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Kürzere Arbeitszeiten sind der falsche Weg für den Standort Deutschland

01.01.200410:00 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) International wettbewerbsfähige Arbeitsplätze und Arbeitskostenstrukturen entscheidend

30. Oktober 2003: Zur Debatte um eine Verkürzung der Arbeitszeit in großen deutschen Unternehmen erklärt der mittelstandspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hartmut Schauerte MdB:



Die jüngsten Versuche großer deutscher Unternehmen, in der derzeitigen wirtschaftlichen Krise durch Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnausgleich Kosten zu senken, sind betriebswirtschaftlich verständlich, können dadurch doch Entlassungen vermieden werden. Nicht zuletzt hebt sich diese Politik wohltuend von den erfolglosen Versuchen der Vergangenheit ab, mit kürzeren Arbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich Arbeitsplätze zu schaffen.

Und trotzdem: Langfristig kann eine solche Lohn- und Arbeitszeitstrategie keinen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland leisten. Hierfür sind international wettbewerbsfähige Arbeitsplätze und Arbeitskostenstrukturen entscheidend. Und da hat Deutschland erheblichen Nachholbedarf. So ist die Wochen-, Jahres- und Lebensarbeitszeit in Deutschland erheblich niedriger als in den Industrieländern, mit denen wir im Wettbewerb stehen. Kein Land hat so kurze Arbeitszeiten und so viele bezahlte Urlaubs- und Feiertage wie Deutschland. Und Länder mit längeren Arbeitszeiten weisen in der Regel niedrigere Arbeitslosenquoten auf als Länder mit kurzen Arbeitszeiten.

Volkswirtschaftliche Untersuchungen zeigen, dass entgegen populärer Vorurteile der limitierende Faktor für das deutsche Wirtschaftswachstum eindeutig der Produktionsfaktor Arbeit ist: Der Rückgang der pro Kopf der Bevölkerung gearbeiteten Stunden in den vergangenen Jahrzehnten ist der wichtigste Grund für das relativ schwache Wachstum des deutschen Pro-Kopf-Bruttoinlandproduktes. Durch eine kürzere Wochenarbeitszeit, eine höhere Zahl an Urlaubstagen, ein früheres Renteneintrittsalter und die steigende Arbeitslosigkeit ist die Zahl der pro Kopf der Bevölkerung gearbeiteten Stunden von 900 in den sechziger Jahren auf unter 700 Ende der neunziger Jahre gesunken, also fast um ein Viertel. Bezogen auf die Arbeitnehmer ist die Jahresarbeitszeit in diesen Zeitraum von 2.160 auf 1.440 Stunden im Jahr gesunken.

Gebot der Stunde in Deutschland sind deshalb offensive und keine defensiven Arbeitszeitstrategien. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und der gesamten Volkswirtschaft zu stärken, muss in Deutschland das Arbeitszeitvolumen kostenneutral und flexibel ausgeweitet werden.

Autor(en): Hartmut Schauerte

 

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