(openPR) Personalarbeit ist in der Krise besonders entscheidend für die Sicherung von Unternehmen. Die zusätzliche Arbeit in den Personalabteilungen beginnt nicht erst dann, wenn Stellenstreichungen anstehen. Viele Personalentscheider setzen sich momentan eher damit auseinander, wie sie Personalabbau verhindern. Viele Programmpunkte in den fünf Praxisforen der Messe PERSONAL2009, die gestern begonnen hat, thematisieren dementsprechend die Rezession in der Wirtschaft und suchen nach Handlungsoptionen. Vorträge und Podiumsdiskussionen drehen sich um die Frage, wie Unternehmen sparen können, ohne auf Weiterbildung oder gar wichtige Schlüsselkräfte zu verzichten.
Seit gestern, 9 Uhr, ist die Messe PERSONAL2009 in vollem Gange. Personalverantwortliche, Geschäftsführer und Mitarbeiter von Personalabteilungen strömten in die Hallen 1 bis 4 des Messe- und Kongresszentrums M,O,C, in München. Noch nie hatten sich zu dem Event vorab so viele HR-Fachleute registriert wie dieses Mal. Der Veranstalter spring Messe Management rechnet deshalb zum zehnjährigen Jubiläum des größten süddeutschen HR-Events mit mehr als 4000 Fachbesuchern.
Süddeutschlands größte Fachmesse für Personalmanagement findet bereits zum zehnten Mal statt. Neu ist im Jubiläumsjahr 2009 nicht nur die Aufteilung in vier thematische Hallen (Hallen 1 bis 4), sondern auch der Austragungsort: Das Veranstaltungscenter M,O,C, München soll von nun an alle zwei Jahre im Wechsel mit der Messe Stuttgart zur Wirkungsstätte des HR-Events werden. Damit ist die PERSONAL die erste und einzige bedeutsame Veranstaltung für Personalverantwortliche in der bayerischen Metropole.
PERSONAL2009 boomt
Entgegen der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung hat die Messe in diesem Jahr ihren Aufwärtstrend fortgesetzt: 248 Aussteller zeigen ihre Produkte und Dienstleistungen – 40 mehr als im Vorjahr. Die Besucher profitieren zusätzlich von einem umfangreichen Messeprogramm. In mehr als 130 Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops spiegeln die Referenten und Diskutanten die aktuelle Lage des Human Resource Managements.
Bayerns Familienstaatssekretär Markus Sackmann plädierte in seinem Eröffnungsvortrag an die anwesenden Personalentscheider, angesichts der Rezession langfristige Ziele wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht aus den Augen zu verlieren. "Gerade in Krisenzeiten ist die Familie eine wichtige Stütze", hob Sackmann hervor. Unternehmen könnten mit Familienfreundlichkeit jedoch nicht nur einer gesellschaftlichen Aufgabe nachkommen, sondern gleichzeitig ihre Attraktivität bei Fach- und Führungskräften fördern. Das sei auf lange Sicht der entscheidende Erfolgsfaktor, denn allein in Bayern würden im Jahr 2030 1,5 Millionen Fachkräfte fehlen.
Der zweite Messetag
Die PERSONAL2009 hält auch am heutigen Donnerstag, 26. März, noch zahlreiche Highlights bereit: Keynote-Speaker Chris Davidson widmet sich in seinem Vortrag (auf Englisch) den Kommunikationsproblemen von Führungskräften, die angesichts von Jobunsicherheit in der Belegschaft momentan besonders elementar für Unternehmen sind. Laut Davidson fehlen manchen Managern schlicht die Präsentationsskills. Die Schwierigkeit bestehe auch darin, dass viele Firmen sich nur auf sich selbst konzentrierten. „Meiner Einschätzung nach werden die Unternehmen erfolgreich aus der Krise kommen, die sich am Markt orientieren und die Wünsche und Erfahrungen der Kunden in ihre eigene Welt integrieren“, sagte Präsentationsexperte Davidson vor der Messe im Interview mit dem Online-Portal HRM.de.
Wie Betriebe ihre Mitarbeiter momentan binden und motivieren können, ist auch Thema einer Podiumsdiskussion der Zeitschrift PERSONAL. Dr. Bettina Daser, wissenschaftliche Assistentin in Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie der Goethe-Universität Frankfurt, hat empirisch erforscht, welche Gefühlsmechanismen im Berufsalltag wirken. Über die Ergebnisse diskutiert Dr. Daser unter der Moderation von Chefredakteurin Ruth Lemmer mit Oliver T. Maassen, Head of Human Resources der UniCreditGroup und Dr. Wolfgang Brezina, Personalvorstand der Allianz Deutschland. In einer Podiumsdiskussion, die HRM.de gemeinsam mit der Süddeutschen Zeitung organisiert, steht der deutsche Mittelstand im Fokus. Unter der Moderation der freien Journalistin Christine Demmer debattieren Rüdiger Markl, Leiter Personalwesen Zentraleuropa der Lisa Dräxlmaier GmbH, Carolin Michalski, Head of Human Resources Marketing bei der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG, Harald Lenz, Anzeigenleiter Stellenmarkt der Süddeutsche Zeitung, und Doris Beer, Leitung Personalmanagement der Klüber Lubrication München KG, über zukunftsgerichtete Personalarbeit im Mittelstand.
Außerdem kann sich das Publikum auf zwei weitere hochkarätige Keynote-Vorträge freuen: Über die Vorteile von Serious Games referiert Prof. Dr. Heinz Mandl von der Ludwig-Maximilian-Universität München. In seiner Präsentation um 14.45 Uhr analysiert er verschiedene Formen digitaler Spiele und entwickelt auf dieser Grundlage Kriterien für die wirksame Gestaltung von Serious Games in der betrieblichen Weiterbildung. Wie individuelle und unternehmensübergreifende Optimierungsprozesse gelingen, verdeutlicht der Effizienzprofi Jürgen Kurz um 13.35 Uhr in seinem Keynote-Vortrag „Vom Volltischler zum Leertischler“.










