(openPR) Leverkusen, 26. Oktober 2008 – "Die Finanzwirtschaft muss wieder der Realwirtschaft dienen." fordert der in Industrie und Finanzwirtschaft erfahrene Unternehmensberater Hauke Fürstenwerth in einem Interview mit dem manager-magazine online. "Die Dienstleistungsfunktion zur Finanzierung der Realwirtschaft ist in den Hintergrund getreten, die Verwaltung gehorteter Gelder ins Zentrum der Finanzwirtschaft gerückt. Dieser Sektor der Finanzwirtschaft ist zu einem Kasino degeneriert, in welchem mit "Finanzinnovationen" nur noch Glücksspiel betrieben wird." Diese Fehlentwicklung hat Fürstenwerth bereits in seinem Buch "Geld arbeitet nicht" thematisiert und an Hand konkreter Beispiele faktenreich belegt. Er setzt sich dafür ein, für die Finanzmärkte Bedingungen zu schaffen, wie sie in allen anderen Bereichen der freien Marktwirtschaft akzeptiert werden. "Behandeln wir Finanzprodukte genau so wie alle anderen Produkte auch! Jedes Pharmaunternehmen muss neue Produkte von einer staatlichen Behörde überprüfen lassen, bevor Patienten sie einnehmen dürfen. Es darf aber jedes noch so dämliche Wettprodukt an der Börse gehandelt werden, ohne dass es eine Kontrolle gibt oder eine Einschätzung der möglichen Folgen für die Volkswirtschaft." Fürstenwerth bemängelt, dass die öffentliche Diskussion der aktuellen Finanzkrise von weltanschaulichen Auseinandersetzungen dominiert wird und dabei elementare Zusammenhänge keine Beachtung finden. Er verweist darauf, dass bei Wetten mit strukturierten Finanzprodukten kein Mehrwert geschaffen wird. "Es wird nur vorhandenes Vermögen umverteilt. Das Geld wandert vom Verlierer zum Gewinner. Der einzige, der immer einen Schnitt macht, ist der Buchmacher. Von 2003 bis heute sind in den USA bei Hypothekenkrediten und davon abgeleiteten Produkten allein für Provisionen und Boni zwei Billionen US-Dollar gezahlt worden." Fürstenwerth fordert " Das Kasino Finanzwirtschaft muss geschlossen werden, damit das Geld wieder in die Realwirtschaft investiert wird."
Das Interview ist online verfügbar unter der URL
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,583325,00.html
Das Buch "Geld arbeitet nicht - wer bestimmt über Geld, Wirtschaft und Politik?" ist erschienen im Verlag Shaker Media, Aachen, Dezember 2007
ISBN 978-3-940459-22-0, 330 Seiten, 49 Abbildungen, 24,80 EUR
Verfügbar on-line, direkt vom Verlag:
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