(openPR) Berlin, 02.10.2008. Der GDA-Nährwertkompass hat den Verständlichkeits-Test bestanden: Für die Mehrheit der Briten ist die Kennzeichnung nach dem GDA-System verständlich – die Ampel hingegen führt Verbraucher in die Irre. Das ergibt eine repräsentative Umfrage des Europäischen Informationszentrums für Lebensmittel (EUFIC).
Das Informationszentrum befragte 2.019 Kunden der Supermarktketten Tesco, Sainsbury’s und ASDA. Getestet wurde die Verständlichkeit des GDA-Kompasses, der Ampelkennzeichnung sowie des so genannten Hybrid-Modells – einer Kombination aus Ampel und GDA-Kompass.
Von den drei Kennzeichnungssystemen wurden die GDA-Angaben auf der Vorderseite dabei als am häufigsten herangezogene Informationsquelle genannt. Ein Großteil der britischen Verbraucher weiß mit den Angaben des GDA-Nährwertkompasses genau umzugehen. 74 Prozent der Kunden von TESCO und Sainsbury’s interpretierten die ihnen vorgelegten GDA-Werte korrekt. „Nicht mehr als 70 Gramm Fett am Tag essen“ – 89 Prozent erkannten korrekt, dass es sich bei den Prozentangaben des GDA-Kompasses für Fett und Zucker um ein Maximum, nicht um Zielwerte handelt
Die Ampel wird von vielen Verbrauchern dagegen fehl interpretiert: 73 Prozent glauben, dass sie rot gekennzeichnete Produkte ganz meiden sollten, anstatt lediglich weniger davon zu verzehren. Nur ein geringer Teil der Befragten kam folglich nicht zu diesem Trugschluss.
Die Initiative Ausgezeichnet informiert sieht sich durch dieses Umfrageergebnis erneut in ihrer Position bestätigt. Der GDA-Nährwertkompass ist derzeit als einziges Nährwertkennzeichnungsmodell geeignet, Verbraucher bei der Zusammenstellung einer ausgewogenen Ernährung zu unterstützen. Denn: Nur das Wissen über die Nährwerte und deren Mengen, die in einer Portion eines Produktes enthalten sind, ist der Schlüssel für das Erlernen eines bewussten Ernährungsverhaltens.
Die Ampelkennzeichnung funktioniert nicht, wie die Studie offenbart. Auch die Mischform – das mit Ampelfarben unterlegte GDA-Modell – wie Verbraucherschutzminister Seehofer sie mittlerweile für Deutschland fordert – ist kein Königsweg, sondern allenfalls Verschlimmbesserung. Die Studie beweist: Das Hybrid-Modell, wie es die Supermarktkette ASDA verwendet, fanden nur 15 Prozent der befragten Briten hilfreich. Das ist nicht verwunderlich, denn beide Systeme beziehen sich auf unterschiedliche Bezugsgrößen – Portion vs. 100 Gramm. Generell konnten Verbraucher in ASDA-Märkten Nährwertangaben im Vergleich zu TESCO-Kunden seltener korrekt ablesen.
Der GDA-Nährwertkompass. Ausgewogen ernähren leicht gemacht.
Beim GDA-Nährwertkompass zeigt ein Icon auf der Vorderseite der Verpackung auf einen Blick, wie groß eine Portion sein sollte, wie viele Kalorien pro Portion enthalten sind und welchen Anteil an der täglichen Kalorienzufuhr diese Portion darstellt. Andere Nährwerte wie Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, gesättigtes Fett, Ballaststoffe, Natrium und Zucker stehen auf der Vorderseite oder Rückseite der Verpackung. Auf der Rückseite werden zusätzlich alle Werte pro 100 g/ml angegeben.
www.naehrwertkompass.de









