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Energiekonzerne in der Kritik

21.04.2009 • 17:50 Uhr • Energie & Umwelt

(openPR) Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger halten das Klimaschutzengagement der Energieriesen RWE, E.on, Vattenfall und EnBW für unzureichend und die aktuellen Strompreise der Konzerne für überzogen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage von TNS-Emnid im Auftrag von Greenpeace hervor. Demnach bemängeln 85 Prozent aller Befragten die Strompreise großer Anbieter als zu hoch, 69 Prozent halten deren Investitionen in Erneuerbare Energien für nicht ausreichend.

"Die Deutschen haben es satt, überzogene Strompreise für dreckigen Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken zu zahlen", beurteilt Andree Böhling, Energieexperte von Greenpeace, die Ergebnisse der Umfrage. "Die Bundesbürger wollen mehr Investitionen in Erneuerbare Energien, keine waghalsigen Atomkraftprojekte und faire Preise."

Atomkraft ist für die Bundesbürger keine Alternative zum Ausbau der Erneuerbaren Energien. Deutliche 77 Prozent der Befragten sprachen sich gegen eine Beteiligung großer Stromkonzerne an osteuropäischen Atomkraftwerken aus. Eine Greenpeace-Studie hat unlängst gezeigt, dass die Energieversorger auch zukünftig vor allem in den Bereichen Kohle- und Atomstrom wachsen wollen. Im Jahr 2007 hatte RWE lediglich 0,8 Prozent seiner Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien ohne alte und längst abgeschriebene Wasserkraftanlagen gedeckt. Auch zukünftig plant RWE nicht mehr als 15 Prozent seiner Gesamtinvestitionen in Erneuerbare Energien zu lenken. "Die Politik muss gegen die Vormacht der vier Konzerne einschreiten und die Ziele beim Klimaschutz und Wettbewerb auf den Energiemärkten durchsetzen. Dafür muss eine unabhängige Netz-AG gegründet und das Erzeugungsmonopol der beiden Mächtigsten RWE und E.on begrenzt werden", fordert Andree Böhling.

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