(openPR) „Für unsere Milchbauern geht es in diesen Wochen um die Existenz. Jeden Tag wird die Luft für die Betriebe dünner und die Politik hat außer gut gemeinten Ratschlägen immer noch keine konkreten Schritte unternommen.“ Diese deutliche Kritik richtete Edgar Dänner, Landesgeschäftsführer des Thüringer Bauernverbandes, an die Agrarminister von Bund und Ländern, die in dieser Woche zu einer Konferenz in Magdeburg zusammengekommen waren.
„Eine Politik der ruhigen Hand ist jetzt vollkommen verkehrt“, so Dänner. Er begrüßte zwar, dass in der heute verabschiedeten „Magdeburger Erklärung“ das Thema Milch im Mittelpunkt steht, bekräftige aber erneut die Forderung des Bauernverbandes nach der raschen Umsetzung eines Maßnahmenpaketes zur Unterstützung der Milchproduktion. „Statt schwammiger Worte brauchen unsere Betriebe sofort Hilfe“, appellierte Dänner.
So müsse die EU für schnelle Marktentlastung sorgen und sich dafür einsetzen, dass ein europaweites Schulmilchprogramm wirksam umgesetzt werde. Es könne nicht sein, dass die EU hier so viele bürokratische Hemmnisse aufbaue, dass die Abgabe von Schulmilch kaum attraktiv sei. Auf nationaler Ebene seien kurzfristige Liquiditätshilfen für die Agrarbetriebe dringend notwendig. Der Bauernverband sieht auch den Handel in der Pflicht. „Es ist skandalös, dass der Preiskampf des Lebensmitteleinzelhandels auf dem Rücken der Bauern ausgetragen wird. Lebensmittel sind keine Ramschware“ sagte Dänner. Zugleich erwarte er in den Preisverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel mehr Konsequenz von den Molkereien. Sie sollten kartellrechtlich legale Anbietergemeinschaften bilden, um dem Handel auf gleicher Augenhöhe begegnen zu können.









