(openPR) Chinesisches Gericht verurteilt sechs Mönche in Chamdo zu harten Strafen
Am 5. Januar 2009 wurde über die Explosion eines Sprengsatzes in der Gemeinde Choekor, Bezirk Jomda, Präfektur Chamdo, TAR, berichtet *. Der Explosion folgten einige sporadische Proteste in der Gegend. Innerhalb von wenigen Tagen wurden sechs Mönche des Klosters Choekor, die friedlich demonstriert hatten, festgenommen.
Dem TCHRD wurde mitgeteilt, sie seien vor allem deswegen verhaftet worden, weil die Behörden sie verdächtigten, hinter dem Sprengstoffanschlag zu stehen. Bei der Gerichtsverhandlung in Jomda am 22. Mai wurden die Mönche wegen mehrerer Delikte wie Verursachung einer Explosion, Teilnahme an Protesten, Durchführung politischer Aktivitäten und der Weigerung, den Dalai Lama durch ihre Unterschrift als „Separatisten und anti-chinesische Kraft“ anzuprangern, schuldig gesprochen.
Das Volksgericht des Bezirks Jomda verurteilte die sechs Mönche wie folgt: Den Abt des Klosters Tenzin Gyaltsen (37), Nyichig (50), den ehemaligen Schatzmeister Ngawang Tashi (51) und Tashi Dorjee (30) zu je 15 Jahren Freiheitsentzug unter verschärften Bedingungen, den Gesangsmeister Jamyang Sherab (42) zu 13 Jahren und Tsering Palden (36) zu 12 Jahren ebenfalls unter verschärften Bedingungen.
Man weiß nichts über den Verlauf der Gerichtsverhandlung, ob den Angeklagten ein fairer und öffentlicher Prozeß zuteil wurde, oder ob sie einen Verteidiger gemäß dem Gesetz hatten. Das TCHRD ist in großer Sorge wegen der harten gegen diese Mönche verhängten Urteile und appelliert an die chinesische Regierung, ihnen mildernde Umstände zuzubilligen.
* Siehe: „Tibetische Demonstranten verprügelt und verhaftet“: http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2009/Chamdo.html











