openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Änderungsantrag der Fraktionen CDU/CSU und SPD zum „Flexi II“

(openPR) Wird eine Überführung der Wertkonten in die bAV zukünftig ausgeschlossen?

Frankfurt, 10.11.2008 - Einen Tag vor der Sacherverständigen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales haben die Fraktionen CDU/CSU und SPD wichtige Änderungsanträge zum Gesetzentwurf der Bundesregierung „Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen“ („Flexi II“) –Drucksache 16/10289 verfasst.



Demnach soll die Bezeichnung des Gesetzes „Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen und zur Änderung anderer Gesetze“ lauten.

Die wichtigsten Änderungsanträge zum SBG IV und damit zum Bereich der Zeitwertkonten haben folgende Inhalte:

Herabsetzung der Schwellenwerte
Die Schwellenwerte für die Insolvenzsicherung und für eine Übertragung auf die Deutsche Rentenversicherung Bund sollen erheblich gesenkt werden. n seiner heutigen Fassung sieht der Gesetzentwurf vor, dass die Wertguthaben einschließlich des darin enthaltenen Gesamtsozialversicherungsbeitrages gegen das Risiko der Insolvenz des Arbeitgebers vollständig abzusichern ist, wenn 1. ein Anspruch auf Insolvenzgeld nicht besteht, 2. das Wertguthaben einschließlich des darin enthaltenen Gesamtsozialversicherungsbeitrages einen Betrag in Höhe des Dreifachen der monatlichen Bezugsgröße nach §18 SGB IV (zur Zeit 7.455€) übersteigt und 3. der vereinbarte Zeitraum, in dem das Wertguthaben auszugleichen ist, 27 Monate nach der ersten Gutschrift übersteigt.
Der Änderungsantrag sieht vor, dass eine Insolvenzsicherung bereits dann vorzunehmen ist, wenn der Wert die monatliche Bezugsgröße übersteigt. Die Nr. 3 soll ersatzlos gestrichen werden. Entsprechend dem Antrag der Fraktionen soll die Übertragung der Wertguthaben auf die Deutsche Rentenversicherung Bund schon dann möglich sein, wenn das Wertguthaben einschließlich des Gesamtsozialversicherungsbeitrages einen Betrag in Höhe des Sechsfachen der monatlichen Bezugsgröße (momentan 14.910€) übersteigt. Der Entwurf zum „Flexi II“ sieht bisher einen Schwellenwert in Höhe des Zwölffachen der monatlichen Bezugsgröße vor. Des Weiteren sollen die Regelungen zur Portabilität der Wertguthaben auf die Deutsche Rentenversicherung Bund erst zum 1. Juli 2009 in Kraft treten. Da nun die Möglichkeit bestehen soll, auch kleinere Wertguthaben auf die Deutsche Rentenversicherung Bund zu übertragen, soll dieser Zeit zur Vorbereitung gegeben werden.

Ausschluss der beitragsfreien Überführung in die bAV
Die wohl wichtigste Änderung der Anträge der Fraktionen für den Bereich der Zeitwertkonten ist die Streichung der sozialversicherungsfreien Überführung in die betriebliche Altersversorgung. Aus der Begründung geht hervor, dass diese Möglichkeit in der Praxis teilweise sehr exzessiv genutzt wurde. Eine zunehmende Anzahl an Wertguthaben würde entgegen der gesetzlichen Intention ausschließlich zur späteren Überführung in die betriebliche Altersversorgung geführt. Außerdem könne man auf diese Weise eine klarere Trennung von betrieblicher Altersversorgung und Wertkonten erreichen.
Ausgenommen von dieser Änderung sind jedoch bestehende tarifliche Vereinbarungen; diese können weiter wie bisher umgesetzt und bei entsprechender Vereinbarung für eine Überführung in die bAV genutzt werden.
Ein Bestandsschutz hinsichtlich der beitragsfreien Verwendung ist für Vereinbarungen vorgesehen, die vor der letzten Lesung im Bundestag geschlossen wurden, vorgesehen. Diese ist für den 13. November 2008 angesetzt.

Stellungnahme der Deutschen Zeitwert GmbH
„Den Forderungen für eine Absenkung der Schwellenwerte ist positiv zu bewerten, da diese insbesondere den Arbeitnehmern zugute kommen. Der Änderungsantrag hinsichtlich des Ausschlusses der beitragsfreien Überführung in die betriebliche Altersversorgung ist nicht nachvollziehbar. In der Praxis stand stets die Wertkontenvereinbarung im Vordergrund. Die beitragsfreie Überführung in die betriebliche Altersversorgung war lediglich immer nur eine Option, von der dann Gebrauch gemacht wurde, wenn der Arbeitnehmer das Wertguthaben letztlich nicht für eine Freistellung von der Arbeitsleistung benötigt hat. Von einer exzessiven Nutzung kann hier nicht gesprochen werden. Die Bestandsschutzregelung ist zudem viel zu kurz ausgestaltet. Viele Unternehmen werden erst nach dem in Kraft treten des „Flexi II“ Zeitwertkonten-Modelle implementieren, da erst dann eine eindeutige Rechtslage besteht, was die Deutsche Zeitwert GmbH auch empfiehlt“, sagt Steffen Raab, Geschäftsführer der Deutschen Zeitwert GmbH.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 257999
 1116

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Änderungsantrag der Fraktionen CDU/CSU und SPD zum „Flexi II““ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Zeitwert GmbH

Neue Leitung für Deutsche Zeitwert GmbH: Dr. Christoph Staabs hat seit April Geschäftsverantwortung übernommen
Neue Leitung für Deutsche Zeitwert GmbH: Dr. Christoph Staabs hat seit April Geschäftsverantwortung übernommen
Die Deutsche Zeitwert GmbH aus Neumünster in Schleswig-Holstein hat seit April 2012 einen neuen Geschäftsführer: Dr. rer. nat. Christoph Staabs. Der promovierte Ozeanograph hat während seiner beruflichen Laufbahn viel Erfahrung in der Informationstechnologie gesammelt. „Ich freue mich sehr auf diese spannende Aufgabe. Die Vorteile von individuellen Zeitwertkonten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben mich sofort überzeugt“, nimmt der Software-Spezialist Staabs mit Tatendrang die Geschäftsleitung in seine Hand. „Mir ist es besonders wichtig, …
Bild: Individuelle Zeitwertkonten – Ein wertvolles Instrument neben der betrieblichen Altersvorsorge
Individuelle Zeitwertkonten – Ein wertvolles Instrument neben der betrieblichen Altersvorsorge
Seit zehn Jahren haben Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersvorsorge. Viele nutzen das Angebot allerdings noch nicht. Besonders die jungen Arbeitnehmer zögern. Vor dem Hintergrund der demografischen Herausforderungen ist die betriebliche Altersvorsorge eine notwendige Ergänzung zur gesetzlichen Rente. “Individuelle Zeitwertkonten gehören zu den besonders gut durchdachten Instrumenten für die Altersvorsorge“, erklärt der Geschäftsführer der Deutschen Zeitwert GmbH, Dirk Carstens. Viele Arbeitnehmer können sich nicht vorstel…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bildungsplanung: CDU manoevriert sich ins Abseits – FDP zieht mit Rot-Gruen an einem Strang
Bildungsplanung: CDU manoevriert sich ins Abseits – FDP zieht mit Rot-Gruen an einem Strang
… von Bund und Laendern aus. Gleichzeitig beklagt die Union lautstark die moeglichen Folgen der eigenen Politik. Die Aufkuendigung des ueber lange Jahre zwischen allen Fraktionen des Bundestages herrschenden Konsenses ueber die Notwendigkeit der gemeinsamen stoesst nicht nur bei Rot-Gruen, sondern auch bei der FDP auf offene Ablehnung. Frau Reiche …
Großmarkt-Neubau in Sendling: Die große Koalition im Münchner Stadtrat entscheidet sich für Investorenmodell
Großmarkt-Neubau in Sendling: Die große Koalition im Münchner Stadtrat entscheidet sich für Investorenmodell
… Hallenneubaus haben sich die Stadträte von CSU und SPD – gegen sämtliche anderen Fraktionen – für ein Investorenmodell und damit für ihren gemeinsamen Änderungsantrag entschieden. Ursprünglich waren Planung, Errichtung und Finanzierung des Neubaus unter städtischer Regie vorgesehen. Der künftige Betrieb des Großmarktes soll weiterhin unter städtischer …
BV Geriatrie: Pandemie-Ausgleich für Reha-Einrichtungen muss zeitnah umgesetzt werden
BV Geriatrie: Pandemie-Ausgleich für Reha-Einrichtungen muss zeitnah umgesetzt werden
Der aktuelle Änderungsantrag der Regierungsfraktionen zum GPVG-Entwurf sieht zwecks pandemiebedingter Anpassungen individuelle Vergütungsverhandlungen vor. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Reha-Einrichtungen begrüßt der Bundesverband Geriatrie diesen Ausgleich. Statt aufwändiger Verhandlungen sind allerdings zeitnahe Hilfen das Gebot der …
Küstenwache schaffen
Küstenwache schaffen
… der Marine zur Abwehr von terroristischen Gefahren muss auf eine gesicherte Rechtsgrundlage gestellt werden. Am vergangenen Freitag hat sich gezeigt, dass unter den Bundestagsfraktionen im Grundsatz Einigkeit besteht, eine Bündelung der Kompetenzen auf See zu schaffen. Im Sinne einer effektiven Gefahrenabwehr hoffen wir, dass die SPD-Fraktion, genau …
Bild: Großkoalitionäre wollen eine Sperrklausel im EU-Wahlrecht mit der Brechstange durchsetzen!Bild: Großkoalitionäre wollen eine Sperrklausel im EU-Wahlrecht mit der Brechstange durchsetzen!
Großkoalitionäre wollen eine Sperrklausel im EU-Wahlrecht mit der Brechstange durchsetzen!
… Sperrklausel wirkt somit nicht einer Zersplitterung des Parlaments entgegen, sondern verschiebt die Kräfteverhältnisse innerhalb des EU-Parlaments am Wählerwillen vorbei zugunsten der EU-Fraktionen, denen CDU, CSU oder SPD angehören. Die ÖDP NRW kündigt gegen diese verfassungswidrige Sperrklausel entschiedenen Widerstand an. Im Herbst 2017 hatte die …
Bundesrat billigt „Flexi II“
Bundesrat billigt „Flexi II“
… Höhe des Sechsfachen der monatlichen Bezugsgröße (2009: 15.120 € West und 12.810 € Ost) übersteigt. Diese Regelung entspricht dem eingebrachten und vom Bundestag angenommenen Änderungsantrag der Fraktionen CDU/CSU und SPD vom 4.11.2008. Der Gesetzentwurf in seiner Fassung vom 13.8.2008 sah noch einen Schwellenwert in Höhe des Zwölffachen der monatlichen …
Bild: FDP will Wale schützen, aber Delfine zu Forschungszwecken importieren - Rücktritt gefordert
FDP will Wale schützen, aber Delfine zu Forschungszwecken importieren - Rücktritt gefordert
… Jahr hatte der Bundestag parteiübergreifend einen Antrag angenommen, der sich dem Schutz der Wale widmet. Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD waren sich ausnahmsweise mit den Fraktionen der Grünen, der Linken und der FDP einig: Der Schutz der Wale muss sichergestellt werden und auf der alljährlichen Tagung der Internationalen Walfang Kommission (ICW) …
Claus Schaffer: "Jamaika schließt sich dem Reformationstag-Vorschlag der AfD an - wird aber auch Zeit"
Claus Schaffer: "Jamaika schließt sich dem Reformationstag-Vorschlag der AfD an - wird aber auch Zeit"
… beantragt hat. Claus Schaffer, innen- und rechtspolitischer Sprecher der AfD im Kieler Landtag, erklärt dazu: "Als die AfD-Fraktion am 27. Juni 2017 per Änderungsantrag den Reformationstag als neuen gesetzlichen Feiertag für Schleswig-Holstein vorschlug, wollte keine der anderen Fraktionen dem zustimmen: weder die Regierungsfraktionen von CDU, GRÜNEN …
Missbrauch und Willkür der Koalitionsmehrheit stoppen
Missbrauch und Willkür der Koalitionsmehrheit stoppen
… Bundestag müssten sich auch im Vermittlungsausschuss bei der Besetzung der Bundestagsbank widerspiegeln. Das ist unzutreffend. Maßgebend sind die Stärkeverhältnisse der Fraktionen. Dis entspricht einem tragenden Grundsatz des deutschen Parlamentarismus. Die Koalition verkennt mit ihrer Auffassung grundlegend Aufgabe und Struktur des Vermittlungsausschusses. …
Bild: Arbeitgeber darf Smartphones und Software steuerfrei überlassenBild: Arbeitgeber darf Smartphones und Software steuerfrei überlassen
Arbeitgeber darf Smartphones und Software steuerfrei überlassen
… der privaten Nutzung von Software und Smartphones mit einer notwendigen Steuervereinfachung. Dieser Sichtweise schloss sich auch die SPD-Fraktion an. Dagegen enthielten sich die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der Linken bei der Abstimmung und verwiesen auf Missbrauchsmöglichkeiten durch die Umwandlung von Barlohn in Sachlohn. Eine Befürchtung …
Sie lesen gerade: Änderungsantrag der Fraktionen CDU/CSU und SPD zum „Flexi II“