(openPR) Projekt erhält €20 Millionen an Förderung durch das BMBF
30. September 2008 - Die Max-Planck-Innovation GmbH, die Technologie-Transfer-Einrichtung der Max-Planck-Gesellschaft, gibt heute bekannt, dass ihr Konzept für ein neues Drug Discovery and Development Center (DDC) €20 Millionen an Fördermitteln des Bundes¬ministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten wird. Die Mittel werden im Rahmen des “BioPharma - Strategiewettbewerbs für die Medizin der Zukunft” vergeben. Die insgesamt drei Gewinner des Wettbewerbes wurden heute von Staatsekretär Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer in Berlin präsentiert.
Das DDC wurde gemeinsam von Max-Planck-Innovation und Inventive Capital, einem in London ansässigen Finanzdienstleister, entwickelt, um die Ergebnisse exzellenter Grundlagenforschung in die Entwicklung neuer Medikamente zu überführen. Es umfasst zwei eigenständige Unternehmen: das Lead Discovery Center (LDC) und die Development Company (DevCo).
Das LDC, das bereits den Betrieb aufgenommen hat, nimmt innovative Forschungsprojekte auf, die außergewöhnliches medizinisches und kommerzielles Potenzial besitzen, aber noch zu früh in ihrer Entwicklung sind, um professionelle Entwicklungspartner aus der Industrie zu gewinnen. Das Team des LDC wird diese Projekte weiter entwickeln bis hin zu pharmazeutischen Wirkstoffen, die in Tiermodellen bereits den „Proof of Concept“ erbringen. Bis Ende dieses Jahres wird das LDC bereits sechs Projekte bearbeiten. Die Krankheitsfelder umfassen ein breites Spektrum, u.a. Krebs und Diabetes.
Die DevCo, die ihren Betrieb voraussichtlich in 2009 aufnehmen wird, kann die Wirkstoffe vom LDC übernehmen, um weiterführende Schritte der Arzneimittelentwicklung durchzuführen und klinische Studien mit Patienten zu beginnen. Beide Unternehmen – das LDC und die DevCo – werden hervorragend besetzt. Teams aus industrieerfahrenen Wissenschaftlern, Projektmanagern und Arzneimittelentwicklern werden sicherstellen, dass die Wirkstofffindung und –entwicklung gemäß internationaler Industriestandards durchgeführt wird. So hat das DDC beste Aussichten, hochinnovative und kommerziell attraktive Wirkstoffe bereit zu stellen, die auf eine enorme Nachfrage seitens der Industrie treffen, denn der Bedarf nach neuen Medikamenten ist hoch.
„Das DDC verfolgt einen völlig neuen Ansatz im Technologietransfer in Deutschland”, kommentiert Dr. Jörn Erselius, Geschäftsführer von Max-Planck-Innovation. “Es ist einzigartig, dass eine öffentliche Forschungseinrichtung den Aufbau unabhängiger Unternehmen für die integrierte Wirkstofffindung und –entwicklung unterstützt, und zudem erhebliche Mittel in frühe Phasen der Wirkstofffindung investiert. Wir freuen uns, dass das DDC unter zahlreichen, hervorragenden Projektvorschlägen ausgewählt wurde. Dies bestätigt unseren Ansatz und unterstreicht die Exzellenz des Konzeptes.”
„Außerdem können wir mit Hilfe der BMBF Mittel jetzt ein Portfolio an Projekten aufbauen, das so breit und vielfältig ist, dass es den nachhaltigen Erfolg des DDC sichert“, sagt Dr. Matthias Stein-Gerlach, Projektleiter DDC bei Max-Planck-Innovation. „Die ersten Projekte stammen aus Max-Planck-Instituten. In einem zweiten Schritt sind wir jedoch offen für Projekte aus verschiedenen Quellen: Universitäten, Forschungseinrichtungen oder Industrieunternehmen. Wir sind zuversichtlich, dass das DDC Modellcharakter für eine besonders effiziente und professionelle Kooperation zwischen Forschung und Pharmaindustrie haben wird.“
Der “BioPharma - Strategiewettbewerb für die Medizin der Zukunft” ist Teil der “Pharmainitiative für Deutschland”, die darauf ausgerichtet ist, Lücken in der Wertschöpfungskette zu schließen und die Erforschung und Entwicklung von neuen Medikamenten in Deutschland zu stärken. Insgesamt wurden 37 Projekte für den Wettbewerb eingereicht, von denen 10 die Endrunde erreicht haben. Drei davon wurden jetzt als Gewinner ausgewählt.




