(openPR) Die Jungen Liberalen Stuttgart kritisieren die Entscheidung der Stadt Stuttgart, den Mietvertrag der für den 27. März geplanten Turniermesse „Intel Friday Night Game“ zu kündigen.
Die Stadt Stuttgart hat sich entschieden, aufgrund des tragischen Amoklaufs vor 14 Tagen das Computerspielevent „Intel Friday Night Game“ einseitig abzusagen. Diese Entscheidung lehnen wir aus mehreren Gründen ab.
„Diese Maßnahme ist kontraproduktive Symbolpolitik“ sagte der Kreisvorsitzende Ralf Hempel. „Nicht nur, dass dem gängigen Vorurteil eines kausalen Zusammenhangs zwischen Computerspielen und extremen Gewalttaten Vorschub geleistet wird“ so Hempel weiter. Der blinde Aktionismus der Stadt verhindere gar eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Thematik. „Die geplante ElternLAN hätte Eltern, Pädagogen und Politikern die Möglichkeit gegeben, sich vorurteilsfrei mit
dem Hobby Computerspielen auseinanderzusetzen“.
Auf der „Intel Friday Night Game“ spielen Computerspieler gegeneinander, die ihr Hobby professionalisiert haben. „Dieses Event taugt nicht als Projektionsfläche für Vorurteile und Ängste“ so Hempel weiter. „Die öffentliche Diskussion um einen möglichen Zusammenhang zwischen Gewalttaten und Computerspielen wird auf einem sehr niedrigen Niveau geführt“. Gerade Veranstaltungen, die zu einem offenen Austausch zwischen Computerspielern, Politikern und der Öffentlichkeit beitragen, müssten gefördert werden.
"Die Blockade des Computer-Turniers entbehrt jeder sinnvollen Begründung und schadet Fans, Computerspielern, dem Veranstalter Turtle Entertainment – Und der Öffentlichkeit, die eine Chance auf konstruktive Auseinandersetzung verloren hat." so Hempel. Von derartigen Veranstaltungen würden gerade bewusste und verantwortungsbewusste Computerspieler angesprochen, die Vorbild für die gesamte Nutzergemeinde sein können.
Wenn man Computerspielturniere 2 Wochen nach einem Amoklauf für unanständig hält – Warum dann nicht auch Actionfilme und Schützentraining? „Dass die Öffentlichkeit nicht nach Kino-Auszeit und Schießstandverbot schreit zeigt, dass sie das Prinzip, das hinter der Absage der „Intel Friday Night Game“ steht, ablehnt“ so Ralf Hempel.



