(openPR) Rennwochenenden haben ihre eigenen Gesetze und Rennstrecken einen eigenen Charakter. Das sind zwei der Lehren, die Tim vom Formula Master Saisonauftakt in Valencia mitnimmt. Bei den Wintertests konnte Tim von Anfang an vorne mitmischen. Selbst als er beim ersten Test in Monza kurzfristig ins Auto stieg, war er in der Spitzengruppe anzutreffen. Dieses Bild wiederholte sich bei den Tests in Magny Cours.
Doch in Valencia kam die böse Überraschung: schon bei den Testfahrten an Ort und Stelle stimmte etwas mit dem Setup nicht. Tim kämpfte mit dem Auto, das nicht so ganz zur Streckencharakteristik des Circuit Ricardo Tormo passen wollte. "Es ist ein ganz spezieller, sehr rauer Asphalt", erklärt Tim. "Das ist hart zu den Reifen. Damit hatten wir ziemlich zu kämpfen." Mehr als zwei Runden konnte er mit neuen Reifen nicht schnell fahren.
Hinzu kam das Pech: im Training ging eine Ölpumpe kaputt, im Qualifying streikte nach drei Runden sein Getriebe. Somit ging es von Platz 26 ins erste Rennen - alles andere als eine gute Ausgangslage. Dennoch kämpfte sich Tim bis auf Platz 18 nach vorne. "Ich konnte am Start noch nicht mal die Ampel sehen", klagt er. "Trotzdem hatte ich einen guten Start, aber ab Mitte des Rennens ging es nicht weiter vorwärts." Er hatte bei seiner Aufholjagd den Reifen zu viel zugemutet. "Etwas Regen wäre für uns gut gewesen."
Der kam im zweiten Rennen. "So konnte ich von Platz 18 auf Platz 7 vorfahren", sagt Tim. "Das war für uns ideal." Nicht ganz so ins Bild passten einige Kollisionen, die Tim auf dem Weg nach vorne hatte. Als ihm wenige Runden vor Rennende ein anderer Fahrer ins Heck fuhr, löste sich die Hoffnung auf Punkte in Luft auf. "Er ist mir hinten rechts aufs Rad gefahren." Damit war das Rennen vorzeitig zu Ende.
Was hat am Wochenende am meisten Spaß gemacht?
Tim Sandtler: Ganz klar die Aufholjagd im zweiten Rennen. Von 18 auf 7 vorzufahren war toll. Ich konnte im Regen richtig durch das Feld schneiden und hätte mir sogar noch mehr Regen gewünscht. Für uns waren die Bedingungen perfekt. Schon bei den Regentests in Magny Cours waren wir vorne dabei.
Was nimmst Du Positives mit aus Valencia?
Tim Sandtler: Insgesamt haben wir uns hier schwer getan. Aber das Setupproblem dürfte nur auf dieser speziellen Streckencharakteristik vorhanden sein. Es ist ein bisschen doof gelaufen - denn das sind verschenkte Punkte, aber wir ziehen unsere Lehren daraus. Es hilft nichts, ihnen hinterher zu trauern. Wir greifen in zwei Wochen erneut an. Bei den Tests konnten wir fast immer die Pace der Spitze mitgehen und manchmal sogar das Tempo bestimmen. Es gibt also genügend Gründe, optimistisch zu sein.
Wo siehst Du Dich im Vergleich zur Konkurrenz?
Tim Sandtler: Die Konkurrenz ist recht gut, es sind gute Fahrer wie Michael Ammermüller und Chris van der Drift dabei. Aber wenn unser Auto stimmt, sind auch wir sehr stark. Wir haben bei den Tests unser Potenzial gezeigt und können vorne mitfahren. Ein Zuckerschlecken wird das allerdings nicht.













