(openPR) Studie der Universität Bern untersucht die Trainee-Praxis in der Wirtschaft
Köln, 08.06.2009 – Trainee-Programme werden künftig noch bedeutender. Das ergab die Studie „Trainee-Programme für Absolventen der Wirtschaftswissenschaften in Deutschland“ von Melanie Schär. Die Autorin der Studie wurde von Birgit Giesen von Staufenbiel Media (ehemals Staufenbiel Institut) und Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Norbert Thom von der Universität Bern betreut.
So gaben rund 62 Prozent der befragten Unternehmen an, dass Trainee-Programme künftig noch an Bedeutung zunehmen. Die Spannweite der Programmdauer liegt zwischen sechs und 36 Monaten. Dabei ergibt sich ein Durchschnittswert von 17 Monaten. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Trend zur Verkürzung der Programme nicht bestätigt werden kann. Zum Vergleich: Im Jahre 2001 betrug die durchschnittliche Dauer rund 14 Monate. Die befragten Unternehmen geben am häufigsten Trainee-Zeiten von 18 Monate und 24 Monate an.
Etwa 60 Prozent der teilnehmenden Firmen legen den Ablauf ihrer Programme überwiegend standardisiert fest. So kann laut Studie nicht von einem Trend hin zur Individualisierung des Ablaufs gesprochen werden. Für 62 Prozent aller befragten Unternehmen ist die überwiegende praktische Arbeit, also das Prinzip Learning by Doing, das wichtigste Merkmal ihres Trainee-Programms.
Die Integration von Auslandsaufenthalten hat laut Studie erheblich an Bedeutung zugenommen. Waren im Jahr 2001 Aufenthalte im Ausland bei etwa 43 Prozent der befragten Unternehmen Bestandteil des Trainee-Programms, ist dieser Wert nun auf rund 65 Prozent gestiegen.
Für die Studie wurden 73 Unternehmen befragt, die in Deutschland Ausbildungs- und Trainee-Programme anbieten. Die Programme der in der Studie berücksichtigten Unternehmen richten sich schwerpunktmäßig an Universitäts- und Fachhochschulabsolventen der Volks- oder Betriebswirtschaftslehre, dauern mindestens sechs Monate und sind planvoll gestaltet und gesteuert. Befragt wurden Unternehmen der Branchen Banken, Handel und Verkehr, IT, Industrie, Versicherungen und sonstige Dienstleistungsunternehmen.










