(openPR) Es soll Unternehmen geben, da bekommen alle Hochschulabsolvent:innen nach ihrer Einstellung einen standardisierten Entwicklungsplan. Andere Unternehmen führen interne Assessments durch, um bei den Teilnehmer:innen sogenannte Wachstumsbereiche zu identifizieren. Nach deren Offenlegung werden diese Schwächen mit größter Sorgfalt – wie zufällig vom selben externen Beratenden, der sie identifiziert hat - bearbeitet.
So lebt eine ganze Branche äußerst auskömmlich davon, brave Mitarbeiter:innen noch vergleich-, anpass- und austauschbarer zu machen als sie ohnehin schon sind!
Das Gallup-Institut hat 1,7 Millionen Arbeitnehmer.innen in 63 Ländern gefragt, ob sie täglich eine Chance haben, am Arbeitsplatz ihre Stärken und Talente einzubringen. Lediglich 20 Prozent der Befragten bejahten diese Frage. (gallup studie 2022)
Trotz intensiver Diagnostik scheint es also immer noch so zu sein, dass die Mitabeiter:innen, die ihren ganz individuellen Mix aus Stärken und Talenten am Arbeitsplatz einsetzen können, deutlich in der Minderheit sind. Logisch, denn wer seine Energie darauf fokussiert, an seinen Schwächen zu arbeiten, dem fehlt sie, um für seine Stärken zu kämpfen. Menschen sind eben keine Maschinen, die sich auf Knopfdruck steuern oder beliebig schleifen lassen. Menschen verändern sich und brechen mit überholten Denkweisen und Gewohnheiten, weil sie es wollen. Man kann sie nicht entwickeln, das tun sie selbst oder gar nicht.
Potenzialorientierung statt Schwächenbearbeitung lautet daher die Haltung der Wertefabrik.
"Wir nutzen die die individuellen Energieqellen der Mitarbeiter:innen lieber, um außerordentliche Talente für die Unternehmen nutzbar zu machen", sagt Christoph Bader, Gründungspartner und Geschäftsführer der Wertefabrik der Hamburger Zeitung in einem Interview. Seine Botschaft in diesem Interview war sehr klar und deutlich. "Einzigartigkeit als Wettbewerbsvorteil. Nur wer sich erfolgreich differenziert, kann sich im immer schneller getakteten Wettbewerb behaupten. Je dichter, je „massiger“ das Wissen wird, mit dem wir konfrontiert sind, desto entscheidender wird die Fähigkeit, diesem Wissen mit eigenem Verstand zu begegnen. So produzieren Sie nicht mehr vom Gleichen, sondern ernten die Früchte der Vielfalt."
Klingt ganz danach, als könnte man bei der Wertefabrik so bleiben wie man ist - nur das Gute in einem wird besser. Denn jede Stärke wird gebraucht aber nicht jede Schwäche muss behoben werden.
Ein schöner und ermutigender Ansatz für Personalentwicklung in der heutigen Zeit!











