(openPR) So unterschiedlich wie die Wahlergebnisse der Landtagswahl 2008 in Bayern auch immer ausgelegt werden, viel mehr sagt doch aus, dass 41,9 Prozent der Wahlberechtigten in Bayern nicht zur Wahl gingen. Sei es aus Desinteresse, Verdrossenheit oder Verhinderung. Fakt ist, das die CSU nur gerade mal von 25 Prozent und die Freien Wähler nur von etwa 5,9 Prozent der Wahlberechtigten eine Stimme erhielten (entsprechend die anderen Parteien). Dieses Ergebnis sollte die Medien beschäftigen und in die Überlegungen der Analysten besser einfließen. Denn dann käme man zu dem Schluss, dass Bayern von einer Minderheit regiert wird, egal mit wem die CSU koaliert. Viele Bürger sagen sich, was soll der ganze Zirkus überhaupt, gleich welche Partei man auch wählt, jeder schaut nach seinem Vorteil und giert nach der Macht. Ob aber Macht immer mit Vernunft, Respekt, Gerechtigkeit und Toleranz einhergeht, ist fraglich. Was könnte man doch alles Gutes tun, wenn die Macht nicht missbraucht würde. Wer über 40 Jahre die absolute Mehrheit in einem Parlament innehat und es dennoch nicht verstand, Bayern zu einem Musterland zu formen, der hat versagt und die Macht missbraucht. Kein Wunder wenn Wähler parteiverdrossen werden. Ein Phänomen, das nicht nur auf die Bundesländer beschränkt ist. Was wir in der Politik benötigen, ist mehr Ehrlichkeit, mehr Achtsamkeit und mehr gegenseitigen Respekt, fordert Andreas GRUSS vom Institut für Gesundheitsprävention.
















