(openPR) 29.06.2009 (Bremen) Pastorin Heike Proske (47) wurde als neue Generalsekretärin der in Bremen ansässigen Deutschen Seemannsmission e.V. (DSM) in ihr Amt eingeführt. Sie tritt damit ab 1.Juli die Nachfolge von Pastor Hero Feenders (62) an. In einem Gottesdienst in der St. Stephani-Kirche begrüßte der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses der Deutschen Seemannsmission, der Landesbischof der Schaumburg-Lippischen Landeskirche, Jürgen Johannesdotter, die neue Generalsekretärin und verabschiedete zugleich den bisherigen Stelleninhaber.
Heike Proske ist Pfarrerin der Evangelischen Kirche von Westfalen, Mutter von zwei Kindern und mit einem Pfarrer der Ev. Presbyterianischen Kirche Togos verheiratet. Bis Ende März diesen Jahres leitete sie als Seemannspastorin acht Jahre lang die Station der Deutschen Seemannsmission in Lomé, Togo das "Foyer des Marins". Daneben betreute sie im Ehrenamt für die EKD die deutschsprachige Gemeinde in Togo und Benin. Davor war die geborene Westfälin (Oelde) zehn Jahre als Gemeindepfarrerin in Dortmund tätig. Befragt nach den Aufgaben in den ersten Tagen im Amt und ihren Hoffungen für die Zukunft der Seemannsmission, sagte die neue Generalsekretärin: "Zu Begin ist es mir wichtig den Kontakt zu den Stationen der Deutschen Seemannsmission aufzunehmen und wahrzunehmen, wie die spezifische Situation der Seeleute und Mitarbeitenden in den Häfen weltweit ist. Dass die Arbeit, die wir tun, den Seeleuten zugute kommt, muss dabei das Ziel bleiben. Ihre Würde wollen wir unterstützen!"
Der Pastor der Bremischen Kirche und Vorgänger im Amt des Generalsekretärs, Hero Feenders, hat sechs Jahre die Geschicke der Auslandsarbeit und des Verbandes der Deutschen Seemannsmission theologisch geleitet. 1994 bis 2003 war er Leiter der Bremer Seemannsmission. Feenders ist 1946 in Emden (Ostfriesland) geboren.
Der Kontakt zur Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) sei von ihm auf eine Basis des gegenseitigen Vertrauens und der Offenheit gestellt worden. Dies sagte der Präsident der Deutschen Seemannsmission, Prof. Dr. Gerhard Mehrtens in einer Würdigung im Anschluss an den Gottesdienst. Pastor Feenders habe die Beziehungen zum Verband Deutscher Reeder (VDR) intensiviert. In der Folge würden freiwillige Schiffsabgaben für die Auslandsarbeit jährlich durch die Mitgliederversammlung des VDR empfohlen. Dadurch könnten Einbußen, die durch Kürzungen der EKD entstanden seien, teilweise gegenfinanziert werden. Die zweite Weltkonferenz der DSM in Bremen und in der Landeskirche Oldenburg habe dort die Aufmerksamkeit für die Arbeit der DSM erhöht. Kürzlich sei der 32. Deutsche Evangelische Kirchentag in Bremen als ein 'Kirchentag der Schiffe' gefeiert worden. Dies sei durch die Anregung Feenders', die "Cap San Diego" nach Bremen zu holen und seine Mitwirkung im "Zentrum Welthandel" maßgeblich initiiert worden.
In seinem Abschlußbericht auf der Mitgliederversammlung im April diesen Jahres sagte Feenders zum Thema Piraterie: "Wir können nicht zuschauen, wie das Leben von Seeleuten zerstört wird, weil keine fachliche Aufarbeitung solcher traumatischen Erlebnisse angeboten wird." Daher initiierte er ein jüngst ein Aktionsprogramm mit dem Titel "Piraten: Bedrohung auf See" (www.bedrohung-auf-see.de), in dem das Angebot der DSM ausgeweitet wird, mit den Seeleuten erste Gespräche führen zu können, die eine weitere therapeutische Begleitung einleiten. Zurückgehende kirchliche und staatliche Mittel würden die DSM zukünftig vor die Herausforderung stellen breitere Unterstützung in Politik und Gesellschaft für ihre Arbeit zu suchen. Abschließend resümierte er, dass in der maritimen Wirtschaft -und nicht nur in ihr- die Ökonomie, der Gewinn und das Verdienen obenan stünden, gefolgt von technischen Fragen und Weiterentwicklungen. Der menschlichen Seite der Seefahrt werde weniger Stellenwert eingeräumt, und sie würde mehr oder weniger unter dem Aspekt 'Kostenfaktor' eingestuft. "Die Seemannsmission muss sich immer wieder darin profilieren, dass sie auf das Wohl und die Würde des Seemanns achtet und anmahnt, wo eines von beidem in Vergessenheit zu geraten droht. Das mag hie und da unbequem sein. Unser Handeln und Reden muss sich aber davon leiten lassen, dass der Seemann als Mensch und geliebtes Geschöpf Gottes seinen Anspruch auf Lebensqualität und Menschenwürde behält. Wo das nicht gewährleistet ist, müssen wir zur Stelle sein und dem Sprachlosen unsere Stimme geben", so Feenders.
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Bildbeschreibung: Fünf Generationen Generalsekretäre der Deutschen Seemannsmission e. V. trafen sich bei der Amtseinführung der aktuellen Generalsekretärin Pastorin Heike Proske und Verabschiedung ihres Amtsvorgängers Pastor Hero Feenders am Freitag (26. Juni 2009) vor der St. Stephani-Kirche in Bremen (v.l.): Pastorin Heike Proske (ab 2009, erste Frau als Generalsekretärin der DSM e.V.) - Pastor Hero Feenders (von 2003 bis 2009) - Pastor Carl Osterwald (bis 1984) - Pastor Ulrich Wahl (von 1984 bis 1996, zwei Amtsperioden) - Pastor Dr. h. c. Jürgen Kanz (von 1996 bis 2003).
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