(openPR) Bei etwa 30 Prozent der Darmkrebsfälle liegt ein familiäres Risiko zu Grunde. Deshalb sollte mit der Vorsorge nicht bis zum 55. Lebensjahr gewartet werden, wenn in der direkten Verwandtschaft Darmkrebs auftritt. Darauf weist die Initiative „Brandenburg gegen Darmkrebs“ hin. Sie bietet auf ihrer Homepage einen Test zur Feststellung des familiären Risikos an.
Ist in einer Familie bei Verwandten 1. Grades (Eltern, Geschwister) Darmkrebs bekannt, sollten die Darmspiegelung in einem Lebensalter durchgeführt werden, das mindestens 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des Verwandten liegt.
Beispiel: Wenn der Vater mit 55 Jahren an Darmkrebs erkrankt ist, so sollte der Sohn oder die Tochter ab dem 45. Lebensjahr eine Spiegelung durchführen und alle 5 Jahre wiederholen lassen.
Sollte Darmkrebs bei Großeltern oder Onkeln und Tanten aufgetreten sein (Verwandte 2. Grades), so ist ein Beratungsgespräch beim Hausarzt oder einem Spezialisten (Gynäkologe, Urologe, Internist, Gastroenterologe) angebracht. Durch die rechtzeitige Teilnahme an der Vorsorge lässt sich die Erkrankung mit größter Wahrscheinlichkeit verhindern.
www.brandenburg-gegen-darmkrebs.de
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Über das Unternehmen
Träger von "Brandenburg gegen Darmkrebs" sind die Vereine Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung e.V. (LAGO) und Tumorzentrum Land Brandenburg e.V. (TZBB).
„Brandenburg gegen Darmkrebs“ ist eine Aufklärungskampagne, die sich für die Teilnahme an der Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung einsetzt. Das Bündnis ist seit dem Jahr 2003 aktiv und wirbt seitdem auch auf unkonventionellen Wegen. Das Motto ist: „Kommt der Patient nicht zum Arzt, gehen wir auf den Patienten zu.“
Auf diese Weise ist es gelungen, das Land Brandenburg bei den Darmkrebsvorsorge-Untersuchungszahlen bundesweit auf einen Spitzenplatz zu bringen. Seit Oktober 2002 haben 14 Prozent der Altersgruppe ab 55 Jahren an der Untersuchung teilgenommen. Das sind etwa 5 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt.
Wir werten das als Ergebnis unserer intensiven Öffentlichkeitsarbeit. Dafür sprechen auch weitere Indizien:
Die Brandenburger sind durchschnittlich jünger als Bürger aus anderen Bundesländern, wenn sie zum ersten Mal zur Darmkrebsvorsorge gehen.
Unter den Teilnehmern sind 47 Prozent Männer, während es im Bundesdurchschnitt nur 40 Prozent sind.
„Brandenburg gegen Darmkrebs“ hat die Öffentlichkeitsarbeit speziell auf die Anspruchsberechtigten ausgerichtet, die noch nicht im Rentenalter sind. Deshalb wurden Arbeitgeber angesprochen und Partner wie die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer für die Verteilung von Informationsmaterial gewonnen.
Außerdem stand der „Märkische Mann“ im Fokus. Das ist eine Spezies, die leistungsfähig und gesund ist und nicht freiwillig zum Arzt geht. Die Zahlen zeigen jedoch, dass auch Männer vernünftigen Argumenten zugänglich sind.
Für die engagierte Öffentlichkeitsarbeit wurde „Brandenburg gegen Darmkrebs“ im Jahr 2005 mit dem Felix Burda Award für Kommunikation ausgezeichnet.