openPR Recherche & Suche
Presseinformation

INFORA mit strategischen Leitlinien zum Aufbau von Shared Service Center

02.12.200809:21 UhrIT, New Media & Software

(openPR) (Köln, 02.12.2008) Shared Service Center (SSC) gewinnen als Alternative zum klassischen Outsourcing zunehmend an Bedeutung. Nach einer kürzlich durchgeführten Erhebung des Beratungshauses INFORA hat dieses Modell für die Mehrheit der Unternehmen und öffentlichen Institutionen deutliche Vorteile gegenüber den bisher üblichen Auslagerungsstrategien. Da sie beim Aufbau solcher SSC im Regelfall jedoch auf keinerlei Erfahrungswerte zurückgreifen können, hat INFORA-Geschäftsführer Rainer Ullrich als Orientierungshilfe strategische Leitlinien entwickelt:



1. Fundierte strategische Bewertung: Da die Einrichtung eines IT-Shared Service Centers wesentlich in bestehende Organisationsstrukturen eingreift und nur mit erheblichem Aufwand rückgängig gemacht werden könnte, bedarf es einer klaren und abgesicherten strategischen Entscheidung. Sie darf nicht lediglich von einem allgemeinen Trend abgeleitet sein, sondern muss im Einklang mit den generellen Zielen hinsichtlich der IT- und Qualitätsausrichtung stehen, aber auch den Prozessanforderungen entsprechen und die weiteren Wirtschaftlichkeitsbestrebungen aktiv unterstützen. Ohne eine dedizierte strategische Bewertung des SSC-Modells gerät das Unternehmen oder die Behörde in Gefahr, Strukturen aufzubauen, die im Widerspruch zur generellen Ausrichtung stehen.

2. Eine präzise Nutzen- und Risikoanalyse: Auf der Habenseite der Shared Service Center stehen typischerweise vor allem wirtschaftliche Vorteile, ebenso die Steigerung der Leistungsqualität und eine Standardisierung von Serviceprozessen. Hinzu kommen die entlastenden Effekte bei den dezentralen Ressourcen. Allerdings sind diese Modelle wie alle anderen Varianten des Outsourcings auch nicht frei von Risiken, denn auch ein SSC lässt sich nicht mit Erfolgsgarantie realisieren. Hier gilt es, nicht zuletzt zu bewerten, welche konkreten Abhängigkeiten von dem gemeinsamen Dienstleister entstehen können und welche Verfahren zu implementieren sind, um eine Risikominimierung zu schaffen.

3. Die Deckungsbreite der Anforderungen bewerten: Positive Skaleneffekte zur Minderung der Kosten, die Steigerung der Leistungsqualität sowie eine effizienzfördernde Standardisierung von IT-Diensten lassen sich nur erreichen, wenn alle Nutzereinheiten der SSCs über eine hohe Deckungsbreite bei ihren Anforderungen verfügen. Je verschiedenartiger ihr Bedarf ist, desto individueller müssen dann auch zwangsläufig die Services sein und umso geringer sind die Perspektiven einer Effizienzsteigerung. Dies verlangt nicht nur eine genaue Betrachtung der aktuellen Anforderungen aller potenziellen Nutzergruppen. Sondern es ist mit Blick auf die Planungssicherheit ebenso ein Blick in die Zukunft zu werfen, ob und in welcher Weise sich das Anforderungsprofil bei einzelnen Kooperationspartnern ändern kann.

4. Bedarfsgerechte organisatorische Strukturen schaffen: Zweifellos profitiert die wachsende Zustimmung für Shared Service Center davon, dass einerseits eine zentrale fachliche Konzentration als vorteilhaft empfunden wird, andererseits die Unternehmen wie öffentlichen Institutionen aber Hemmungen vor dem großen Schritt eines Outsourcings haben. Werden dafür aber nicht die erforderlichen organisatorischen Strukturen und Verfahren aufgebaut, sind die erwarteten Vorteile kaum zu generieren. Deshalb ist zu empfehlen, dass die betreffenden Organisationsbereiche frühzeitig in solche Planungen einbezogen werden. Denn ihre Akzeptanz und Unterstützungsbereitschaft ist ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor für die Umsetzung von SSC-Strategien.

5. Beim Leistungsportfolio eine anfänglich zu große Komplexität vermeiden: Ein Shared Service Center muss sich zunächst in der Praxis etablieren. Aus diesem Grund erscheint es nicht empfehlenswert, einen dynamischen Ansatz bei der Entwicklung des Serviceportfolios zu realisieren. Um eine anfänglich zu große Komplexität zu vermeiden, wird dabei zunächst mit einem begrenzten Angebot an Diensten begonnen, die anschließend nach einem strukturierten Vorgehenskonzept sukzessive erweitert werden können. Was dabei jedoch für IT-Dienstleistungen gilt, kann perspektivisch teilweise auch auf klassische Querschnittsaufgaben mit organisatorischem Schwerpunkt übertragen werden – beispielsweise auf das Personalmanagement. Denn da die Ressource Personal immer teurer wird, sollten sich Unternehmen und Behörden fragen, ob wirklich jede Standard-Querschnittsaufgabe durch eigene Kräfte wahrgenommen werden muss.

6. Realistische Preisstrukturen entwickeln: Die Preisgestaltung gehört zweifellos zu den besonders sensiblen Aspekten bei der Planung des Shared Service Center, zumal seitens der Nutzergruppen hier meist hohe Erwartungen bestehen. Sie muss deshalb auf einer sehr fundierten Basis erfolgen, wofür nicht nur ausreichende Preisdaten des freien Wettbewerbs heranzuziehen sind, sondern die Zusammensetzung der Deckungsbeiträge auch sehr transparent und nachvollziehbar dargestellt werden muss. Um zu objektiven und belastbaren Preisstrukturen zu kommen, kann der Weg hilfreich sein, sie über externe Kompetenzen erarbeiten zu lassen.

7. Service Level Agreements einschließlich der Reportingverfahren praxisgerecht definieren: Die Akzeptanz der in das SSC ausgelagerten Dienste steht und fällt mit ihrer erlebbaren Qualität. Um sie sicherzustellen, bedarf es nicht nur umfassender und genau auf die Nutzergruppen zugeschnittener SLAs, sondern ebenso einer kontinuierlichen Darstellung der Servicequalität mit automatisiertem Reporting. Gleichzeitig müssen Frühwarnsysteme und Kommunikationsstrukturen etabliert werden, damit die Beteiligten im Problemfall auf wirksame Steuerungsmöglichkeiten zurückgreifen können.

8. Den Umsetzungskonzepten müssen Best Practices zugrunde liegen: Mit der Überführung dezentraler Dienste und Ressourcen auf das SSC muss aufgrund der organisatorischen, technischen und personellen Dimensionen ein äußerst komplizierter Vorgang bewältigt werden. Hierbei ist durch verschiedene Maßnahmen und ausführliche Tests vor allem sicherzustellen, dass trotz der Transformation keinerlei Betriebsunterbrechungen bei den Nutzern entstehen. Die erforderlichen Vorbereitungs- und Umsetzungskonzepte sollten daher auf praxisbewährten Methoden beruhen und möglichst durch Experten mit ausgeprägten Transformationserfahrungen entwickelt werden.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 264419
 103

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „INFORA mit strategischen Leitlinien zum Aufbau von Shared Service Center“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von INFORA GmbH

Ideen-Forum für den IT-Vertrieb im Public Sector
Ideen-Forum für den IT-Vertrieb im Public Sector
(Berlin, 16.12.2010) Jährlich vergibt die öffentliche Verwaltung IT-Aufträge in fast dreistelligem Milliardenvolumen. Aber wer von den Softwarehäusern, Hardware-Herstellern und Dienstleistern im Markt davon profitieren möchte, muss über ein genaues Wissen der Vergaberichtlinien und intelligenten Vertriebsmethoden verfügen. Diesen Themen widmet sich der 2. IT-Vertriebstag „Öffentliche Auftraggeber“ des Beratungshauses INFORA GmbH am 26. Januar 2011 in Berlin. Er bietet Account Managern und Vertriebsleitern für den Public Sector eine einzigarti…
E-Akte soll zum Effizienzbeschleuniger der Behördenprozesse werden
E-Akte soll zum Effizienzbeschleuniger der Behördenprozesse werden
(Berlin/Köln, 10.11.2010) Nachdem im vergangenen Jahr die erste Jahrestagung E-Akte in der öffentlichen Verwaltung mit über 500 Teilnehmern auf eine große Resonanz gestoßen ist, findet vom 18. bis 19. November 2010 im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung eine Folgeveranstaltung mit gleicher Ausrichtung statt. „Es hat sich gezeigt, dass ein erfolgreiches Agieren zu den Fragen der E-Akte, LZS und Archivierung zu den Schlüsselkompetenzen für die Verwaltungsmodernisierung und das E-Government gehören“, so INFORA-Geschäftsführer Rainer …

Das könnte Sie auch interessieren:

Effizientes E-Government durch effiziente Service-Strukturen
Effizientes E-Government durch effiziente Service-Strukturen
… 11. und 12. Februar 2009 das 15. Anwenderforum E-Government. Es findet im Bundespresseamt in Berlin-Mitte statt. Im Mittelpunkt der Jubiläumsveranstaltung stehen Shared Services, die die kostenträchtige Autonomie von Behörden in der Wahrnehmung von sogenannten Querschnittsaufgaben, die nicht zu den jeweiligen Kernaufgaben zählen, überwinden. Zu diesen …
Bild: Neuer Trend: Outsourcing bei Shared Service Centern - SGH Service AG unterstützt im RechnungswesenBild: Neuer Trend: Outsourcing bei Shared Service Centern - SGH Service AG unterstützt im Rechnungswesen
Neuer Trend: Outsourcing bei Shared Service Centern - SGH Service AG unterstützt im Rechnungswesen
Unternehmen führen in den letzten Jahren vermehrt Shared Service Center (SSC) ein. Diese Center zentralisieren und vereinheitlichen bisher dezentrale und unterschiedliche Arbeitsabläufe. Insbesondere im Bereich Finance können homogene und automatisierte Prozesse die Effizienz erheblich steigern und zum Senken der Kosten beitragen. Eingehende Rechnungen …
Gute Noten für ITIL
Gute Noten für ITIL
… bewertet, als zum Start der ITIL-Maßnahmen geplant. Für etwa zwei von fünf haben auch die Ergebnisse bei der Benutzerzufriedenheit und Qualität der IT-Services sowie der Standardisierung bei den IT-Prozessen die Projekterwartungen deutlich überschritten. Ebenso konnten 39 Prozent der ITIL-Anwender bei der Kostenreduzierung höhere Effekte als vermutet …
Bild: Das 7. Jahresforum für Shared Services setzte auf Kongresstechnik von EvaneBild: Das 7. Jahresforum für Shared Services setzte auf Kongresstechnik von Evane
Das 7. Jahresforum für Shared Services setzte auf Kongresstechnik von Evane
Im Zuge der anhaltenden Kosteneinsparungen sind in großen Unternehmen sogenannte Shared Service Center keine unbekannten Organisationseinheiten mehr. Je größer der verwaltungstechnische Aufwand, desto größer sind auch die Überschneidungen in den Arbeitsabläufen, welche sich zentralisieren lassen. Statt der Verteilung auf die einzelnen Abteilungen dienen …
Shared Service Center - Wachsender Veränderungsdruck im Finanzwesen
Shared Service Center - Wachsender Veränderungsdruck im Finanzwesen
… Unternehmen überdenken bestehende Prozesse und Strukturen, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Gerade der Aufbau von übergreifenden Verantwortungsbereichen durch Shared Service Center führt teilweise zu einschneidenden Veränderungen, bietet engagierten Kräften im Finanz- und Rechnungswesen aber auch neue Chancen. „Das Finanzwesen gewinnt eine …
Bild: Nominierungen für besondere Leistungen im Bereich Shared Services gehen in die EndrundeBild: Nominierungen für besondere Leistungen im Bereich Shared Services gehen in die Endrunde
Nominierungen für besondere Leistungen im Bereich Shared Services gehen in die Endrunde
Bei der diesjährigen Shared Services Woche werden am 21. November in Berlin erstmals die SSON Excellence Awards in Deutschland verliehen. Die Awards werden in 2 Kategorien verliehen. Das Shared Services & Outsourcing Network vergibt einen Award in der Kategorie „Bestes Shared Service Center 2011“. Bis zum 10. Oktober 2011 ist es möglich, sich für …
Shared Service Center attackieren das Outsourcing-Geschäft
Shared Service Center attackieren das Outsourcing-Geschäft
(Köln, 22.10.2008) Das klassische Outsourcing erfährt besonders auf dem Gebiet der IT-Dienstleistungen zunehmend Konkurrenz durch Shared Service Center. Diese genießen nach einer Erhebung des Beratungshauses INFORA unter IT-Verantwortlichen aus 188 großen Unternehmen und öffentlichen Institutionen eine deutlich wachsende Akzeptanz. Neben wirtschaftlichen …
Abschluss der Vergaberechtsreform - was ändert sich in der Praxis?
Abschluss der Vergaberechtsreform - was ändert sich in der Praxis?
… eine lebendige Plattform für den persönlichen Erfahrungsaustausch. Eröffnet wird die Veranstaltung mit einem Referat unter dem Titel „Von der Reichsverdingungsordnung zum Shared-Service Center“, in dem der kontinuierliche Wandel der IT-Beschaffung skizziert wird. „Der besondere Vorzug der Tagung besteht darin, dass sie die rechtlichen Vorgaben nicht …
Bild: AnyDoc und Sivis implementierten Lösung für die Buchhaltung bei SAP-Spezialist SNP AGBild: AnyDoc und Sivis implementierten Lösung für die Buchhaltung bei SAP-Spezialist SNP AG
AnyDoc und Sivis implementierten Lösung für die Buchhaltung bei SAP-Spezialist SNP AG
Das Expertendoppel ermöglicht die Zusammenführung der Finanzbuchhaltungen sämtlicher SNP-Niederlassungen in einem Shared-Service-Center Wiesbaden, 9. Februar 2010 – AnyDoc Software hat, gemeinsam mit seinem Partnerunternehmen Sivis, eine Lösung für die Finanzbuchhaltung bei SAP-Spezialist SNP AG umgesetzt. Ziel des Projekts war die Zusammenführung der …
Bild: Wirtschaftsstandort Litauen mehrfach ausgezeichnetBild: Wirtschaftsstandort Litauen mehrfach ausgezeichnet
Wirtschaftsstandort Litauen mehrfach ausgezeichnet
Vilnius/Frankfurt, 26.03.2014 – Litauen war einer der großen Gewinner bei den diesjährigen CEE Outsourcing and Shared Services Awards am 6. Februar in Warschau, Polen. Das Land am Baltikum erhielt die Auszeichnung für die Hauptstadt Vilnius als beste Stadt in Zentral- und Osteuropa sowie zwei weitere Preise für die litauischen Shared Services Centres …
Sie lesen gerade: INFORA mit strategischen Leitlinien zum Aufbau von Shared Service Center