(openPR) Aufklärung und Vorschriften sind im Rahmen medienpädagogischer Arbeit notwendig, können aber nur als Voraussetzung einer unterstützenden Jugendarbeit verstanden werden. Durch Verbot oder Aufklärung allein ist noch kein Projekt realisiert worden, geschweige denn ein tieferes Bewusstsein für den Sachverhalt entstanden.
Deshalb reicht es nicht aus, Kinder und Jugendliche über die Hintergründe und Bestimmungen des Urheberrechts zu informieren.
Für eine unterstützende Jugendmedienarbeit ist vielmehr wichtig Kindern, Jugendlichen und Multiplikatoren Alternativen anzubieten oder sogar, im besten Sinne eines kreativen und handlungsorientierten Ansatzes, sie dabei zu unterstützen, selbst Alternativen zu entwickeln.
Da für die meisten Medienprojekte eine Lizenzierung über die entsprechenden Verwertungsgesellschaften faktisch nicht zu finanzieren und formal kaum umzusetzen ist, bietet dieses System der „Freien Musik“ eine realistische Alternative.
Von diesem Geist war die Idee geprägt ein Entwicklungsprojekt zum Thema „Möglichkeiten der kostenfreien Musiknutzung im Rahmen von Medienprojekten“ durchzuführen.
Ziel des Projektes war es Pädagogen, Multiplikatoren und Jugendlichen Alternativen der kostenfreien und legalen Musiknutzung für Medienprojekte zu sensibilisieren und zu informieren.
In zwei Workshops (Krefeld und Hilden) wurden die Grundlagen und die praktische Nutzungsmöglichkeiten „GEMA-freier“ Musik und das so genannte Creative-Commons-Lizenzsystem (CC) detailliert vorgestellt und gemeinsam erörtert.
Alle Informationen zu diesem Thema werden von der LAG Lokale Medienarbeit NRW 2009 in einer Broschüre zusammengefasst und in der Schriftenreihe zur lokalen Medienarbeit publiziert.
(Schriften zur lokalen Medienarbeit 9)
Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW e.V.
Emscherstraþe 71
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Telefon: 0203/41058-10
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Über das Unternehmen
Die LAG Lokale Medienarbeit NRW e.V.:
Die Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW e.V. (LAG LM) besteht seit 30 Jahren und hat heute rund 160 Mitglieder, die in der nichtkommerziellen Medienarbeit und Medienbildung in den Regionen und Kommunen in Nordrhein-Westfalen aktiv sind. Die Mitgliedsorganisationen leisten eigenständige kulturelle, soziale, politisch-bildende und pädagogische Medienarbeit vor Ort.
Als Fachstelle ist die LAG LM für eine landesweite Vernetzung und Koordinierung der vielfältigen Medienarbeit verantwortlich. Sie führt in Kooperation mit Akteuren der Medienarbeit landesweite Projekte durch und unterstützt lokale und regionale Organisationen bei der Konzeption, Planung und Durchführung von Medienprojekten. Diese finden statt in den Sparten Film, Fernsehen, Video, Fotografie, Audio, Radio, Computer, Internet und Multimedia.
Darüber hinaus ist die LAG LM die politische und inhaltliche Interessenvertretung der Medienarbeit und Medienbildung in NRW. In Kooperation mit anderen Akteuren setzt sich die LAG LM für die Förderung und Weiterentwicklung medienpädagogischer Konzepte, Strukturen und Projekte ein und berät Entscheidungsträger auf fachlicher und strategischer Ebene.
Das konkrete Ziel der von der LAG LM vertretenen Medienarbeit ist die Vermittlung kritischer, an zukünftigen Entwicklungen und den Interessen der Zielgruppen orientierte Medienkompetenz.
Im Mittelpunkt dieser aktiven und kreativen medienpädagogischen Arbeit stehen vor allem Kinder, Jugendliche, Eltern, Senioren sowie Pädagogen und Pädagoginnen der Kinder- und Jugendarbeit.
Die Zielgruppen werden beim rezeptiven und aktiven Umgang mit Medien so unterstützt und qualifiziert, dass sie produktiv, aktiv und reflektierend die Vorteile und den Nutzen, aber auch die Risiken und den Einfluss der Medien einzuschätzen wissen.