(openPR) Schon immer waren die Deutschen Weltmeister im Sparen und viele bevorzugten sichere Anlagemöglichkeiten wie Festgeld oder Tagesgeld. Das vergangene Jahr hat der Aktienkultur und dem Anlageverhalten jedoch wieder einen deutlichen Dämpfer versetzt.
Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) ist die Zahl der Aktionäre im Jahr 2008 erheblich gesunken und erreicht damit wieder ein niedriges Niveau. Allein im zweiten Halbjahr 2008 zogen über 1 Million Anleger ihr Vermögen aus Aktien ab.
Dies entspricht einem Rückgang von über 10 Prozent und die Zahl der Aktionäre fällt damit wieder auf 8,8 Millionen zurück.
Hervorzuheben ist hierbei vor allem der starke Rückgang der indirekten Aktionäre. Bei dieser Anlegergruppe, welche ausschließlich Fondsanteile besitzt, kam es zu einem Rückgang um 1,1 Millionen (17,6 %) auf 5,2 Millionen. Dies stellt den niedrigsten Stand seit 1999 dar.
Aber auch die Zahl der Direktaktionäre (Keine Fondsanteile) verzeichnet seit dem „Peak“ im Jahr 2000 einen kontinuierlichen Rückgang, der sich inzwischen auf 42 Prozent beläuft. Nach dem vergangenen Jahr befinden wir uns hinsichtlich der Zahl von Direktaktionären somit wieder unter dem Niveau von 1992 und nur relativ knapp über dem Niveau von 1988.
Hieran zeigt sich, wie die Finanzkrise die Anleger zum wiederholten Male verunsichert hat und den Deutschen die Lust am Aktienmarkt verdirbt. Vor allem die deutliche Trendwende nach dem Platzen der Blase am Neuen Markt erscheint besorgniserregend. Selbst in den überwiegend positiven Jahren von 2003 bis 2007 musste ein weiterer Rückgang der Aktionäre in Deutschland verzeichnet werden.
Es scheint sich ein langer Weg abzuzeichnen, bis der aktuelle Vertrauensverlust überhaupt wieder ausgeglichen sein wird und darüber hinaus das Interesse an dem Thema „Aktien“ wieder deutlich ansteigt.
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