(openPR) Die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise machen sich bereits bei den ärmsten Ländern der Welt bemerkbar. Diese müssen Teil einer globalen Lösung sein, sagte die entwicklungspolitische Organisation ONE heute mit Blick auf das G7-Finanzministertreffen in Rom.
ONE weist darauf hin, dass das derzeitige Wirtschaftswachstum und die Erfolge der Armutsreduzierung in den ärmsten Ländern von der Krise bedroht sind. Kredite, Exportchancen sowie Überweisungen von Gastarbeitern in ihre Heimatländer sind rückläufig. Ein Prozent weniger Wachstum in den Entwicklungsländern bedeuten nach Angaben der Weltbank 20 Millionen mehr Menschen in Armut.
„Es sind schwierige Zeiten für alle“, sagt Tobias Kahler, Deutschlandchef von ONE. „Aber der einzige Weg zum Erfolg ist jetzt eine wirklich globale Lösung. Die G7-Finanzminister müssen die Nerven behalten und ihre Zusagen an Afrika einhalten. Afrika jetzt im Stich zu lassen, wäre ein Desaster und für den Rest der Welt schädlich.“
„Wenn die mächtigsten Staaten der Welt Pläne schmieden, wie sie die Weltwirtschaft retten und die globalen Institutionen umgestalten können, sollten sie nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen. Die Entwicklungsländer müssen Teil eines globalen Konjunkturprogramms sein, stärker in die Entscheidungsfindung einbezogen werden und bessere Handelszugänge erhalten. Ein Rückzug in den Protektionismus ist keine Lösung. Investitionen in afrikanische Infrastruktur und Landwirtschaft hingegen sind ökonomisch vernünftig und würden allen nützen“, so Kahler.
„Italien spielt jetzt eine Schlüsselrolle. Finanzminister Tremonti muss auf dem Fahrersitz Platz nehmen und sicherstellen, dass die Belange Afrikas beim Umbau der globalen Wirtschaft und ihrer Institutionen berücksichtigt werden. Rom ist der Standort der FAO und Landwirtschaft ist ein Schwerpunkt der italienischen G8-Präsidentschaft. Aber zum Aufbau nachhaltiger Strukturen braucht man Ressourcen. Es ist fraglich ob Italien hier glaubwürdig führen kann, wo das Land doch seine Budgets für Entwicklungszusammenarbeit um über 50 Prozent gekürzt hat“, schloss Kahler.










