(openPR) Umweltfreundlich zu sicheren Tunneln
Cornelsen Umwelttechnologie ermöglicht naturschonende Reinigung der Röhren – Sicherheit für Autofahrer, Schutz für Pflanzen und Tiere
Essen, den 10. Dezember 2008. Zweimal im Jahr werden die Tunnel im Urlaubsland Österreich für die Sicherheit aller Autofahrer gereinigt. Bis zu 3.000 Badewannen Schmutzwasser fallen dabei an – darin Öle und Schwermetalle wie Zink und Kupfer. Mit einer europaweit einmaligen Reinigungsanlage sorgt die Essener Cornelsen Umwelttechnologie ab sofort dafür, dass diese Stoffe vollständig aus dem Wasser entfernt werden. Der Mittelständler aus dem Ruhrgebiet schlug mit seiner Entwicklung Mitbewerber aus ganz Europa aus dem Feld. „Ein beeindruckender Erfolg für unsere Ingenieure und für den Umweltschutz“, sagt Unternehmenschef Martin Cornelsen. „Wir hoffen, dass andere Alpenländer dem Beispiel Österreichs folgen.“
Der Katschbergtunnel in Österreich. Jeden Tag fahren rund 17.000 Autos die 5,8 km lange Strecke zwischen Salzburg und Kärnten. In den Ferienzeiten sind es sogar noch mehr. Sie alle hinterlassen Spuren: Staub, Lehm, Öl – und giftigere Stoffe wie Schwermetalle. „Die Reifen reiben sich auf dem Asphalt ab und hinterlassen Zink, beim Bremsen tritt Kupfer aus den Bremsbelägen aus“, erklärt Martin Cornelsen, Bauingenieur mit Schwerpunkt Wasserwirtschaft. „Und alles schlägt sich an den Wänden des Tunnel nieder – mit unangenehmen Folgen." Die dreckigen Wände reflektieren weniger Licht, die Sicht der Autofahrer wird schlechter. Außerdem greifen die Schadstoffe das Gestein und den Beton in den Tunnelröhren an.
Um die 137 Tunnel in Österreich für uns alle sicher zu halten, lässt der Betreiber ASFiNAG sie regelmäßig "waschen", wie es in der Fachsprache heißt. Zweimal im Jahr beseitigen Putzkolonnen mit Hochdruckdüsen und Bürsten die Spuren der Autos. Bis zu 400 m3 Schmutzwasser fällt dabei jedes Mal an – das entspricht dem morgendlichen Duschwasser-Verbrauch einer Kleinstadt mit 8.000 Einwohnern. Der Unterschied: Anders als in der Stadt gibt es für die entlegenen Tunnel in den Alpen keine Kanalisation oder Kläranlagen.
Bislang wurde das Waschwasser deshalb in Gewässerschutzanlagen vor den Tunneln gesammelt und gereinigt. Aber der österreichische Straßenbauer und Tunnelbetreiber ASFiNAG wollte mehr tun: Europaweit suchte der Konzern nach einer mobilen High-Tech-Reinigungsanlage. Äußerst leistungsstark sollte sie sein – immerhin müssen bei jeder Waschung bis zu 4,5 Kilogramm Fremdstoffe pro Kubikmeter Wasser entfernt werden. Zugleich musste die Anlage so klein wie möglich werden, dass sie gut transportiert und auf dem engen Raum an den Tunnels aufgebaut werden kann.
„Eine echte Herausforderung", sagt Martin Cornelsen, der seit zwanzig Jahren im Bereich Grundwassersanierung, Industriewasserreinigung und Trinkwasseraufbereitung arbeitet. „Umso schöner, dass wir die ersten in Deutschland sind, die eine solche Anlage realisieren konnten.“ Die überzeugende Lösung der Essener: eine dreistufige computergesteuerte Anlage, untergebracht in drei handelsüblichen Seecontainern. „Sie ist äußerst kompakt, leicht transportierbar und vor Ort in Minutenschnelle mit Schläuchen zu einer Hochleistungs-Reinigungsanlage verbunden“, erklärt Martin Cornelsen.
Container Nummer Eins widmet sich den sogenannten Schwebstoffen – kleinste Partikelchen von Lehm, Staub und Reifenabrieb. So winzig, dass sie auch der feinste Filter nicht zurückhalten kann. „Deshalb fassen wir sie zu größeren Flocken zusammen – mit Hilfe von Eisensalz und Polyelektrolyten, Stoffen die auch in der Trinkwasser-Aufbereitung eingesetzt werden.“
Die Computersteuerung sorgt automatisch für das richtige Mischungsverhältnis in den Rühr- und Reaktionsbehältern des ersten Containers. Die hier erzeugten Schwebstoff-Flocken werden dann in Container Nummer Zwei mit immer feiner werdenden Filtern aus dem Wasser entfernt. Bereits gelöste Schadstoffe wie Öle und Schwermetalle wandern weiter in den dritten Container, wo sie mit Hilfe von Wasseraktivkohlefiltern und speziellen Schwermetall-Absorbern zurückgehalten werden. „Im Anschluss kann das Wasser in die umliegenden Bäche abgeleitet werden, ohne das empfindliche Ökosystem zu belasten“, sagt Martin Cornelsen, der schon als Teenager sein Herz für den Umweltschutz entdeckte. „Wir hoffen, dass andere Alpenländer dem Beispiel Österreichs und der ASFiNAG folgen, damit Autofahrer sicherer unterwegs sein können, ohne den einmaligen Lebensraum der Alpen zu belasten.“ Die ASFiNAG jedenfalls hat die High-Tech-Lösung aus Essen so sehr überzeugt, dass sie inzwischen eine zweite Anlage geordert hat.










