(openPR) Deutsche Einsatzkräfte unterstützten erfolgreich die Schweizer Polizei
Im vergangenen Jahr waren die Bereitschaftspolizeien bei insgesamt 161 länderübergreifenden Einsätzen mit rund 1,4 Millionen Personalstunden im Einsatz. Diese Bilanz geht aus dem Jahresbericht 2003 des Inspekteurs der Bereitschaftspolizeien der Länder hervor. Außerordentliche Großeinsätze gab es anlässlich des Castor-Transports nach Gorleben, der NATO-Sicherheitskonferenz in München sowie anlässlich der Ausschreitungen am 30. April und 1. Mai 2003 in Berlin. Während des Weltwirtschaftsgipfels in Davos und des G8-Gipfels in Evian haben deutsche Bereitschaftspolizisten erfolgreich die Schweizer Polizei unterstützt und größere Ausschreitungen von gewalttätigen Globalisierungsgegnern verhindert. Grundlage für den Einsatz war der von Bundesinnenminister Otto Schily ausgehandelte deutsch-schweizerische Polizeivertrag.Der Bund hat allein in 2003 Führungs- und Einsatzmittel in einem Gesamtwert von über 18 Millionen Euro für die Bereitschaftspolizeien der Länder bereitgestellt.
Um den Anforderungen künftiger Großeinsätze weiterhin gewachsen zu sein, fanden im vergangenen Jahr Spezialfortbildungen für die Technischen Einsatzeinheiten sowie die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten der Bereitschaftspolizeien der Länder und des Bundesgrenzschutzes an der BGS-Schule in Lübeck statt.Gleichzeitig wurden die Sicherheitsvorbereitungen zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland auf nationaler und internationaler Ebene vorangebracht. Seit 2002 haben bereits drei internationale Expertentreffen zur Vorbereitung des Sicherheitskonzepts für die WM 2006 in Deutschland unter Leitung des Bundesinnenministeriums stattgefunden.Im Rahmen des südosteuropäischen Stabilitätspaktes haben die Bereitschaftspolizeien der Länder im vergangenen Jahr die kroatische und die bulgarische Polizei mit insgesamt 34 Seminaren und Hospitationen in Deutschland unterstützt. An diesen Maßnahmen waren die Bundesländer Berlin, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sowie die Polizei-Führungsakademie in Münster-Hiltrup beteiligt.Als ein Ergebnis der Einsatzerfahrungen der Elbe-Hochwasserkatastrophe in 2002 werden neben neuen Transportfahrzeugen nun auch moderne Einsatzfahrzeuge für die Technischen Einheiten, insbesondere Spezialkraftwagen für Taucher und Leichttauchgeräte beschafft.
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