(openPR) Stille Nacht in deutschen Warenhäusern? Finanzmarktkrise und Rezession trüben die allgemeine Kauflaune. In welchen Branchen die Kassen trotzdem klingeln.
Grün, rot, gold funkelt es an jeder Ecke. Imposante Tannenbäume, überdimensionale Geschenkpakete in den Kaufhäusern - der Einzelhandel ruft zur Weihnachtsschlacht. Wie der Kampf um die Gunst der Konsumenten in diesem Jahr ausgehen wird, weiß allerdings wegen Finanzkrise und Rezession niemand. Fest steht: Die Erfolgschancen standen schon besser. Trotzdem gibt es Branchen, die traditionell profitieren. Zu den typischen Gewinnern des Weihnachtsgeschäfts gehören Schweizer Schokoladenhersteller wie Lindt & Sprüngli oder Barry Callebaut. Letzterer beliefert die Welt mit hochwertigen Kakao- und Schokoladenprodukten und verfügt über langfristige Lieferverträge mit Nestlé, Cadbury und Hershey. Die Hagener Douglas Holding, die neben Parfümerien auch die Juwelierkette Christ, die Buchhandelskette Thalia sowie den Süßwarenanbieter Hussel besitzt, verdient ebenfalls viel in der Weihnachtszeit. Im Dezember erwirtschaftet Douglas mehr als 20 Prozent des Jahresumsatzes. Vorstandschef Henning Kreke zeigt sich selbst in diesem Jahr optimistisch und hält ein Umsatzplus in den letzten Wochen des Jahres für möglich. Douglas dürfte davon profitieren, dass sich viele Menschen auch 2008 etwas gönnen wollen. Jetzt könnte es sich auszahlen, dass sich das Unternehmen auf das mittlere Preissegment konzentriert. Kreke geht davon aus, dass Anbieter reiner Luxuswaren die Folgen der Finanzmarktkrise deutlicher spüren werden.
SPARSAM SCHENKEN
Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young wollen die Deutschen in diesem Jahr durchschnittlich 221 Euro für Weihnachtspräsente ausgeben. Große Geschenke sind da nicht drin. Thomas Harms, Autor der Studie, sagt: „Die Verbraucher stellen sich auf schwierigere Zeiten ein und schnallen den Gürtel enger." Am meisten wollen sie in diesem Jahr für Bücher und Gutscheine ausgeben. Auch Unterhaltungselektronik steht weit oben auf den Wunschzetteln. So könnten Hersteller von Videospielen und Konsolen, wie Nintendo oder Sony, Gewinne verzeichnen. Angesichts der Marktsituation sollten Anleger vor allem auf Discount-Zertifikate setzen. Holger Bosse, Zertifikate-Experte bei Deutsche Bank X-markets, sagt: „Aufgrund der aktuell hohen Volatilität sind Discount-Zertifikate eine gute Wahl. Sie bieten hohe Discounts und Seitwärtsrenditen."
Die Krise drückt auf die Stimmung. Vor allem die Manager des Einzelhandels
blicken der Weihnachtszeit mit großer Spannung entgegen. Im November und Dezember erwirtschaften einige Anbieter ein Fünftel ihres Jahresumsatzes. Josef Sanktjohanser, Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, zeigt sich optimistisch. Er hält es für möglich, dass der Handel einen ähnlichen Umsatz erzielen wird wie 2007. Noch scheint den Deutschen die Kauflaune nicht völlig verdorben. Die Gesellschaft für Konsumforschung ermittelte für Dezember erneut einen Anstieg des Konsumbarometers. Wie sich das Weihnachtsgeschäft tatsächlich ent-wickelt, bleibt abzuwarten. Ein Gewinner steht schon jetzt fest: Die Schokoladenindustrie wird auch 2008 profitieren. Der Preis für ein Pfund Kakaobohnen stieg seit Mitte November um rund 15 Prozent. Anleger können mit dem Kakao-Zertifikat der Société Générale (ISIN: DE000SG9BGL4) an dem Trend teilhaben.









