(openPR) Ringen Bundesliga Gruppe Süd 11 Kampftag.
Mit 21:18 und fünf Siegen kehrten die Johanniser Ringer von ihrem Auswärtskampf gegen den Tabellenzweiten KSV Aalen zurück. KSV Aalen gegen den SV Johannis 07, da rechnet man, wie im Vorjahr geschehen mit einer Maximalausbeute von 5 Punkten. Eigentlich war man dorthin gefahren um sich respektvoll zu präsentieren und die Niederlage mit mindestens einem Sieg nicht allzu hoch ausfallen zu lassen. Doch dann kam alles ganz anders.
Schon auf der Waage machten sich die Trainer Graupeter und Rieger Hoffnungen auf mindestens 10 Punkte. Hatten die Aalener doch nicht alle ihrer Hochkaräter aufgeboten um ihren Zuschauern unterhaltsamen Ringkampf zu bieten. Der Hallensprecher begrüsste die Nürnberger Mannschaft besonders und wies die Zuschauer extra auf die besondere Leistung der Johannis Ringer hin, die ohne die drei Neuzugänge jede Woche aussichtslos ins Rennen gehen.
Einer ihrer Athleten, Vasili Fedorishin aus der Ukraine musste sich den Preis für den Weltbesten Ringer des Jahres abholen und konnte deshalb nicht antreten.
Aber auch sonst kamen die Aalener den Nürnberger Gästen entgegen.
Das es dann am Schluss noch eng wurde damit hatten Sie aber nicht gerechnet.
Pech hatte Fabian Schmitt in der 55 kg der mit Constantin Bulibasa einen Stammringer zum Gegner hatte. Die ersten zwei Runden hatte er noch etwas zuviel Respekt, traute sich dann erst in der dritten Runde etwas zu. 27 kg mehr als sein eigenes Körpergewicht musste dann Fabian Appel mit Ralf Böhringer, dem dritten deutschen Meister im Schwergewicht bewegen. Selbst schnelle Beinangriffe waren hier kein Rezept, um den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Dann aber der erste Sieg durch Tim Schleicher gegen Julian Meyer, ein Aalener Nachwuchsgewächs, aber kein Prüfstein für Tim Schleicher und somit die ersten vier Zähler auf dem Konto der Johanniser. Auch Alexander Baumeister lies sich anstecken und kam in der letzten Runde knapp vor Schluss sogar noch auf ein 4:3. Leider reichte es nicht gegen den deutschen Juniorenvizemeister Koskun Efe. Mit Patrick Sorg hatte Sven Dürmeier einen alten Bekannten zum Gegner. Bereits auf der deutschen Juniorenmeisterschaft standen sich die beiden im Finale gegenüber, damals gewann knapp der Aalener. Auch im Vorkampf hatte er die Nase vorn. Nun zeigte der Nürnberger Nerven. Nach zweimal 2:2 unentschieden, aber die letzte Wertung von ihm errungen, lag er mit 2 Runden vorne. Dann hatte er aber einen Durchhänger, lies sich dreimal durchdrehen und der Gegner bekam Oberwasser. Sven Dürmeier zeigte daraufhin taktisches Geschick und gewann die letzte Runde mit 3:1 Punkten, und damit den Kampf, trotz Trainingsrückstand bedingt durch die Grundausbildung bei der Bundeswehr.
Mit 12:7 sah es in der Pause gar nicht so schlecht aus. Dem Olympiafünften David Bichinashvili stellte man von Nürnberger Seite keinen Gegner. Matthias Baumeister begann in der 84 kg Klasse gegen den Bundesligaerfahrenen Patrick Nuding fulminant und gewann die erste Runde mit 3:1, musste aber zum Schluss eine 3:1 Niederlage hinnehmen. Anschließend Mario Besold, der seinen ebenfalls im Nachwuchskader ringenden Gegner Benjamin Sezgin gleich mit einer spektakulären Aktion in nur 17 Sekunden auf die Schultern legte und damit für eine Überraschung sorgte. 19:12 stand es nun vor den letzten beiden Kämpfen.
Sebastian Krieger machte die Sache wieder mal richtig spannend. Fegte er seinen Gegner in der ersten Runde mit 6:0 von der Matte, schaltete er in der zweiten Runde einen Gang zurück und gewann aber ebenso sicher noch mit 3:0 Punkten. Dann aber schon erste Konzentrationsschwächen und er verlor die dritte Runde mit 4:3 und die nächste sogar mit 7:0. Somit musste der Sieger in der letzten Runde ermittelt werden. Auch hier lag er schon mit 3:1 Punkten hinten überstieg dann den Gegner aber Sekunden vor Schluss, wobei sein Kontrahent eigentlich in der Oberlage war und brachte ihn an den Rande einer Schulterniederlage. Diese kam jedoch erst nach dem Gong.
Im letztem Kampf zog sich dann der erfahrene Aalener Trainer Hüseyin Karaman noch einmal das Trikot selbst an und wurde von den Zuschauern auch entsprechend gefeiert. Nicht davon aus der Ruhe bringen lies sich jedoch Florian Böhm, der den „alten“ Fuchs jederzeit kontrollierte und selbst als er in der zweiten Runde im Rückstand war, noch kurz vor Schluss der Runde eine Wertung hervorzauberte.
Somit nahm der Tag mit dem Kampfergebnis 21:18 für die Nürnberger Nachwuchstruppe einen überraschenden Ausgang und man will die Saison und den Abschied aus der ersten Bundesliga nun mit den letzten beiden Heimkämpfen am 22.11 und 6.12 nochmal so richtig feiern.











