(openPR) BERLIN. Zur Situation im Süden des Sudans erklärt der Afrika-Beauftragte der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrich :
Zehn Jahre nach dem Völkermord in Ruanda scheint die Weltgemeinschaft keine Lehre aus dem Völkermord gezogen zu haben. Trotz der Gedenkfeiern und Erinnerungen der letzten Tage und der Beteuerung, so etwas darf nie wieder geschehen, geschieht es doch. In fast unmittelbarer Nachbarschaft - im Süden von Sudan - werden Menschen nur aufgrund ihrer ethnischen und religiösen Zugehörigkeit ermordet, vergewaltigt und vertrieben. Die UNO spricht von bereits 10.000 Toten, 750.000 internen Vertriebenen und 110.000 Kriegsflüchtlingen im Tschad.
Die Zentralregierung im Sudan, dominiert von muslimischen Arabern, lehnt nicht nur ein internationales Eingreifen ab, sondern toleriert die gezielte ethnische Säuberung im Süden des Landes.
Die dringend benötigte humanitäre Hilfe in der Region Darfur kann nur bei einem Waffenstillstand zwischen den Regierungstruppen und den Rebellen gewährleistet werden. Wann dieser in Kraft tritt, ist allerdings unbekannt.










