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Jigme Gyatso, der Co-Regisseur des Films „Leaving Fear Behind“ erneut verhaftet

20.03.200908:17 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Jigme Gyatso, der Co-Regisseur des Films „Leaving Fear Behind“ erneut verhaftet
Golog Jigme oder Jigme Gyatso
Golog Jigme oder Jigme Gyatso

(openPR) Einer bestätigten, dem Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD), tchrd.org, zugegangenen Information zufolge haben die chinesischen Behörden Jigme Gyatso, der schon letztes Jahr am 23. März in Haft genommen und dann am 15. Oktober wieder freigelassen wurde, erneut verhaftet. Er wirkte bei den Dreharbeiten für den Film „Jigdrel“ („Leaving Fear Behind“) mit.



Das TCHRD erfuhr aus mehreren Quellen, daß das Personal des Public Security Bureau (PSB) des Bezirks Sangchu, TAP Kanlho (chin. Gannan), Provinz Gansu, den 40jährigen Mönch des Klosters Labrang Jigme Gyatso, alias Golog Jigme, um den 10. März 2009 herum in seiner Wohnung in Sangchu festnahm.

An einem Tag um den 10. März seien die Polizisten des PSB um 4 Uhr morgens in Jigme Gyatsos Zimmer eingedrungen und hätten ihn ohne jegliche Erklärung festgenommen. Seither fehlt jeder Hinweis auf seinen Verbleib.

Von Oktober 2007 bis März 2008 drehte der aus Bayen, TAP Tsoshar (chin. Hualong), Provinz Qinghai, stammende Dhondup Wangchen, assistiert von Golog Jigme (Jigme Gyatso) den Dokumentarfilm „Leaving Fear Behind“. Ihre Absicht dabei war, zu erforschen, wie gewöhnliche Tibeter zum Dalai Lama, Chinas Politik in Tibet und den Olympischen Spielen stehen und ihre diesbezüglichen Ansichten zu dokumentieren. Der Film gibt einen tiefen Einblick in Herz und Gemüt der Tibeter, die darin erzählen, was sie wirklich über die Anwesenheit der Chinesen in Tibet und das Überleben der tibetischen Kultur denken. Die Filmarbeiten wurden Anfang März 2008 abgeschlossen.

Die beiden nahmen große Gefahren auf sich, als sie den Film drehten. Später, am 10. März gelang es ihnen, das Filmmaterial außer Landes zu schmuggeln. Der Dokumentarfilm, der die entsetzliche Lage und das Leiden des tibetischen Volkes eindringlich schildert, erregte sofort überall große Aufmerksamkeit. Am 10. März und den folgenden Tagen kam es in Lhasa zu Massendemonstrationen von noch nie erlebtem Ausmaß gegen die unpopuläre chinesische Regierung, die sich in der Folge auf weite Teile Tibets ausbreiteten.

Am 23. März 2003 nahmen chinesische Sicherheitskräfte Jigme Gyatso fest und inhaftierten ihn im Haftzentrum von Kachu (chin. Lingxia) in der Provinz Gansu. Am 15. Oktober 2008 wurde er auf Bewährung freigelassen.

Drei Tage nach Jigme Gyatsos Festnahme, am 26. März 2008, wurde auch Dhondup Wangchen in Tong De in der Provinz Qinghai verhaftet. Zuerst wurde er drei Monate lang in der Haftanstalt Ershilipu in der Stadt Xining festgehalten. Mitte Juli 2008 wurde er zuletzt im Gongshang Hotel gesehen, wohin man ihn gebracht hatte. Seitdem wird er an einem geheimem Ort festgehalten. Was ihn zum Drehen dieses Filmes bewog, erklärt Dhondup Wangchen in folgenden Worten:

„Heutzutage behaupten die Chinesen, daß sie die tibetische Kultur und Sprache bewahren und fördern. Das ist das, was sie der ganzen Welt erzählen. Viele Organisationen und Agenturen wurden zu diesem Zweck gegründet. Ihre Worte stehen aber in eklatantem Widerspruch zu ihren Taten. Wenn sie wirklich die Kultur und Sprache der Tibeter in Tibet bewahren und fördern wollten, dann sollten sie nicht zulassen, daß Tibet von Chinesen überschwemmt wird und sollten diese zurückholen. Die tibetische Sprache muß in allen tibetischen Siedlungsgebieten gesprochen und die Kultur gepflegt werden. Wenn sie nicht gepflegt wird, wie kann sie dann erhalten werden?“ (www.leavingfearbehind.com).

Das TCHRD ist äußerst besorgt über Jigme Gyatsos Lage unter den jetzigen Umständen. Während seiner Inhaftierung letztes Jahr wurde er schwer gefoltert und von den chinesischen Gefängnisaufsehern quälenden Verhören unterzogen. Mehrmals verlor er das Bewußtsein, als sie ihn in der Gefängniszelle schlugen. Das Zentrum bittet die die zuständigen Organe der Vereinten Nationen inständig, sofort einzuschreiten und die bedingungslose Freilassung von Jigme Gyatso aus dieser unrechtmäßigen, der Verfassung Chinas Hohn sprechenden Inhaftierung zu fordern.

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