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Luxus-Resort bedroht isoliert lebendes Volk auf den Andamanen

15.06.200918:02 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Die Existenz einer isoliert lebenden indigenen Gruppe auf den Andamanen in Indien wird von dem Bau einer neuen Hotelanlage bedroht. Die 320 Angehörigen der Jarawa stehen erst seit 1998 mit der Außenwelt in Kontakt.

Die lokalen Behörden der Andamanen setzen sich gegen die neue Anlage ein. Sie haben Berufung gegen die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes von Kalkutta eingelegt, welche grünes Licht für das neue Hotel gegeben hat. Die Anhörung soll heute stattfinden.

Das neue Resort des indischen Reiseveranstalters Barefoot wird ungefähr 500 Meter weit entfernt von dem Reservat der Jarawa gebaut. Das Reservat wurde zum Schutz der Jarawa von der indischen Regierung eingerichtet. Barefoot hat bereits ein Hotel auf den Andamanen errichtet, welches angeblich unter anderem Oskarpreisträgerin Kate Winslet zu seinen Gästen zählt.

Survival Aktivistin Sophie Grig besuchte die Andamanen im letzten Jahr und sagt: „Das neue Resort wird neben einem Pfad gebaut, den die Jarawa regelmässig zum Jagen und Sammeln im Wald benutzen. Somit kann nicht mehr ausgeschlossen werden, dass Barefoot die Existenz dieses verletzbaren Volkes noch weiter gefährdet. Das Überleben der Jarawa wird bereits von Wilderern und einer Bundesstraße, die durch ihren Wald verläuft, bedroht.“

„Man muss sich fragen, warum Barefoot das Hotel so nahe an dem Jarawa-Reservat baut, wenn nicht um Touristen Zugang zu dem Leben der Jarawa zu ermöglichen. Die Anlage wird einen Zustrom von Arbeitern und Siedlern mit sich bringen, wodurch weiterer Druck auf das Land der isolierten Indigenen ausgeübt wird. Sie könnten ferner fremden Krankheiten, gegen die sie keine Immunität haben, und Alkohol ausgesetzt werden. Alkohol hatte bereits bei anderen indigenen Gruppen auf den Andamanen und anderswo verheerende Auswirkungen auf ihre Lebensweise.“

Barefoot beharrt jedoch darauf, dass die Entwicklung eines „nachhaltigen und sozial verantwortungsbewussten Tourismus“ Schwerpunkt ihrer Firmen-Philosophie sei.

Survival´s Bericht „Fortschritt kann töten“ beschreibt die katastrophalen Konsequenzen, die der Kontakt zur Außenwelt auf isoliert lebende indigene Gruppen haben kann: http://www.survival-international.de/kampagnen/fortschrittkanntoten

-ENDE-

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Raphael Göpel telefonisch unter +49 30 722 93 108 oder per E-Mail unter

Lesen Sie diese Meldung online unter:
http://www.survival-international.de/nachrichten/4666

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