(openPR) Zur Forderung des JU-Landesvorsitzenden Sven Volmering nach einen Austieg aus dem Atomausstieg und Neubau von Kernkraftwerken, auch in NRW, erklärt der stellv. Vorsitzende der Mühlenkreis-Jusos Jens Vogel, aus Bad Oeynhausen:
Kaum gibt es Probleme bei der Versorgung mit Gas aus Russland und schon kommt als Reflex die Forderung nach dem Ausstieg aus dem Austieg und sogar eine Forderung nach Neubau von Kernkraftwerken, auch hier in NRW, so wie Sven Volmering, dem NRW-Landesvorsitzenden der Jungen Union, der CDU-Jugendorganisation.
Wir Jusos halten am rot-grünen Atomkonsens mit den Energieversorgern fest und fordern die Abschaltung der ersten Kernkraftwerke, wie im Konsens vereinbart wurde, noch in diesem Jahr. Wir sehen darin keine Gefahr für die Energiesicherheit in der Bundesrepublik Deutschland, vorallem wenn man bedenkt dass die Energieversorger allein im ersten Halbjahr 2008 14,4 Terawattstunden (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen), das entspräche etwa der Jahresleistung zweier Kernkraftwerke, ins Ausland exportiert haben.
Die Atomenergie ist mit vielen ungelösten Problemen verbunden, denn bis heute ist Entsorgungsfrage nicht geklärt, es gibt kein schlüssiges Konzept für die Endlagerung und kein bundesdeutsches Endlager. Auch beim Thema “Sicherheit” sind viele Probleme vorhanden, denn zum einen sind die deutschen Atomkraftwerke unzureichend bis gar nicht vor Anschlägen geschützt und auf der anderen ist die “Reaktorsicherheit” nicht gewährleistet, wie die Störfälle in deutschen Kernkraftwerken gezeigt haben.
Von Seiten der Union und anderen Vertretern der Atomlobby wird auch die “Unabhängigkeit vom Ausland” als Begründung für den Einsatz der Atomenergie ins Spiel gebracht, allerdings sind wir gerade bei der Förderung von Uran-Brennstoffen auf das Ausland angewiesen und die benötigten Ressourcen an Uran wird nach Expertenschätzungen nur noch zwischen 40 und 50 Jahren verhanden sein - Die angebliche Versorgungssicherheit löst sich damit in Luft auf und die Förderung neuer Versorgungsquellen wie z.B. aus dem Meer sind teuer und vorallem klimaschädlich.
Auch auf der Kostenseite ist die Atomenergie nicht das was es verspricht: Sie ist nicht kostengünstig. Zwar mag für die Kunden der kW-Preis günstig erscheinen, allerdings wird die Atomtechnik mit Millionen an Steuergeldern subventioniert und die Zeche zahlt am Ende doch der Kunde.
Perspektivisch ist die Atomkraft also weder kostengünstig, noch klimafreundlich.







