(openPR) Mit geschwungenen Fassaden, umweltfreundlichen Materialien und einem ökologischen Konzept präsentiert sich das Wohn- und Gesundheitszentrum von Pysall.Ruge Architekten am Eingang nach St. Georg. Ein begrünter Hof für den Wohnungsbau und städtische Plätze für den Büro- und Ladenbereich sind die Verwirklichung einer Idee von differenzierten Stadträumen, Bauerscheinung, Aufenthaltsqualität, Lärmschutz und optimaler Belichtung für jeden Raum. Das Gesundheitszentrum ist ein Ensemble aus Wohn- und Bürolandschaften mit der erweiterten Struktur eines alten Krankenhauses und einem neuen Solitär. Den Kopf der Bebauung bildet das Bürohaus, welches in dynamischem Schwung, den Verkehrsfluss aufnehmend, die Topografie einer einstigen Wallanlage nachzeichnet. Durch die Figuration der vier bumerangförmigen Bauteile entsteht ein repräsentativer Eingang, ein begrünter Innenhof sowie ein ungehinderter Blick aus allen Büroräumen.
Der Energie- und Klimahaushalt erreicht in Ansätzen den Standard eines Passivhauses, in dem allein durch Nachheizen oder Nachkühlen des Frischluftvolumenstroms ausreichend Luftqualität gewährleistet werden kann - ohne dazu zusätzlich Umluft zu verwenden. Eine hoch wärmegedämmte Fassade und ein gutes Volumen-/Außenflächenverhältnis gewährleisten geringe Transmissionswärmeverluste. Eine durch Kraft-Wärmekopplung betriebene Energieumwandlungsanlage wandelt die Energie aus dem örtlichen Kraftwärmenetz in Wärme um und sorgt für einen geringen Primärenergiebedarf. Die Beheizung und Rückkühlung durch Betonkernaktivierung ist ein weiterer technischer Aspekt des ökologischen Konzepts dieses Projekts.
Für die Innenräume gilt das Konzept der Flexibilität, so werden die Flächen in feste Nutzungsflächen für Erschließung und Nassräume und anpassungsfähige Räumlichkeiten in Form von Zellen-/Kombi- oder frei möblierbaren Flächen unterteilt. Auf gute Durchlüftung und natürliche Belichtung wird in allen Räumen Wert gelegt.
Im Rahmen der Revitalisierung des Stadtteils Hamburg St. Georg wurde ein städtebaulicher Wettbewerb für die Entwicklung von 120 Wohnungen (ca. 12.000 qm BGF) sowie eines Verwaltungsgebäudes (ca. 18.000 qm BGF) auf einer Teilfläche des Krankenhauses Hamburg St. Georg ausgelobt. Dazu gehört die Schaffung weiterer Wohnungen, aber auch die Anpassung von Infrastruktureinrichtungen, städtebaulich die Klärung der Situation am Hansaplatz und die Optimierung St. Georgs als Einzelhandels-, Geschäfts- und Hotelstandort. Für die Hauptverwaltung der Securvita Betriebskrankenkasse, die als Vorreiter in der Anerkennung alternativer Medizin in der Gesundheitspolitik gilt, sollten Büro- bzw. Mietflächen für gleichgesinnte Gesundheitszweige entwickelt werden. Dabei sollte schon in dem Gebäude selbst die Ausrichtung der Securvita auf präventive sowie fernöstliche Heilmethoden ihren Ausdruck finden. Den städtebaulichen und architektonischen Entwurf übernahm das Berliner Architekturbüro Pysall.Ruge, nachdem es 2003 im Wettbewerb den ersten Platz gewann.















