(openPR) Welchen Einfluss professionelle Headhunter auf Schlüsselpositionen im Management haben!
Ein Kommentar von Ivano Coni, Geschäftsführer der coni + partner, Spezialist für Executive Search im Banken- und Versicherungswesen
Die weltweite Finanzkrise wird Konsequenzen haben. Mehr Transparenz, ein Frühwarnsystem und die persönliche Haftung der Finanzmarktakteure sind nur einige der Vorschläge, die derzeit diskutiert werden. Zu überlegen ist auch, für Schlüsselpositionen einen anderen Typus „Manager“ zu wählen.
Für diese Top-Positionen im mittleren und gehobenem Banken-Management werden längst nicht nur Persönlichkeiten aus dem eigenen Nachwuchskader rekrutiert; sondern immer häufiger sind Personalberatungsunternehmen damit beauftragt, extern nach hoch qualifizierten Spezialisten zu suchen. Die Palette reicht vom Risk-Manager über den Auditor bis hin zum Business-Analysten.
Eine heikle Aufgabe auch für Personalberatungsunternehmen. Häufig müssen auch sie sich dem immer wieder erhobenen Vorwurf „mangelnde Sorgfaltspflicht walten zu lassen“, stellen. Oftmals werden Kandidaten aus Datenpools im Schnellverfahren er- und –vermittelt, die - jeglicher Sorgfaltspflicht entrückt – weder korrekt evaluiert noch zu keinem Zeitpunkt persönlich gesprochen wurden. Frei nach dem Grundsatz: Rendite vor Moral.
Seriöse Headhunter sind in etwa vergleichbar mit erfahrenen Gutachtern. Sie kennen das Unternehmen und wissen um dessen Struktur und Kultur bis ins Detail Bescheid. Gilt es nun eine Position zu besetzen, wird ein komplexer Prozess in Gang gesetzt. Recherche, Sichtung der Lebensläufe, Telefoninterviews und als letzte und alles entscheidende Hürde – das Vier-Augen-Gespräch. Hierbei gilt es nicht nur, Ausbildung und fachliche Qualifikation erneut auf den Prüfstand zu stellen, sondern besonders auch die so genannten „soft skills”. Dazu gehören das Auftreten, die Ausdrucksweise, feste ethische Werte, persönliches Engagement, die soziale Kompetenz des Kandidaten – aber auch Demut vor der Aufgabe und dem Umfeld.
Eine Umfrage von coni + partner unter den Kandidaten in den letzten Wochen ergab:
73 % der coni-Kandidaten wären inzwischen bereit, nach einem eigenen Fehlverhalten vorübergehend finanzielle Sanktionen zum Wohle ihres Unternehmens zu akzeptieren, letztendlich der Kunden.
53 % der Befragten sehen in den aktuellen Basisstrukturen einen entscheidenden Auslöser für die Misere.
87 % der Kadidaten wünschen sich in Zukunft wieder eine Konzentration auf ihr Kerngeschäft.
Die richtige Person auf der richtigen Position zu platzieren, erfordert ein hohes Maß an Verantwortung. Qualifikationsdefizite und aggressive Geschäftspraktiken haben die weltweite Finanzkrise mit ausgelöst. Höchste Zeit, einem neuen Manager-Typus Platz zu machen.






