(openPR) „Die richtige Intuition, dass die kommerzielle Beihilfe zum Suizid keine ethisch akzeptable Tat ist, rührt von der Sache und nicht von dem womöglich entstehenden finanziellen Gewinn des Sterbehelfers her. Die Assistenz bei der Selbsttötung befördert nämlich in jedem Fall eine Handlung, die philosophisch gerade nicht mit der viel beschworenen Autonomie des Menschen legitimiert werden kann. Die Fähigkeit des Menschen, sich eigene Gesetze zu geben, hat ihren Grund in der physischen Existenz der Person, sie ist Symptom und nicht Ursache unserer biologischen Seinsweise. Deshalb muss sich die legitime Reichweite der Selbstbestimmung auf den Bereich diesseits ihrer physischen Grundlage beschränken. Es ist nicht die Sache des Rauchs, über die Auslöschung des ihn verursachenden Feuers zu bestimmen. Die Selbsttötung ist keine ethisch gerechtfertigte Handlung, mag sie auch in seltenen Fällen menschlich nachvollziehbar sein“, so Axel W. Bauer in aktuellen Beitrag im Rheinischer Merkur v. 19.03.09.
Anmerkung:
Sollte diese Ansicht sich durchsetzen, dürfen wir mehr denn je Angst und Schrecken vor den Medizinethikern haben. Der ethische Neopaternalismus nährt den Boden für eine philosophische Geisteshaltung, die es gerade gilt, in der aktuellen Debatte um die ärztliche Assistenz beim Suizid zu überwinden. Es muss Sorge dafür getragen werden, dass sich nicht „italienische Verhältnisse“ bei uns einschleichen!
Nicht in der Selbsttötung ist der Alptraum zu erblicken, sondern gerade in solch fragwürdigen Botschaften mancher Medizinethiker, die sich fortwährend auf einer Mission befinden!
Lutz Barth












