openPR Recherche & Suche
Presseinformation

BGH contra Sparkassen

30.04.200908:24 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: BGH contra Sparkassen

(openPR) Der Bundesgerichtshofs hat auf die Verbandsklagen eines Verbraucherschutzverbandes gegen zwei Sparkassen entschieden, dass bestimmte Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Sparkassen, die Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 AGB-Sparkassen nachgebildet sind, im Bankverkehr mit Privatkunden (Verbrauchern) nicht verwendet werden dürfen, weil sie diese unangemessen benachteiligen und deswegen nach § 307 BGB unwirksam sind. Klauseln die es einer Bank ermöglichen, Entgelte für Tätigkeiten zu erheben, zu denen sie gesetzlich und nebenvertraglich verpflichtet ist oder die sie im eigenen Interesse erbringt, sind in Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam. Auch das einseitige Preisänderungsrecht benachteiligt die Sparkassenkunden unangemessen, weil die Bedingungen, unter denen die Sparkassen zu einer Änderung berechtigt ist, unklar sind und die Klausel keine eindeutige Pflicht der Sparkassen zur Herabsetzung der Entgelte bei sinkenden Kosten enthält. Sie enthält für den Fall einer Preiserhöhung keine Bindung an den Umfang der Kostensteigerung und für den Fall sinkender Kosten keine Verpflichtung der Sparkassen zur Senkung der Entgelte. Dadurch wird es den Sparkassen ermöglicht, Preisänderungen nicht nur zur Abwälzung eigener Kosten, sondern zur Steigerung ihres Gewinns vorzunehmen und so das ursprünglich vereinbarte vertragliche Äquivalenzverhältnis zu ihren Gunsten zu verändern. Dies gilt auch hinsichtlich des in der Klausel enthaltenen einseitigen Zinsanpassungsrechts der Sparkassen. Danach muss eine Zinsänderungsklausel das Äquivalenzprinzip beachten und darf die Bank nicht einseitig begünstigen. Die Sparkassen müssen nach diesem aktuellen Urteil zahlreiche Kreditverträge ändern.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 305887
 129

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „BGH contra Sparkassen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Prof. Dr. Thieler - Prof. Huber - Heike - Thieler Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Bild: Auswirkungen der Insolvenz der Prometa GmbH auf Anleger bei Falk-FondsBild: Auswirkungen der Insolvenz der Prometa GmbH auf Anleger bei Falk-Fonds
Auswirkungen der Insolvenz der Prometa GmbH auf Anleger bei Falk-Fonds
Die Prometa Verwaltungs- und Treuhandgesellschaft mbH, die bei vielen der mittlerweile insolventen Anlagefonds der Falk Unternehmensgruppe als Treuhandgesellschaft fungierte, hat beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Mit Beschluss des Amtsgerichts – Insolvenzgerichts – München vom 27.05.2009 wurde zunächst die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Michael C. Frege, München, bestellt. Die Prometa fungierte bei nahezu allen Falk-Fonds a…
Bild: Anleger wehren sich gegen Forderungen der Multi Advisor Fund I GbRBild: Anleger wehren sich gegen Forderungen der Multi Advisor Fund I GbR
Anleger wehren sich gegen Forderungen der Multi Advisor Fund I GbR
Nach Auffassung mehrerer Oberlandesgerichte war die Anlagegesellschaft Multi Advisor Fund I GbR darauf angelegt, ihre Anleger zu schädigen. Dabei wurde von den Gerichten insbesondere bemängelt, dass der für den Zentralvertrieb zuständige branchenbekannte Michael Turgut mit seinem Unternehmen die Berater offenbar planmäßig unzureichend geschult hatte, damit diese den Anlegern keine Risiken der Anlage aufzeigen konnten. Für diese Schädigung soll neben dem Vertrieb nunmehr auch die die Multi Advisor Fund I GbR selbst verantwortlich gemacht werde…

Das könnte Sie auch interessieren:

Erfüllen alle Sparkassen ihren öffentlichen Auftrag?
Erfüllen alle Sparkassen ihren öffentlichen Auftrag?
Studie untersucht die Wertpapiergeschäfte aller 413 deutschen Sparkassen Die Studie mit dem Titel „Die Wertpapiergeschäfte der Sparkassen? – Eine Analyse der Anlagepolitik der deutschen Sparkassen“ belegt, dass einige Sparkassen ihrem öffentlichen Auftrag nicht mehr gerecht werden. Sie beruht auf der Analyse aller 413 Jahresabschlüsse des Jahres 2014 …
Geschenkt - 10.400 Euro für Tommy
Geschenkt - 10.400 Euro für Tommy
Mit einer umfangreichen Kampagne starten die ostdeutschen Sparkassen ihre Offensive im Wettbewerb um den Vertrieb der Riesterrente. Erstmalig bündeln die 51 Sparkassen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen gemeinsam mit ihren Verbundpartnern Deka, LBS und öffentliche Versicherer ihr Know-how und ihre Produkte im Bereich Altersvorsorge …
Bundespräsident liest Sparkassen die Leviten
Bundespräsident liest Sparkassen die Leviten
Die Sparkassen wollten sich eigentlich feiern – doch der Bundespräsident goss Wasser in den Wein. Auf einer Festveranstaltung in Berlin forderte Horst Köhler die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute auf, aus den Fehlern der Finanzmarktkrise zu lernen. Die Sparkassen sollten zu alten Tugenden zurückkehren. Dabei gab er konkrete Empfehlungen. Eigentlich …
Bild: Stiftungslösung für die Sparkassen liegt nicht im Interesse der LandkreiseBild: Stiftungslösung für die Sparkassen liegt nicht im Interesse der Landkreise
Stiftungslösung für die Sparkassen liegt nicht im Interesse der Landkreise
Der Deutsche Landkreistag lehnt die vom Sachverständigenrat angeregte Umwandlung der kommunalen Sparkassen in von Stiftungen getragene Aktiengesellschaften ab. „Dieses Modell wird der Funktion der kommunal getragenen Sparkassen überhaut nicht gerecht. Für uns ist die Trägerschaft der Sparkassen keine bloße Finanzanlage – die kommunalen Sparkassen sind …
Bild: Zukunftsweisendes Zeichen in der Sparkassen-Finanzgruppe: DSGF überspringt 100-Millionen- UmsatzmarkeBild: Zukunftsweisendes Zeichen in der Sparkassen-Finanzgruppe: DSGF überspringt 100-Millionen- Umsatzmarke
Zukunftsweisendes Zeichen in der Sparkassen-Finanzgruppe: DSGF überspringt 100-Millionen- Umsatzmarke
Die Deutsche Servicegesellschaft für Finanzdienstleister (DSGF) hat durch ihr passgenauesTransformationsportfolio für Sparkassen die 100-Millionen-Umsatzmarke übersprungen.Die Erfolgszahlen der DSGF zeigen, dass der Dienstleister mit seinem Portfolio die Bündelung derKräfte und Ressourcen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt und damit das …
Neue Aufgabenverteilung zwischen Sparkassen und Landesbanken
Neue Aufgabenverteilung zwischen Sparkassen und Landesbanken
8. Handelsblatt Jahrestagung "Zukunftsstrategien für Sparkassen und Landesbanken" (3. und 4. Februar 2010, Hotel InterContinental, Berlin) Berlin/Düsseldorf, November 2010. Während eine Konsolidierung bei den Landesbanken in Folge der Probleme bei der BayernLB, HSH Nordbank, WestLB und der Landesbank Baden-Württemberg immer wahrscheinlicher wird, sorgen …
Bild: proteco - Anpfiff für den Sparkassen Soccer Cup 2008Bild: proteco - Anpfiff für den Sparkassen Soccer Cup 2008
proteco - Anpfiff für den Sparkassen Soccer Cup 2008
Deutschland kickt wieder rot! Mit dem Anpfiff des Sparkassen Soccer Cup 2008 sind tausende Kinder und Jugendliche zum Fußballspielen in ganz Deutschland unter der roten Sparkassenflagge unterwegs. Insgesamt veranstalten die Sparkassen im gesamten Bundesgebiet in diesem Jahr 80 Vorrunden-, acht Zwischenrundenspieltage sowie ein Bundesfinale in Karlsruhe. …
Bild: Integration von FIOPORT S-VERMARKTUNG in OSPlusBild: Integration von FIOPORT S-VERMARKTUNG in OSPlus
Integration von FIOPORT S-VERMARKTUNG in OSPlus
Sparkassen nutzen Cross Selling Potential der Immobilienvermarktung jetzt auf Knopfdruck Ein Menüpunkt im OSPlus-System, dessen aktuelles Release derzeit deutschlandweit bei Sparkassen und Landesbanken ausgerollt wird, integriert jetzt exklusive Funktionalitäten der Makler-Software FIOPORT S-VERMARKTUNG in das Kernbankensystem OSPlus. Nachdem die Vermarktungslösung …
Bild: Bestandssicherung der Landesbanken darf nicht zulasten der Sparkassen gehenBild: Bestandssicherung der Landesbanken darf nicht zulasten der Sparkassen gehen
Bestandssicherung der Landesbanken darf nicht zulasten der Sparkassen gehen
… Landesbankensektors angemahnt. DLT-Präsident Landrat Hans Jörg Duppré (Südwestpfalz) forderte eine umgehende Neuausrichtung der Geschäftsmodelle, die nicht eine zusätzliche Konkurrenz zu den Sparkassen aufbaut: „Die Landesbanken müssen sich neu aufstellen, ihre Kompetenzen womöglich bündeln und sich unter Umständen zu größeren und spezialisierten Einheiten …
Geschäftsmodell der Sparkassen bewährt sich
Geschäftsmodell der Sparkassen bewährt sich
Presseinformation zur 7. Handelsblatt Jahrestagung Zukunftsstrategien für Sparkassen und Landesbanken (11. und 12. Februar 2009, InterContinental Berlin) Berlin/Düsseldorf, Oktober 2008. "Die Sparkassen sind trotz der Krise ein Hort der Stabilität", betonte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Heinrich Haasis, Ende September gegenüber …
Sie lesen gerade: BGH contra Sparkassen