(openPR) Berlin:. Zum endgültigen Aus für die deutsche Mondmission erklärte die Obfrau der FDP im Haushaltsausschuss und Technologiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrike Flach:
Auch in der nächtlichen Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses haben die Koalitionsfraktionen keinen Antrag zur Finanzierung einer deutschen Mondmission eingebracht. Obwohl es bis zuletzt immer noch Gerüchte gab, die Bundesregierung würde doch einen Weg finden, dieses Projekt auf die Schiene zu setzen. Einen entsprechenden FDP-Antrag hatten die Koalitionsfraktionen abgelehnt. Allerdings hatten sowohl Ministerin Schavan als auch Minister Glos immer wieder das Interesse an einer deutschen Mission betont. Die Regierung hat sozusagen „den Mond zu voll genommen“ und ist nicht in der Lage, dieses wichtige Element einer High-Tech-Strategie umzusetzen. Dabei wäre im Haushalt des Wirtschaftsministers allein aus den Einsparungen bei den Steinkohlesubventionen wegen höherer Kohlepreise eine Finanzierung machbar gewesen.
Das Scheitern der Mondmission zeigt: Deutschland tut sich schwer mit technologischen Großprojekten. Sei es der Transrapid, sei es die elektronische Gesundheitskarte – neue Technologien kommen nicht oder nur in abgespeckten Mini-Versionen in den Markt. Zweitens bedeutet ein Verzicht auf ein eigenes Referenzprojekt in der Raumfahrt eine Verschlechterung der deutschen Position in der ESA. Wer selbst kein Geld in die Hand nimmt, wird sich schwer tun, die Technologieführerschaft bei ESA-Projekten zu erhalten. Drittens zeigt dieses Beispiel, dass zwischen den Ministerien von Frau Schavan und Herrn Glos keine Koordination in Sachen High-Tech-Strategie stattfindet, sondern eisige Weltraumkälte herrscht.













