(openPR) Anbaufläche hat sich seit 1995 verfünffacht
In Sachsen hat die Spargelernte jetzt auch im Freiland begonnen. Heute, Mittwoch, 28. April, gab Wolf-Eberhard Kuhl, Amtschef im sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, in Nieschütz (LKrs. Meißen) offiziell den Startschuss. Auf Spargel setzen 23 Betriebe - vor allem auf den sandig-lehmigen Böden rund um Dresden, Leipzig und in der Lausitz. Erwartet wird ein Durchschnittsertrag von 40 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha). Auf kurzem Wege kommt die Spezialität nun zum Verkauf, denn nur bei uneingeschränkter Frische erreicht sie ihr besonderes Aroma. Spargel ist auch gut für die gesunde Ernährung. Er hat sehr wenig Kalorien, liefert aber eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralstoffen.
Trotz des hohen Aufwands für das Pflegen der Dämme und die Ernte – allein dafür sind 1.400 Arbeitsstunden pro Hektar nötig - hat sich die Spargelfläche in Sachsen seit 1995 verfünffacht (1995: 80 Hektar, 2004: 421 Hektar). Mit diesem Umfang nimmt der Spargel hinter der Erbse, dem führenden Gemüse in Sachsen (etwa 2500 Hektar), schon den zweiten Rang ein (gefolgt von Buschbohne (390 ha), Spinat (343 ha), Zwiebel (336 ha) und Blumenkohl mit 302 ha). Dessen ungeachtet liegen gerade mal 2,3 Prozent der Spargelfläche Deutschlands in Sachsen. Im Vorjahr sind in Sachsens Anlagen rund 950 Tonnen Spargel geerntet worden.
Ein Spargelbeet wird in der Regel für acht Jahre angelegt. Erst ab dem dritten Jahr ist mit einem nennenswerten Ertrag zu rechnen. Um die Angebotszeit vorzuziehen, verwenden Sachsens Spargelbauern in zunehmenden Maße auch Folien oder setzen auf Gewächshäuser. Das Hochwasser des Jahres 2002 und das extreme Wetter im Jahr 2003 beeinträchtigen noch immer etwa 13 Prozent der Pflanzungen.
Hinweis für die Redaktionen: Die Liste der Spargelanbauer kann in der Pressestelle abgefragt werden.








