(openPR) Anlaesslich der heutigen Unterrichtung durch das BMWA im Ausschuss fuer Wirtschaft und Arbeit zum Stand der Personal-Service-Agenturen erklaert der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:
Personal-Service-Agenturen (PSA´en) sind und bleiben ein wichtiges und sinnvolles arbeitsmarktpolitisches Instrument. Der Konkurs von Maatwerk stellt das Konzept der PSA´en nicht in Frage. Die Agenturen fuer Arbeit arbeiten bundesweit mit mehr als 100 unterschiedlichen PSA-Betreibern zusammen, die durchaus erfoglreich am Markt bestehen.
Zahlreiche Reaktionen auf den Konkurs von Maatwerk aus den Reihen der Betreiber von PSA´en zeigen, dass diese ihr Engagement fortsetzen moechten. Dies unterstuetzen wir.
Fuer die Personal-Service-Agenturen ist die Kenntniss des oertlichen Arbeitsmarktes und die Einbindung in lokale Netzwerke fuer eine erfolgreiche Taetigkeit unabdingbar. Die PSA´en ueben im Ergebnis die Funktion eines Fallmanagers aus, wenn es darum geht, die Betroffenen dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren und hierfuer die am ehesten Erfolg versprechende Verleihmoeglichkeit suchen. Sie leisten eine umfassende Unterstuetzung der zugewiesenen Personen bei der Aufnahme einer dauerhaften Beschaeftigung.
Falsch ist die Behauptung, PSA´en wuerden durch die Bundesagentur fuer Arbeit einseitig durch die Zahlung von Honoraren fuer ihre Taetigkeit beguenstigt. Es gibt keine Wettbewerbsverzerrungen. Die vielfach behaupteten Verdraengungseffekte gegenueber der ueblichen Leiharbeit sind nicht eingetreten. Die Personal-Service-Agenturen verfolgen vielmehr eine andere Zielrichtung als die reinen Leiharbeitsunternehmen. Nicht die Loesung von Personalengpaessen bei den Entleihunternehmen steht im Vordergrund, sondern die endgueltige Vermittlung von zunaechst probeweise verliehenen PSA-Beschaeftigten. Die PSA´en sind keine Aufbewahranstalten, sondern sie vermitteln. Entscheidend ist: Zielgruppen der PSA´en sind Arbeitslose mit individuellen Vermittlungshemmnissen. Die Honorare sind so bemessen, dass sie dies beruecksichtigen. Die PSA, welche die ihr zugewiesenen Menschen schnell und erfolgreich integriert, erhaelt ein hoeheres Honorar als diejenige PSA, die weniger erfolgreich agiert. Engagement und Initiative werden belohnt.
Die Schlussfolgerungen aus dem Maatwerk-Konkurs werden gezogen. Die Bundesagentur fuer Arbeit beabsichtigt, das Ausschreibungsverfahren zu aendern. Bei der Vergabeentscheidung sollen kuenftig die regionale Marktanbindung der Anbieter sowie die Erfahrungen in der Leiharbeit staerker beruecksichtigt werden. Die bisherige Gewichtung von Fachkunde, Zuverlaessigkeit und Leistungsfaehigkeit einerseits und des Preises andererseits soll zugunsten der Fachkunde geaendert werden.







