(openPR) Computerspiele mit expliziter Gewaltdarstellung wie in Egoshootern werden immer wieder für eine erhöhter Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen verantwortlich gemacht. Eine neue Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel behauptet, dass dieser direkte Zusammenhang nicht hergestellt werden kann. Demnach führe der Konsum von Computerspielen mit expliziten Inhalt nicht automatisch zu erhöhter Gewaltbereitschaft. Dieser Zusammenhang kann erst durch die Berücksichtigung externer, sozialer Faktoren hergestellt werden.
Wie das Internetportal für Online Aktionen www.auvito.de mitteilt, wurde ferner ermittelt, dass ein Großteil der Eltern nur unzureichendes Wissen über die von ihren Kindern gespielten Computerspiele (www.auvito.de/pc-videospiele/1249/kategorie.html) aufweisen und ganze 64 Prozent halten ein eventuelles Verbot in Sachen Neue Medien selten oder nie für notwendig. Vor allem bei Eltern aus sozial schwachen Familien konnte dieses Verhalten gehäuft festgestellt werden. Sie vernachlässigen sowohl die generelle Medienerziehung als auch den konkreten Bedarf an Gesprächen wenn es um den täglichen Medienkonsum ihrer Kinder gehe.
Folgende Faktoren konnten als entscheidend für die Auswirkungen von Computerspielen und Co. auf Jugendliche ermittelt werden: Erziehungsstil im Elternhaus, Aufzwingen von Geschlechterklischees, eine schwach bis stark vorhandene Neigung zur Depression, das Verhältnis zu Mitmenschen im persönlichen Umfeld wie Schulkameraden und Lehrer und finanzielle Benachteiligung.
Aus wissenschaftlicher Sicht kann deshalb keine Rede von einer akuten Gefährdung von Jugendlichen durch gewaltdarstellende Computerspiele sein. Vielmehr stellen expliziten Medieninhalten ausgesetzte Jugendliche aus benachteiligten Milieus eine Risikogruppe dar.
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www.auvito.de/presse.html






