(openPR) Wiesbaden. Die Zwischenbilanz des laufenden Jahres zeigt, dass gerade in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld eine Selbsthilfeeinrichtung wie die Bürgschaftsbank Hessen von der mittelständischen Wirtschaft und auch der Kreditwirtschaft stark gefragt ist.
Bis einschließlich Mai hat die Bürgschaftsbank Hessen bereits 89 Bürgschaften und Garantien übernommen. Diese stehen für 38 Millionen Euro Investitionen in Hessen - das bedeutet rund 1.050 neu geschaffene oder gesicherte Arbeitsplätze in Hessen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 77 Bewilligungen, im Gesamtjahr 2008 derer 184 gewesen.
"Interessant bei dem hohen Bürgschaftsvolumen dieses Jahres ist, dass 70 Prozent auf Investitionen entfallen und nicht auf Betriebsmittel", so Michael Schwarz, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Hessen, "entgegen der allgemeinen Wahrnehmung investiert die hessische Wirtschaft also weiterhin!"
Ebenso erfreulich: Die Ausfälle bewegen sich gegenwärtig noch in einem vertretbaren Maße. Bis Mai des laufenden Jahres mussten 20 Bürgschaften in Höhe von 1,5 Millionen Euro eingelöst werden, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 20 Ausfälle mit einem Volumen von 2,6 Millionen Euro gewesen. Trotz dieser positiven Entwicklung rechnet die Bürgschaftsbank jedoch für das Gesamtjahr 2009 mit steigenden Ausfallzahlen.
Aktuell beschlossen die Gesellschafter der Bürgschaftsbank weitere Neuerungen: Die Bürgschaftsbank arbeitet mit Hochdruck daran, dass voraussichtlich ab August in diesem Jahr alle kleinen und mittleren Unternehmen in Hessen eine "Bürgschaft oh-ne Bank" beantragen können. Bisher war dieses Programm ausschließlich Existenzgründern und Jungunternehmern vorbehalten gewesen. Die Bürgschaftsbank prüft den Antrag eines bestehenden Unternehmens ebenso zügig wie gewissenhaft und stellt bei guten Rentabilitätsaussichten eine Bürgschaftsurkunde aus. Diese erstklassige Sicherheit wirkt wie ein Gütesiegel, mit dem Unternehmen dann eine finanzierende Bank suchen können. Somit erleichtert eine Bürgschaft ohne Bank Finanzierungsgespräche mit einer Bank erheblich.
"Wir haben schon vor der aktuellen Wirtschaftskrise beobachtet, dass Unternehmen mit einer Bürgschaftszusage bei Bankgesprächen bessere Karten haben", sagt Michael Schwarz, "mit der Ausweitung unseres Programms "Bürgschaft ohne Bank" (BoB) erleichtern wir es generell Unternehmen und Banken, miteinander ins Geschäft zu kommen, weil wir den Großteil des Risikos übernehmen."
Bürgschaft ohne Bank für bestehende Unternehmen wird es bis zu einem Kreditvolumen von 500.000 Euro geben, dabei darf das Unternehmen maximal 500.000 Euro Bankschulden aufweisen. Bei höherem Kreditbedarf steht nach wie vor der Weg der klassischen Bürgschaft über die Hausbank offen. Bei dieser wurde die Bürgschafts-grenze unlängst auf 1,5 Millionen Euro erhöht - hier arbeitet die Bürgschaftsbank an einer erneuten Anhebung auf dann 2 Millionen Euro.
Weiterhin steht das hessische Sonderprogramm "Betriebsmittelbürgschaften" Unternehmen offen, die durch die Wirtschaftskrise in Liquiditätsnöte geraten sind, hierbei können bis zu 80 Prozent des Kredits besichert werden (ansonsten 60%).
Bei alledem hat die Bürgschaftsbank Hessen ihre Vergabekriterien unverändert gelassen: "Unternehmen, die Anfang 2008 eine Bürgschaft von uns bekommen hätten, bekommen sie auch heute", erläutert Michael Schwarz die Linie der Bürgschaftsbank Hessen, "doch umgekehrt bedeutet dies auch, dass ein Unternehmen, das Anfang 2008 keine Bürgschaft bekommen hätte, diese auch heute nicht bekommt".
Weitere Informationen und Ansprechpartner:
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