(openPR) Gutach/Brsg. - Angesichts der anhaltenden Konjunkturkrise werden Bauvorhaben im Gewerbe- und Industriebau einer besonders kritischen Prüfung hinsichtlich Notwendigkeit und Kosten unterzogen. Mehr denn je entscheidet die Wirtschaftlichkeit über die Realisierung eines Neubaus oder einer Betriebserweiterung. Unternehmen erwarten diesbezüglich von Architekten finanziell verlässliche und innovative Konzepte. Insbesondere für Gewerbe und Industrie bietet die Organisationsform des „Bauteams“ Einsparpotenziale von bis zu 15 Prozent - ohne Qualitätseinbußen bei Material und Ausführung.
„Schon lange werden industrielle Bauvorhaben nicht mehr nur aus architektonischer und funktioneller Sicht, sondern gerade auch aus betriebswirtschaftlichem Blickwinkel betrachtet“, so Klaus Wehrle, Geschäftsführer der Carré Planungsgesellschaft mbH aus dem badischen Gutach. Das 24-köpfige Planungsbüro ist seit über fünfzehn Jahren im Gewerbe- und Industriebau tätig. Neben zahlreichen Produktionsbetrieben plante Klaus Wehrle die erste emissionsfreie Plusenergiefabrik in Europa. Insbesondere der Aspekt der Wirtschaftlichkeit, konstatiert Wehrle, erfordere von den Architekten angesichts der unsicheren Konjunkturprognosen ein unternehmerisches Denken und Handeln. Das Ziel laute, qualitativ hochwertige Ergebnisse mit möglichst geringen Kosten zu realisieren.
Der Bauplanungsphase kommt hierbei eine Schlüsselfunktion zu. Eine speziell strukturierte Zusammenarbeit mit intensiver Kommunikation zwischen Planern und bauausführenden Unternehmen, wie dies in Form des sogenannten „Bauteams“ praktiziert wird, kann Einsparungen von bis zu 15 Prozent ergeben. Das Bauteam-Prinzip, das ursprünglich aus den Niederlanden stammt, basiert auf Kostenpauschalen, die jeder Leistungserberinger anhand einer detaillierten Baubeschreibung kalkuliert. Auf Grundlage der Kostenberechnung nach Gewerken führt der Architekt ein Controlling durch.
Hierdurch wird sichergestellt, dass jederzeit eine effiziente Kostensteuerung möglich ist. Erst wenn die vorgegebene Gesamtsumme erreicht worden ist, vergibt der Bauherr die Aufträge. Zuschläge, wie zum Beispiel Pauschalen für Generalunternehmer, entfallen komplett.
Ein moderierter Planungsprozess, in den die Mitarbeiter gemeinsam mit der Geschäftsführung einbezogen werden, bildet im Industriebau die Basis, um komplexe Prozessabläufe in Produktion und Verwaltung optimal in die künftigen Räumlichkeiten zu integrieren. „Die modernste Fabrik ist nutzlos, wenn zum Beispiel falsch konzipierte Raumverhältnisse die Produktionsabläufe behindern“, berichtet Klaus Wehrle. Die künftigen Standplätze der Maschinen, der Materialfluss inklusive Be- und Entladezonen oder die Be- und Entlüftung der Halle sind nur einige Aspekte, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen.
Ein weiteres, wichtiges Kriterium stellt der Energieverbrauch dar, der die Betriebskosten eines Gebäudes für Jahrzehnte bestimmt. Die Nutzung regenerativer Technologien, wie zum Beispiel Solarthermie, Photovoltaik oder Geothermie in Verbindung mit einer effizienten Gebäudedämmung senken nicht nur langfristig die Energiekosten, sondern tragen überdies zu einem positiven Unternehmensimage bei. Carré-Geschäftsführer Klaus Wehrle, dessen Unternehmen über eine umfangreiche Erfahrung im Passivhausbau verfügt und hierfür mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Deutschen Solarpreis: „Immer noch verbinden Geschäftsführer mit regenerativen Energien horrende Zusatzkosten, was jedoch falsch ist. Unter Ausschöpfung der zahlreichen Fördermöglichkeiten können derartige Anlagen teilweise sogar kostenneutral installiert werden.“ Aufgrund der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung für umweltfreundlich erzeugten Strom können sich Unternehmen sogar eine zusätzliche Einnahmequelle schaffen.
Die Konjunkturkrise muss nach Überzeugung von Architekt Wehrle nicht zwangsläufig das Aus für geplante Bauvorhaben bedeuten – im Gegenteil: Eine intensive Überprüfung der Kalkulation und Funktionalität kann zu einer Win-Win-Situation führen. „Entscheidend ist die fachliche Beratung und Moderation“, betont Carré-Geschäftsführer Klaus Wehrle und hofft, dass viele Kollegen das Bauteam-Prinzip im Industriebau umsetzen und sich nicht nur als reiner Planer, sonder auch als Dienstleister und Unternehmensberater verstehen. Das Architekturnetzwerk von Klaus Wehrle geht hier mit gutem Beispiel voran: Es wurde im letzten Jahr unter die TOP 20-Dienstleister Baden-Württembergs gewählt.










