(openPR) Auf regionalentwicklung.de/pendler läßt sich jetzt berechnen, wie hoch der eigene Stundenlohn wirklich ist, wenn man Fahrzeiten und Fahrtkosten für den Weg zum Arbeitsplatz berücksichtigt. Der Pendler-Rechner von Regionalentwicklung.de ermöglicht auch eine Abschätzung künftiger Kosten, je nach Entwicklung der Energiepreise in Zukunft.
"Wie viel bleibt vom Lohn übrig, wenn man Fahrtzeiten als Arbeitszeiten rechnet?" fragt Norbert Rost, der Kopf hinter Regionalentwicklung.de. Seine Intention ist es, bewusst zu machen, wieviel Lebenszeit und Geld auf der Strecke bleiben – der Strecke von der Wohnung bis zum Arbeitsplatz. "Es gibt Regionen, in denen über 50% des Energieverbrauchs auf die Mobilität entfallen. Wie wollen diese Regionen mit den steigenden Energiepreisen nach Peak Oil umgehen?" fragt er und verweist damit auf das Problem des Höhepunkts der globalen Erdöl-Förderung. Ab diesem Punkt, der in den kommenden Jahren erreicht wird, ist mit einem knapperen Öl-Angebot bei steigenden Preisen zu rechnen.
Der Pendler-Rechner erlaubt es, eine grobe Schätzung des eigenen Zeit- und Kostenaufwands zu ermitteln und das Ergebnis ins Verhältnis zum eigenen Lohn zu setzen. Das Werkzeug soll dazu anregen, über neue Wirtschaftsstrukturen nachzudenken, die Norbert Rost in einer "Ökonomie der Nähe" sieht. Regionale Wirtschaftsstrukturen verkürzen die Transport- und Arbeitswege und verringern den Energiebedarf für Mobilität.
Prof. Udo Becker vom Lehrstuhl für Verkehrsökologie an der TU Dresden kommentiert die Intention hinter dem Pendler-Rechner so:
"Viele Autobesitzer verschätzen sich bei den tatsächlichen Kosten ihres Autos: Oft wird nur der Kraftstoff einbezogen; Anschaffung, Wertverlust, Inspektion, Reifen, Öl, TÜV-Gebühren, Steuern, Versicherung und andere Kosten werden oft viel zu niedrig geschätzt. Rechnet man alles zusammen, ergeben sich oft große Summen, die erst einmal verdient werden wollen. Große Überraschungen ergeben sich immer dann, wenn sich herausstellt, wie viele Stunden man eigentlich nur dafür arbeitet, dass man mit dem Auto zur Arbeit fahren kann. Oftmals ist es sogar sinnvoller, wenn man mit Bus oder bahn zur Arbeit fährt, obwohl das vielelicht sogar länger dauert als mit dem Auto: Wenn man die geringeren Kosten für Bus und Bahn in notwendige Arbeitszeit umrechnet, lohnen sich Bus und bahn oftmals direkt - und man kann dabei noch lesen oder ausspannen."













