(openPR) Frankfurt – Die Sparda-Bank Hessen ist im Jahr 2008 weiter gewachsen. „Wir haben das seit Jahrzehnten wohl schwierigste Jahr der Bankenbranche gut gemeistert“, sagte Jürgen Weber, Vorsitzender des Vorstands der Sparda-Bank Hessen eG, bei der diesjährigen Bilanzpressekonferenz. „Als Institut, dem Sicherheit und Stabilität schon immer wichtiger waren als das schnelle Geld, sind wir von der Krise weitestgehend verschont geblieben.“
Bilanzsumme: +2,0%
Die Bilanzsumme der genossenschaftlich organisierten Privat-kundenbank in Hessen stieg von 4,58 Mrd. Euro auf 4,67 Mrd. Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 2,0 Prozent und 90 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Bewertung sank von 9,1 Mio. Euro auf 8,0 Mio. Euro.
Einlagengeschäft: +1,6%
Motor für das Wachstum der Bilanzsumme war auch in diesem Jahr das Passivgeschäft. Die Einlagen stiegen 2008 um 1,6 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro. Die Einlagenentwicklung war vor allem in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 von dem Kundenbedürfnis nach Sicherheit und Transparenz geprägt. Folgerichtig konnte die Sparda-Bank Hessen einen Trend zu klassischen Spareinlagen, Termin- und Festgeldanlagen feststellen: SpardaTermin als Anlage mit attraktiven Zinsen für 6 oder 12 Monate war besonders gefragt. Das beweist ein Wachstum der Termineinlagen (SpardaTermin und SpardaCapital) von 116,7 Prozent. Ebenso interessant waren im vergangenen Jahr für Kunden Garantiefonds. Die Sparda-Bank Hessen verzeichnete hier einen Anstieg der Volumina in Höhe von 45,6 Prozent zum Vorjahr.
Kreditgeschäft: -1,9%
Das Kreditgeschäft der Sparda-Bank Hessen war im Jahr 2008 leicht rückläufig. Die Summe der Kredite fiel von 2,17 Mrd. Euro auf 2,13 Mrd. Euro. Den Rückgang von 1,9 Prozent erklärte Vorstandsvorsitzender Jürgen Weber einerseits mit der Kreditbereinigung, die seit der Fusion vor vier Jahren vorangetrieben wird, andererseits mit der schwierigen Situation am Baumarkt. „Schon 2007 verzeichnete das Hessische Statistische Landesamt einen erheblichen Rückgang an Baugenehmigungen. 2008 sanken die Zahlen erneut.“ Allein die Anzahl der Baugenehmigungen für Wohngebäude sei 2008 um rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Vor fünf Jahren sei noch fast doppelt so viel gebaut worden, so Weber.
Mitgliederzuwachs: +4,03%
Besonders erfolgreich verlief im vergangenen Jahr das Neukundengeschäft. Knapp 17.000 Menschen entschieden sich in 2008, neues Mitglied der Sparda-Bank Hessen zu werden. Somit stieg die Mitgliederanzahl über 4 Prozent. Insgesamt betreute das Institut am Jahresende mehr als 320.000 Kunden, von denen 263.381 Mitglieder sind. Als Genossenschaftsbank erfüllt die Sparda-Bank Hessen einen Förderauftrag, dem sie unter anderem durch gebührenfreie Leistungen wie der kostenlosen ec-Karte und Kontoführung gerecht wird.
Einweihung der Zentrale im Europaviertel
Im Rahmen einer feierlichen Stunde hat die Sparda-Bank Hessen im August 2008 ihr modernisiertes Gebäude im Frankfurter Europaviertel präsentiert. Zu dem gelungenen Umbau, der vor allem aus ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten nötig war, gratulierten in einem neu geschaffenen Vortragsraum zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – unter anderem Brigitte Zypries, Bundesministerin der Justiz, Dr. Walter Arnold, Staatssekretär im Hessischen Finanzministerium sowie Oberbürgermeisterin Dr. h. c. Petra Roth.
Veränderungen im Filialnetz
Ebenfalls im August 2008 hat die Sparda-Bank Hessen nach einigen Monaten Umbau ihre Filiale im Frankfurter Europaviertel in einem neuen, offenen und einladenden Design eröffnet. Das Filialnetz, bestehend aus 34 Standorten, wurde in Melsungen und Baunatal gestärkt. „In Melsungen ist unsere Filiale an einen neuen, durch Strömungskunden attraktiven Standort umgezogen“, sagte Jürgen Weber. Zwei kleine Filialen in Kirchhain und Maintal wurden aufgrund schwacher Kundenfrequenz zu SB-Stationen umgebaut. Die Sparda-Bank Hessen sieht sich auch weiterhin als Direktbank mit angeschlossenem Filialnetz. Noch im ersten Halbjahr 2009 soll in Wiesbaden eine weitere Filiale in der Äppelallee entstehen.
Die Bank für Hessen
Die Sparda-Bank Hessen ist mit ihren mehr als 260.000 Mitgliedern die mitgliederstärkste Genossenschaftsbank Hessens. Folgerichtig engagiert sich die „Bank für Hessen“ in vielerlei Hinsicht in Hessen: Sie fördert jährlich mehrere hundert Vereine, Initiativen, Verbände und Organisationen in den Bereichen Bildung, Kultur, Soziales und Sport. „Im Jahre 2008 haben wir mehr als eine Million Euro an mehr als 450 Projekte aus den Mitteln des Gewinn-Sparvereins gespendet“, sagte der Vorstandsvorsitzende.
Mit der Verleihung des 3. Hessischen Journalistenpreises trug die Bank auch in diesem Jahr zur Stärkung der hessischen Identität bei. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde in den Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen vergeben. Den ersten Preis erhielt Jörg Stephan Carl (HNA), der mit seinem Beitrag zum Thema „Tourismus in Hessen“ die hochkarätige Jury überzeugte.
Gemeinsam mit dem Institut für Kommunikations- und Medienmanagement an der UMC Potsdam (FH) untersuchte die Sparda-Bank Hessen 2008 das Finanzverhalten von Familien in Hessen. Damit legte das Kreditinstitut das vierte Jahr in Folge eine Sparda-Herbststudie vor. Die repräsentative Untersuchung liefert nachhaltige Ergebnisse zu den Themen Spartrends, Servicebedarf und Geldentscheidungen in den Familien.
Zukunftsvision
„Die Sparda-Bank Hessen wird für die kommenden Jahre die erste Wahl für alle cleveren Privatkunden in Hessen sein“, so definierte Jürgen Weber die Zukunftsvision des Instituts. Gemeinsam mit seinen 650 Mitarbeitern wolle er die Herausforderungen aus der Finanzmarktsituation angehen und auf Altbewährtes setzen: Sicherheit, Fairness und Freundlichkeit. „In unruhigen Zeiten für die Kunden Orientierung bieten – das ist der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Jürgen Weber, Vorsitzender des Vorstands der Sparda-Bank Hessen.








