(openPR) Auch in der Badesaison 2009 wird es keinen Badebus aus Allach-Untermenzing zur Langwieder Seenplatte geben. Bei der Entscheidung zum Abriss des Allacher Sommerbades durch Rot-Grün musste der Pasinger Badebus noch als Begründung herhalten. Damals behauptete die SPD, man könne mit dem Badebus unproblematisch zur Langwieder Seenplatte gelangen und somit sei ein Freibad in Allach-Untermenzing überflüssig. In Zukunft hält der Badebus aber nicht mehr nur nicht in Allach-Untermenzing, sondern wird von der städtischen Tochtergesellschaft MVG komplett eingestellt. Trotz eines CSU-Stadtratsantrags und eines eigens von Rot-Grün eingebrachten Dringlichkeitsantrags den Badebus zu erhalten und eine Linienführung durch Allach zu prüfen, stellt die städtische Tochtergesellschaft MVG den Pasinger Badebus bereits zur Badesaison 2009 komplett ein. Lediglich Dank der Firma Autobus Oberbayern, die nun vom S-Bahnhof Lochhausen aus die Langwieder Seenplatte anfahren wird, ist ein öffentlicher Verkehrsanschlusss zumindest für 2009 gesichert.
„Kleinlaut mussten die Stadtwerke und die Stadtverwaltung in der Diskussion um das Allacher Sommerbad zugeben, dass der Pasinger Badebus, der bisher vom Pasinger Bahnhof über das Schloss Blutenburg zur Langwieder Seenplatte fuhr, überhaupt nicht in Allach oder Untermenzing hält. Ein Anschluss über Lochhausen ist für Allach-Untermenzing keine Lösung, da man dabei mindestens zweimal umsteigen muss und nahezu eine Stunde Fahrtzeit benötigt.“ beklagt sich Gabriele Hartdegen, Kinder- und Jugendbeauftragte im Bezirksausschuss Allach-Untermenzing. „Als Familie mit kleinen Kindern ist das nicht zu machen! Die fehlenden Radwege tun ihr übriges zur schlechten Erreichbarkeit der Seenplatte.“
Im zuständigen Wirtschaftsausschuss des Stadtrats, als die Beschlussvorlage zum Pasinger Badebus vorgestellt wurde, brachte die CSU deshalb abermals einen Antrag ein, den Badebus zu erhalten und mit der bisherigen Linienführung über Pasing und Obermenzing und zusätzlich Allach-Untermenzing seitens der MVG fortzuführen. Obwohl Rot-Grün noch wenige Wochen zuvor einen eigenen Dringlichkeitsantrag mit derselben Forderung eingebracht hat, wollte die Rathausmehrheit dem CSU Antrag nun nicht folgen mit der Konsequenz, dass Allach-Untermenzing wieder einmal hinten runterfällt.
„Es ist schon bemerkenswert, dass sich mit der MVG, eine eigene Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt München, nicht einmal an einstimmig beschlossene Anträge des höchsten öffentlichen Organs, nämlich dem Münchner Stadtrat, halten muss.“ wundert sich deshalb Stadtrat Tobias Weiß über das hier zu Tage getretene Verständnis eigener städtischer Gesellschaften gegenüber Beschlüssen des Stadtrats.














