(openPR) Ort: Brünn (CZ) - Am dritten Rennwochenende der International Formula Master Saison ist es Tim Sandtler gelungen: er holte im tschechischen Brünn den ersten Punkt. Für die lange Wartezeit waren technische Probleme an den ersten beiden Wochenenden in Valencia und Pau verantwortlich. "Diese Probleme machten es nicht gerade leichter", betont Tim, "aber das kann vorkommen und es war Pech, dass es bei mir gleich vermehrt vorgekommen ist." Mit dem Punktgewinn von Brünn soll sich alles zum Besseren wenden. "Es geht vorwärts", sagt Tim, der schon beim nächsten Rennen weitere Punkte einfahren möchte.
Ganz problemfrei kam Tim allerdings auch in Brünn nicht durch das Wochenende. Schon im Qualifying streikte ein Sensor des Luftmengenbegrenzers. "Ich konnte nicht immer Vollgas geben und hatte die ganze Zeit Aussetzer", beschreibt Tim die Folgen. Statt zwei Qualifyingversuchen auf neuen Reifen hatte er so nur einen. "Das war ein Risiko wegen der Rotphasen, zudem hatten wir Schwierigkeiten mit dem Setup." Startplatz 10 war angesichts dieser Probleme eine gute Ausgangsposition für das erste Rennen.
Der Start in den ersten Lauf verlief kurios. Vor Tim duellierten sich sein Teamkollege Filip Salaquarda und der Spanier Arturo Llobell auf dem Weg in die erste Kurve. Als Tim die beiden sah, ahnte er schon, dass es eng werden könnte. "Ich musste ihnen ausweichen, habe dadurch an Schwung und deswegen zwei Plätze verloren." Die Aufholjagd wurde von zwei Faktoren gebremst: einerseits ist die Strecke in Brünn nicht für viele Überholmöglichkeiten bekannt, andererseits untersteuerte Tims Auto sehr stark, so dass er seine Vorderreifen zu stark beanspruchte. "Ich konnte aus den Kurven nie richtig ans Gas gehen und Schwung mitnehmen", erklärt er. "So hatte ich nie die Möglichkeit, richtig anzugreifen." Dennoch habe er mit Platz 11 das Beste herausgeholt.
Das sollte sich im zweiten Lauf noch auszahlen. Übernacht feilten Tim und sein Team am Setup und machten einige Fortschritte in die richtige Richtung. "Mein Start war gut und ich konnte schon in den ersten Runden einige Plätze gutmachen", berichtet Tim. Danach befand er sich mitten im Renngeschehen und erkämpfte sich Platz 8. "Aber nach drei, vier Runden bekam ich ein ähnliches Problem wie im Qualifying: ich konnte nicht mehr Vollgas geben." Trotz dieses Handicaps verteidigte Tim Platz 8 und den ersten Saisonpunkt bis ins Ziel.
"Der erste Punkt und einige Überholmanöver im Rennen, das zeigt, dass wir uns in kleinen Schritten nach vorne arbeiten", zieht er eine erste Zwischenbilanz. Für die Pause bis zum nächsten Rennen in Estoril steht Datenanalyse auf dem Programm, um das Setup weiter zu verbessern. "Ich bin optimistisch", sagt Tim. "In Estoril waren wir bei den Tests gut. Wir haben gezeigt, dass wir das Potenzial haben, um ganz vorne mitzufahren. Mein Ziel bleiben Podestplätze."
Datum: 13. - 15. Juni 2008
Streckenlänge: 5,403 km
Rennen 1
Startposition: 10
Ergebnis: 11
Rennen 2
Startposition: 11
Ergebnis: 8












