(openPR) Eine aufregende Saison in der Formula Master Rennserie fand in Monza ein ebenso aufregendes Ende. Im ersten Rennen flogen die Autos nur so über den Traditionskurs im königlichen Park, nur wenige Runden wurden nicht hinter dem Safety Car absolviert.
Tim war einer der wenigen Fahrer, die die Nerven behielten und keine spektakulären Unfälle auslösten. "Auf den langen Geraden konnte man sich im Windschatten ansaugen und dann waren teilweise drei Autos nebeneinander - das war ganz schön eng", beschreibt er die harten Zweikämpfe. Zudem wollten beim Saisonfinale noch einmal alle Fahrer auf sich aufmerksam machen.
Im Freien Training gelang Tim das eindrucksvoll: Platz 2 auf nasser Bahn im 1. Training, Platz 5 im trockenen 2. Training. "Bei leicht feuchten Bedingungen konnten wir recht gut mit der Spitze mithalten", erinnert er sich. "Auch Platz 5 im zweiten Training war okay, da wir nicht mit neuen Reifen gefahren sind." Im Qualifying reichte es dann aber doch nur zu Startplatz 8. Viele Gelbphasen und zwei Unterbrechungen machten die Zeitenjagd nicht gerade einfach. "Aber wir haben auch nicht ganz die Leistung abrufen können, die wir im Training zeigen konnten."
Der Start ins erste Rennen glückte nicht wie gewollt, die Drehzahl fiel in den Keller und Tim fiel zwei Plätze zurück. Danach kam es zum ersten Unfall: "Autos flogen an mir vorbei, standen in der Schikane quer, ich habe nur noch Staub gesehen und die Strecke war blockiert", beschreibt er das Chaos, aus dem er zwischenzeitlich als 14. herauskam. "Danach konnte ich mich durch Zwischenfälle und Überholmanöver noch bis auf Platz 8 nach vorne kämpfen." In der letzten Runde schnappte er sich noch seinen Landsmann Michael Ammermüller und sicherte sich so die Pole Position für das zweite Rennen.
"Diesmal hatte ich einen ganz guten Start", erzählt Tim. "Leider wurde ich in der ersten Kurve von Schlegelmilch überholt, der die Schikane geschnitten hat." In den Anfangsrunden konnte Tim noch um Platz 3 kämpfen, "aber dann fiel ich Runde um Runde zurück". Starkes Übersteuern aufgrund eines technischen Defektes machte sein Auto immer schwieriger zu fahren. "Dadurch stand ich in der Parabolica quer, verlor viel Schwung und hatte so keine Chance." Seine Gegner konnten einer nach dem anderen an ihm vorbeiziehen. "Ich konnte nicht viel machen, es war ein Kampf mit stumpfen Waffen." Vermutlich war es ein schleichender Plattfuß hinten links. Dennoch erkämpfte er sich als Siebter weitere Punkte für die Gesamtwertung.
"Wir haben uns dieses Jahr von Rennen zu Rennen gesteigert, waren oft vorne dabei, aber leider hatten wir auch viel Pech und konnten die guten Voraussetzungen nicht immer in gute Ergebnisse umsetzen", zieht Tim seine Saisonbilanz. "Ich hatte gehofft, unter die Top-3 der Meisterschaft zu gelangen, aber in dieser Hinsicht blieben wir hinter den Erwartungen zurück. Aber es gab auch tolle Highlights wie meinen Podestplatz in Estoril, den wir mit ein bisschen Glück bei einigen Rennen hätten toppen können."













