(openPR) de Man liefert Software-Lösung für Agrata
Eine Software-Lösung für die Erfassung und Kennzeichnung von Kartoffeln entwickelte die de Man Industrie-Automation GmbH jetzt für die Agrarhandelsgesellschaft AGRATA. Das neue System auf Barcode-Basis gewährleistet eine lückenlose Rückverfolgbarkeit beim Ein- und Auslagerprozess und eine sortenreine Weiterverarbeitung.
Die AGRATA Agrarhandel GmbH & Co KG verpackt im Jahr ca. 200.000 Tonnen Kartoffeln und Zwiebeln. Fast alle großen Ketten des Lebensmitteleinzelhandels sowie viele weitere regionale Lebensmitteldistributeure gehören zu den Kunden des Handelsunternehmens. Für eine vollautomatische Erfassung und Kennzeichnung der angelieferten Kartoffeln sowie eine kontrollierte Zuführung zur Produktion benötigte Agrata eine Software-Lösung auf Barcode-Basis. Das neue System sollte die automatische Erfassung und Verwaltung von Kartoffel-Kisten, die Kennzeichnung und Rückverfolgung der in Kisten eingelagerten Kartoffeln sowie eine auftrags- und sortenreine Weiterverarbeitung gewährleisten. Beauftragt wurde die de Man Industrie-Automation GmbH, Spezialist für ganzheitliche Automationslösungen mit dem Schwerpunkt in der Elektro- und Steuerungstechnik.
Eindeutige Identifizierung dank Barcode
Zu den Leistungen der von de Man eingesetzten Software-Lösung gehört das Erfassen des Wareneingangs, die Kennzeichnung und Erkennung der Kartoffelkisten mittels Barcode-Etiketten, eine Kontrolle inklusive Zustandsanzeige beim Auslagerungsprozess sowie das Erfassen des Gewichts. Der Ablauf im Detail: Die angelieferten Hänger mit den Kartoffeln werden im Anlieferbereich gewogen. An einem PC-Arbeitsplatz werden hier zudem der Name des Landwirts, das Anlieferdatum, die Kartoffelsorte und eine Chargennummer eingegeben. Das PC-Programm erzeugt aus diesen Daten einen Barcode. Da eine Hänger-Ladung für maximal 25 Kisten Kartoffeln reicht, enthält der Barcode zusätzlich einen laufenden Index von 01 bis 25. Somit entstehen 25 verschiedene Barcodes. Jetzt werden an einem angeschlossenen Drucker 25 DinA4-Bögen mit Etiketten ausgedruckt. Auf jedem Bogen befinden sich zwei gleiche Etiketten mit identischen Barcodes, diese werden im späteren Verlauf auf die Vorder- und Rückseite der zur Einlagerung fertigen Kartoffelkisten geklebt. Neben dem Barcode enthalten die Etiketten auch die vier Angaben (s.o.) in Klarschrift. Zusätzlich werden die 25 Barcodes in ein Lagerverwaltungsprogramm als Bestand gebucht. Auf Anforderung kann die Anzahl der Etiketten auf 35 erhöht werden. Die Hänger werden nun in einer Vorratshalle umgekippt und die Kartoffeln in einer bestehenden Anlage zu ca. 1t in Kisten verpackt. Jede dieser Kisten wird auf der Vorder- und Rückseite mit den oben beschriebenen Etiketten versehen. So ist jede Kiste eindeutig hinsichtlich Herkunft, Anlieferdatum und Sorte identifizierbar. Die Etiketten müssen so angebracht werden, dass sie später bei der Zuführung zur Produktion im Lesebereich der Scanner liegen. Die Kisten werden anschließend eingelagert. Etiketten, die nicht benötigt werden (z.B. bei nur 22 Kisten), werden mit einem Hand-Scanner gelesen, und so aus der Lagerverwaltung wieder ausgebucht.
Kontrollierter Auslagerungsprozess mit 3-Farben-Ampel
Auf Bedarf werden die eingelagerten Kartoffeln aus der Produktion angefordert. Dazu werden die Kisten von einem Stapler, der mit einer Vorrichtung zum Kippen der Kisten ausgestattet ist, aus dem Lager geholt. Der Stapler bringt die Kisten zu einem Trog, an dem sich zwei fest definierte Stellen zum Entleeren befinden. Je Entleerungsstelle befindet sich an einem Ständer in 3m Höhe ein Barcode-Scanner, der so positioniert ist, dass er den Barcode auf dem Etikett der Kistenrückseite auslesen kann. Um die Sicht der Scanner auf die Barcodes frei zu halten, wird der beim Umfüllen der Kartoffeln entstehende Staub durch Druckluftschleier vor den Scannern abgeblasen. An einer Drei-Farben-Ampel wird dem Staplerfahrer jetzt das Ergebnis der Scannung angezeigt. Zeigt sie grün, dann kann der Inhalt der Kiste in den Trog gekippt werden. Die Buchung ist erfolgt. Zeigt die Ampel gelb, so konnte der Barcode nicht vollständig gelesen werden, z.B. aufgrund einer Beschädigung oder weil die Kiste nicht richtig positioniert wurde. Bei einer roten Ampel handelt es sich um einen falschen Barcode, d.h. eine nicht zum Auftrag gehörende Kiste wurde ausgelagert. Die Kiste darf somit auf keinen Fall gekippt werden. In den letzten beiden Fällen erfolgt entsprechend auch keine Buchung. Durch dieses Prinzip wird eine auftrags- und sortenreine Weiterverarbeitung sowie die ständige Aktualisierung des Lagerbestandes gewährleistet. Die gekippten Kartoffeln werden im Anschluss gewogen und so das vorgesehene Gesamtgewicht jedes ausgehenden Auftrages kontrolliert.













