(openPR) Die Krise hat den Arbeitsmarkt erfasst. Doch nicht überall ist die Lage schlecht: Ingenieure, Krankenpfleger und Lehrer werden auch in der tiefsten Rezession der Nachkriegszeit gefragt - und auch bei Banken stieg die Zahl der offenen Stellen.
Lehrer, Krankenschwestern, Sozialpädagogen oder Altenpfleger rangierten inzwischen bei den sofort zu besetzenden offenen Stellen hinter den Ingenieuren auf Platz zwei der am meisten gesuchten Mitarbeiter. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Deutschlandweit erwarten demnach 63.000 Arbeitgeber in den kommenden drei Jahren sogar noch einen steigenden Bedarf an Mitarbeitern in sozialen Berufen. Mehr als die Hälfte von ihnen befürchte Engpässe.
Während die Zahl der offenen Stellen in den Branchen Metall, Elektro, Maschinen- und Fahrzeugbau bereits im vierten Quartal 2008 um fast 50 Prozent sank, gab es im selben Zeitraum einen überraschend deutlichen Zuwachs von 39 Prozent unbesetzter Jobs bei Banken und Versicherungen. Insgesamt 17.200 Stellen waren im Schlussvierteljahr zu besetzen. Die IAB-Experten führen dies auf einen erhöhten Beratungsbedarf der Kunden als Reaktion auf die Finanzkrise zurück.
Insgesamt ist das Stellenangebot aber stark rückläufig. 870.000 offene Stellen waren im ersten Quartal 2009 zu besetzen, schreiben die Arbeitsmarktforscher. Das sind 221.000 weniger als im Schlussquartal 2008 und ein Minus von 273.000 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Der Rückgang betreffe nahezu ausschließlich Westdeutschland, da die ostdeutsche Wirtschaft weniger exportabhängig und daher von der Wirtschaftskrise bislang weniger hart getroffen sei.
Die Jobkrise erfasst in erster Linie die Industrie. Ende 2008 war die Zahl der offenen Stellen in den Branchen Metall, Elektro, Maschinen- und Fahrzeugbau um die Hälfte zurückgegangen. Mittlerweile wirke sich die Krise aber auch auf die meisten anderen Branchen spürbar aus, hieß es.





