(openPR) Im Zusammenhang mit der Insolvenz des Investmentbankhauses "Lehman Brothers" drohen einzelnen Banken und Anlageberatern empfindliche Schadensersatzzahlungen. Lehmann Brothers hat sich in den vergangenen Jahren unter anderem als Emittent von sog. Zertifikaten auf Aktien oder Indizes (z.B. DAX Dow Jones) hervorgetan. Zertifikate waren in den letzten Jahren ein beliebtes Vertriebsprodukt der Banken und Anlageberater für deren private Kunden. Nunmehr zeigt sich, dass das sog. Emittentenrisiko bei den einzelnen Anlageberatungen offenbar nicht angesprochen oder aber verharmlost wurde. Rechtsanwalt Matthias Schröder von LSS Rechtsanwälte aus Frankfurt a.M. : "Derzeit melden sich nahezu täglich geschädigte Kunden, denen aktiv der Kauf der Zertifikate angeraten wurde und die übereinstimmend berichten, dass die Zertifikate als risikoarm dargestellt wurden". Besonders zahlreich, so Schröder, scheinen Kunden von Sparkassen betroffen, wobei auch andere große und führende Bankhäuser betroffen seien. Schadensersatzansprüche bestehen, wenn über das Emittentenrisiko oder andere Risiken nicht aufgeklärt bzw. diese verharmlost wurden. Ein weiterer Haftungsaspekt ist in zeitlicher Hinsicht zu sehen. Bereits im März 2008 gab es Anzeichen für eine Bonitätsverschlechterung von Lehmann Brothers.
Doch nicht nur die Anleger von Lehmann sind betroffen. Das Emittentenrisiko stellt sich grundsätzlich bei jedem Anbieter. Nach den erschütternden Meldungen der letzten Tage im September 2008 sind auch die Kunden anderer Zertifikateanbieter verunsichert, weiss Schröder zu berichten.
Zertifikate werden u.a. von den folgenden Häusern emittiert:
ABN Amro (ABN AMRO Bank N.V); Barclays Bank (Barclays Bank PLC); Bayern LB (Bayerische Landesbank); BHF-Bank (BHF-BANK Aktiengesellschaft); BNP Paribas (BNP Paribas Emissions- und Handelsgesellschaft mbH); Calyon (Calyon Financial Products Ltd. ; Citigroup (Citigroup Global Markets Deutschland AG & Co. KGaA / Citibank International plc.); Commerzbank AG; Credit Suisse; Deutsche Bank AG; Dresdner Bank (Dresdner Bank Aktiengesellschaft) DWS; DZ Bank Erste Bank; Goldman Sachs (Goldman, Sachs & Co. Wertpapier GmbH); HSBC Trinkaus; HSH Nordbank; HypoVereinsbank; ING Bank N.V.; JP Morgan; Landesbank Berlin AG; LBBW; Lehman Brothers; Lehman Brothers Treasury Co. B.V.; Merrill Lynch; Morgan Stanley & Co. International plc; Nomura;Rabobank Nederland; Raiffeisen Centrobank AG; Royal Bank of Scotland plc; Sal. Oppenheim; SEB AG; Société Générale; UBS AG; Volksbank AG; Vontobel; WestLB; WGZ Bank







