(openPR) Wenn junge Menschen sich auf einmal wie Bienen, Ameisen oder Grashüpfer benehmen sollen, dann ist das eine enorme Herausforderung. Wie man diese meistern kann, erprobte die Jugendspielerschar der Sigmaringendorfer Waldbühne auf einem Theaterwochenende im Feriendorf Tieringen. Ab dem 13. Juni werden die Kinder und Jugendlichen auf der Naturbühne an der Donau im Stück „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“ von Rainer Lenz zu sehen sein.
Seit 30 Jahren verfügen die Sigmaringendorfer Theaterspieler über eine eigenständige Kinder- und Jugendgruppe. Auf dem Spielplan in diesem kleinen „Jubiläumsjahr“ steht mit der Biene Maja ein echter Klassiker der Kinderliteratur. Waldemar Bonsels schrieb ursprünglich die Romanvorlage, die Majas Abenteuer mit Kreuzspinnen, Hornissen und anderen Wiesenbewohnern schildert.
Bekannt wurde die Geschichte aber vor allem durch die Zeichentrickserie, die ab den 70er Jahren vom ZDF produziert und ausgestrahlt wurde.
Wer erinnert sich nicht an die Titelmelodie: „Und diese Biene, die ich meine nennt sich Maja,...“ von Karel Gott gesungen. Viele Generationen von Kindern sind mit Maja und ihren Freunden aufgewachsen und haben viel über das Leben in der Natur gelernt, denn die Geschichten hatten und haben auch heute noch einen pädagogischen Hintergrund.
Rund 70 Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 25 schlüpfen in Sigmaringendorf in die Rollen von Maja, Willi, Flip, Thekla und wie sie alle heißen. Alle Rollenträger ab 10 Jahren aufwärts nahmen nun zur Vorbereitung auf die Spielzeit an einem dreitägigen Theaterkurs im Feriendorf Tieringen teil.
Zunächst wurden schauspielerische Grundlagen trainiert. Die Teilnehmer sollten im Hinblick auf ihren Ausdruck, Gestik, Mimik und ihre Körpersprache in verschiedenen Übungen ihre Fähigkeiten erkennen und ausbauen. Wie man auf Kommando aus einer fröhlichen Haltung in eine wütende übergeht, wie man plötzlich trotz bester Laune endlose Traurigkeit zum Ausdruck bringt, das wurde dem Schauspielernachwuchs von erfahrenen Dozenten vermittelt. Christian Sauter, Theaterpädagoge aus Freiburg, kümmerte sich dabei hauptsächlich um die schon etwas älteren und erfahreneren Teilnehmer. Die jüngeren Spieler, die zum Teil erstmals an einem solchen Kurs teilnahmen, wurden von Tristan Berger, dem ehemaligen Dramaturgen der Württembergischen Landesbühne Esslingen, inzwischen Dozent an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, in die Theaterarbeit eingeführt. Finanzieren ließen sich diese hochkarätigen Lehrer nicht zuletzt dank großzügiger Spenden mehrerer Firmen und Einrichtungen aus der Region.
Nach den Grundlagen standen verschiedene Konzentrationsübungen auf dem Programm, bei denen manchem Nachwuchsdarsteller klar wurde, dass zum Schauspielen auch richtig harte Arbeit gehört. Schließlich stiegen Dozenten und Waldbühne-Regisseur Matthias Henne zum Abschluss des Wochenendes in die Rollenarbeit ein und bereiteten die Jugendlichen konkret auf die ihnen zugedachten Rollen vor.
In bester Laune und gestärkt in schauspielerischen Fähigkeiten und auch in der Kameradschaft kehrten die Teilnehmer schließlich erschöpft, aber zufrieden nach Sigmaringendorf zurück. Dort stehen nun wöchentlich zwei bis drei Proben auf dem Programm, schließlich muss die Inszenierung bis zum 13. Juni stehen. Dann können die Biene Maja und ihre Freunde live auf der Waldbühne erlebt werden.
Der Kartenvorverkauf startet übrigens am 20. April. Näheres dazu erfährt man auf der Homepage der Waldbühne unter www.waldbuehne.de.













