiffe und Sicherheitszonen in den Häfen. So verhindert der International Ship and Port Facility Security Code (ISPS), dass sich Seeleute frei bewegen können. Die Mitarbeitenden der Seemannsmission dürfen in die Sicherheitszonen hinein und gehören in den Häfen zu den wenigen Besuchern, die an Bord kommen. Nur im direkten Gespräch erhält man Hinweise, ob Crewmitglieder traumatisiert sind oder andere Probleme vorliegen. Die Benachrichtigung über Piratenangriffe durch Reedereien unterbleibt häufig. Die Besuche an Bord sollen im Hinblick auf die Piratenproblematik verstärkt werden.
Ausweitung der Schulung in Krisenintervention
Die Mitarbeitenden der Seemannsmission sind erfahren im Umgang mit vielsprachigen Besatzungen, deren täglichen Problemen und der Vermittlung von Hilfe. Dies umfasst auch Seelsorge und Krisenintervention. Im Rahmen von "Piraten : Bedrohung auf See" werden die Mitarbeitenden der Deutschen Seemannsmission verstärkt geschult und auf Hilfen für die betroffenen Seeleute vorbereitet.
Aufbau von lokalen Kompetenz-Netzwerken
Um schnell und unbürokratisch helfen zu können, erweitert die Seemannsmission in den Häfen ihre lokalen Kompetenz-Netzwerke, um bei Erstkontakten mit Piratenopfern Spezialisten und praktische Hilfe zu vermitteln. Der Wunsch der Deutschen Seemannsmission ist es, das Wissen um Trauma-Behandlung nach Piratenüberfällen in einem Kompetenzzentrum zu sammeln.
Politische Forderungen
Die Deutsche Seemannsmission setzt sich gemäß ihres Leitspruches "support of seafarers' dignity" in weltweiten Gremien für die Würde der Seeleute ein. Dabei wird das Recht auf Unversehrtheit an Leib und Seele betont. Diese Forderung muss so friedlich und nachhaltig als möglich durchgesetzt werden. Dies hieße, vor allem bei den Ursachen der Piraterie anzusetzen und diese zu beseitigen. Anrainerstaaten in allen betroffenen Weltregionen, nicht nur am Horn von Afrika, müssen in die Lage versetzt werden, Piraten aufhalten und ihnen alternative Lebensperspektiven bieten zu können. Darüber hinaus sollte neben der Abwehr von Angriffen auch die Nachsorge für betroffene Seeleute einen höheren Stellenwert erhalten. Dieser Aspekt spielt in der bisherigen Diskussion keine Rolle.
"Piraten : Bedrohung auf See" Informationsveranstaltungen
Mit einer Reihe von Veranstaltungen wird die Deutsche Seemannsmission über die Hintergründe der modernen Piraterie aufklären und zeigen, an welchen Stellen Seeleute und Reedereien betroffen sind. Die Mitarbeitenden der Deutschen Seemannsmission zeigen dabei den Alltag von Seeleuten. Die Wirklichkeit entspricht nicht den Vorstellungen vieler Menschen. Leben und Arbeiten an Bord ist z.B. rauer und professioneller als häufig vermutet. Seeleute erfüllen eine wichtige Funktion für unsere Gesellschaft. Sie verdienen unseren Respekt, unsere Hilfe und unseren Schutz.
Lagebericht Piraterie
Auf der Internetseite www.bedrohung-auf-see.de kann ab sofort der "Lagebericht Piraterie der Deutschen Seemannsmission" kostenlos abonniert werden. Er berichtet über aktuelle Ereignisse, zeigt Hintergründe zum Leben an Bord und lässt Seeleute zu Wort kommen.
Auf der Seite www.bedrohung-auf-see.de sind weitere Informationen zu dem Aktions-Programm zu finden. Die Deutsche Seemannsmission bittet um Spenden, um das Programm weltweit voranzubringen. Es kann auf der Internetseite direkt gespendet werden. Benötigt werden für das laufende Jahr 45.000 Euro, um das Aktionsprogramm einzuleiten.
Spendenkonto
Empfänger: Deutsche Seemannsmission e.V.
Bank für Sozialwirtschaft (BFS)
Konto: 4409400
BLZ: 25120510
BIC: BFSWDE33HAN
IBAN: DE15251205100004409400
Verwendungszweck: "Piraten Bedrohung auf See"
Zeichen Kurzversion (mit Leerzeichen): 1.642
Zeichen Langversion (mit Leerzeichen): 5.406
Download, Übersicht und Beschreibung d. Videos:
unter http://www.youtube.com/bedrohungaufsee
von Interviews mit:
- Deutschen Seeleuten in Hongkong
Download Transkription: http://preview.tinyurl.com/mm9yaq
- Seemannsdiakonin Martina Platte, Internationaler Seemannsclub Hongkong
Download Transkription: http://preview.tinyurl.com/mnnfx7
- Seemannsdiakonin Corinna Dohotariu, Internationaler Seemannsclub Hamburg
Download Transkription: http://preview.tinyurl.com/mm774s
- Prof. Kapt. Peter Irminger, Institut für Nautik - Hochschule Bremen
Download Transkription: http://preview.tinyurl.com/n5d2rk
- Dr. Margrit Wetzel (MdB), Vizepräsidentin Deutsche Seemannsmission
Download Transkription: http://preview.tinyurl.com/ldjzjx
- Pastor Hero Feenders, Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission
Download Transkription "Bedrohung auf See": http://preview.tinyurl.com/l6ttqb
Download Transkription "Deutsche Seemannsmission": http://preview.tinyurl.com/n5b8lm
Bei Interesse an sendefähigem Material der Interviews auf DVD (ca. 5
GB) inkl. Antextern, mit und ohne Bauchbinden, wenden Sie sich bitte an DSM Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit(s.u.).
Download Grafik-Standards des Aktionsprogramms:
Grafik (DSM, Kling/IMB): http://preview.tinyurl.com/l55f48
Beschreibung: Kampagnenmotiv mit Schwerpunkten der Piraterie auf geografischer Karte und Foto von Patrouillenfahrt
Grafik (DSM): http://preview.tinyurl.com/lf7bt7
Beschreibung: Der Schriftzug mit Webadresse "www.bedrohungaufsee.de" als CMYK-pdf (13KB)
Grafik (DSM): http://preview.tinyurl.com/mxfrrv
Beschreibung: Der Kampagnentitel "Piraten : Bedrohung auf See" mit Kampagnenlogo als cmyk-pdf (46KB)
Download Fotos:
Foto (DSM, MKlee): http://preview.tinyurl.com/mk5jae (330KB, jpg)
Bildbeschreibung: Pressekonferenz zum Start des "Piraten : Bedrohung auf See"-Aktionsprogramm der DSM, links Prof. Kapt. Peter Irminger, Institut für Nautik - Hochschule Bremen, rechts Pastor Hero Feenders, Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission
Foto (DSM, MKlee): http://preview.tinyurl.com/ndgz2z (380KB, jpg)
Bildbeschreibung: Pressekonferenz zum Start des "Piraten : Bedrohung auf See"-Aktionsprogramm der DSM, links Prof. Kapt. Peter Irminger, Institut für Nautik - Hochschule Bremen, rechts Pastor Hero Feenders, Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission
Foto (DSM, MKlee): http://preview.tinyurl.com/nbraor (360KB, jpg)
Bildbeschreibung: Pressekonferenz zum Start des "Piraten : Bedrohung auf See"-Aktionsprogramm der DSM, ganz links im TV Seemann im Videointerview, links André Schlesselmann, DSM Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit, Mitte Prof. Kapt. Peter Irminger, Institut für Nautik - Hochschule Bremen, rechts Pastor Hero Feenders, Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission
Foto (DSM, MKlee): http://preview.tinyurl.com/nkdm75 (2,4 MB, jpg)
Bildbeschreibung: Pressekonferenz zum Start des "Piraten : Bedrohung auf See"-Aktionsprogramm der DSM, Raumansicht mit Pressevertretern
Foto (DSM, GKling): http://preview.tinyurl.com/notjrw
Bildbeschreibung: Deutsche Seemannsmission Antwerpen - Seemannsdiakon Jörg Pfautsch geht zum Besuch an Bord. (3MB, jpg)
Foto (DSM, J.Kammigan): http://preview.tinyurl.com/ljcqvd
Bildbeschreibung: Interview mit Hans-Peters Henning, Ingenieur, Hongkong 2007. (500KB, jpg)
Foto (DSM, J.Kammigan): http://preview.tinyurl.com/lkqahs
Bildbeschreibung: Interview mit Paul Friedrich Bauer, Kapitän, Hongkong 2007. (400KB, jpg)
Foto (DSM, J.Kammigan): http://preview.tinyurl.com/mjvm9j
Bildbeschreibung: Interview mit Reinhardt Schlömp, Chefingenieur, Hongkong 2007. (40KB, jpg)
Foto (DSM, J.Kammigan): http://preview.tinyurl.com/ktwavw
Bildbeschreibung: Interview mit Seemannsdiakonin Martina Platte, Internationaler Seemannsclub Hongkong 2007. (500KB, jpg)
Foto (DSM): http://preview.tinyurl.com/nl95yv
Bildbeschreibung: Interview mit Seemannsdiakonin Corinna Dohotariu, Internationaler Seemannsclub Hamburg "Duckdalben" 3.4.2009 im Internationalen Seemannsclub Hamburg
"Duckdalben" (4MB, jpg)
Foto (DSM): http://preview.tinyurl.com/lmpgw6
Bildbeschreibung: Interview mit Prof. Kapt. Peter Irminger, Institut für Nautik - Hochschule Bremen
28.3.2009 bei der Deutschen Seemannsmission (DSM) Hamburg-Altona am Hafen. (600KB, jpg)
Foto (DSM): http://preview.tinyurl.com/malsx9
Bildbeschreibung: Interview mit Dr. Margrit Wetzel (MdB), Vizepräsidentin Deutsche Seemannsmission 3.4.2009 im
Internationalen Seemannsclub Hamburg "Duckdalben" (300KB, jpg)
Foto (DSM): http://preview.tinyurl.com/l76879
Bildbeschreibung: Interview mit Pastor Hero Feenders, Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission 3.4.2009 im Internationalen Seemannsclub Hamburg
"Duckdalben" (4MB, jpg)
Bei Interesse an anderen Bildformaten (ai, eps, pdf) wenden Sie sich bitte an DSM Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit(s.u.).
Frei zur Veröffentlichung, Belegexemplar bzw. Hinweise auf Veröffentlichungstermine erbeten.













